Direkt-Hilfe Irak
   
 
     
     
 

 

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 Chronologie der Ereignisse

13.-17.12.1990 Der internationale IPPNW Vorstand unter Leitung des amerikanischen Präsidenten Prof. Bernard Lown, u.a. mit Vizepräsident (Europa) Prof. U. Gottstein, reisten nach Bagdad, um als Friedensnobelpreisträger-Organisation vor dem Ausbruch des 2. Golfkriegs zu warnen. Gespräche wurden geführt mit dem irakischen Vizepräsidenten Ramadaan, sowie dem Präsidenten der irakischen Ärztegesellschaft Dr. Rajid Al Tikriti und dem Präsidenten des Roten Halbmonds sowie den Chefärzten des Central Teaching Hospital for Children. Die totalen Sanktionen gegen den Irak seit dem August 1990 haben bereits zum Tod von über Hundert irakischer Patienten wegen Fehlens von Insulin und Antibiotika geführt.
   
18.12.1990 Gespräch mit Kronprinz Hassan von Jordanien, in Amman. Er bemüht sich auch um die Vermeidung des Kriegsausbruchs.
   
7.-12. Mai 1991 Sechs Wochen nach Ende des 2. Golfkriegs 1. Hilfs- und Erkundungsreise nach Bagdad im PKW von Amman aus. Reisemitglieder der deutschen IPPNW: Prof. Gottstein, Dr. F. Hess, Dr. S. Assaui und Dr. M. Dakhil ; aus den USA: 7 Kollegen unter der Leitung des Kardiologen Dr. Al-Hani. Wir brachten Medikamente im Wert von 1 Million DM (Spenden insbesondere der Pharmazeutischen Industrie) , Apparaturen zur Wasserreinigung, 6000 Infusionen, Insuline, Antibiotika und 5 Tonnen Milchpulver. Verteilung in den Krankenhäusern von Bagdad, Kirkuk, Arbil, Sulaymania, Kerbela, Nadjef, Hilla und Basrah. Publikationen im IPPNW-Forum 4/91, sowie in den Medien, Bericht ans Auswärtige Amt.
   
Juni 1991 Gründung der "IPPNW-Kinderhilfe Irak" im Bürgerhospital Frankfurt (Prof. Gottstein) 1. Mitgliedersitzung (11 Ärzte) 7. September 1991 wieder im Bürgerhospital
   
5. – 18.7.1991 2. IPPNW-Hilfstransport (Dr. Rahman und M.K. Hammoud). 30 Tonnen Hilfsgüter in Kühlwagen nach Falluja, Rumadi, Kerbela, Nadjef, Hilla, Amara, Bagdad, Basrah.
   
17.-24.11.1991 3. Hilfstransport mit 10 Lastzügen, mit 15 T. Babymilchpulver, 15 T. Medikamenten, 300 cbm Verbandsstoffen (Sanitätsstelle der Bundeswehr-Spende). Transport zu 12 Krankenhäusern und zusätzlich Außenstellen in 8 Städten ( Falluja, Rahmadi, Bagdad, Amara, Basra, Nassarija, Nadjef, Kerbela), geleitet von Prof. Gottstein und Herrn M.K. Hammoud.
   
31.5.-9.6.1992 4. Hilfstransport mit 4 Lastzügen, mit 20.000 kg Babymilchpulver, Antibiotika, Kreislaufmittel, Infusionen, nach Mosul, Arbil, Nadjef, Klerbela, Hella, Kut, Amara, Basrah, Bagdad. (Spenden u.a. Magistrat der Stadt Frankfurt 100.000 DM und andere)
   

28.10.-6.11.1992

5. Hilfstransport nach Bagdad, Kerbela, Hilla, Kut, Basrah, Mosul, Arbil. Spenden des Diakon. Werks 200.000 DM, geleitet von Prof. Gottstein und Herrn M.K. Hammoud.
   
1992-2003 In den Jahren bis 2003 reisten sowohl Prof. Gottstein als auch Drs. Rahman, Enge-Bastien und deutsch-irakische Kollegen in den Irak und nahmen jeweils Medikamente, Spritzen und Kanülen und anderen Bedarf zu den Krankenhäusern mit.
   
16.-22.10.1993 6. Hilfstransport (Drs. Rahman, Biedenkopf, Kohlsdorf und M.K. Hammoud) mit 17 T. Hilfsgütern, darunter 5 T. Medikamente und Infusionen vom Sanitätskorp der Bundeswehr.
   

12.-20.12.1995

7. Hilfstransport mit 5 T. Medikamenten nach Bagdad und Kerbela. (Prof. Gottstein, Herr Hammoud)
   
1996- 2001 Seit der Besserung der Situation in den Krankenhäusern durch das "Oil for Food-Programm", brachten wir keine Transporter mehr in den Irak, aber es reisten sowohl Prof. Gottstein, als auch Dr. Rahman und deutsch-irakische Kollegen in den Irak und nahmen jeweils Medikamente, Spritzen, Kanülen und anderen Bedarf zu den Krankenhäusern mit.
   
März 2003 Ausbruch des 3. Golfkriegs mit schweren Zerstörungen im Irak und großer Not im Gesundheitswesen. Deswegen organisierten Dr. Folke Hess und Prof. Gottstein einen 8. Transport mit Medikamenten und Hilfsmitteln, der von Frau Osthoff auf gefährlichem Wege von Amman nach Bagdad gebracht wurde.
   
10.4.2003 Wir organisierten den 9.Hilfsgütertransport über Damaskus nach Bagdad mit Spenden von u.a. Aktion Medeor und lokaler Hilfe von Frau Osthoff.
   
13.-20. Mai 2003 Wir bringen den 10. Hilfstransport mit Arzneien und Babynahrung in die Elendsregionen im Nord-Osten von Bagdad (Prof. Gottstein, Dr. A.Claußen, Dr. Zuhair Khannak) zu den von deutschen Technikern gebauten apn-Ambulanzen (architects for people in need) in Sadr City (zuvor Saddam City). Dr. Khannak arbeitete 3 Wochen lang mit bei der Versorgung kranker Kinder. Besuch der Ärzte in den Kliniken und Erkundung, welche Hilfen jetzt nach Ende des 3. Golfkriegs besonders nötig sind.
   
  Wir erhalten Spenden von der Aktion "Fahnen für den Frieden", organisiert von der Europäischen Friedensaktion/Blaustein bei Ulm. Die Initiatoren verkaufen die italienischen PACE- Fahnen bundesweit. Der Erlös geht an die IPPNW-Kinderhilfe Irak eV.
   
  Mit Hilfe des Bundesministeriums für Wirtschaftliche Zusammenarbeit (Bundesministerin Wieczorek-Zeul) und der Gesellschaft für Technische Zusammenarbeit (GTZ) können wir 3 Inkubatoren für Frühgeborene Babys, Kühltruhen und Klimaanlagen der Kinderkrebsstation des Kinderkrankenhauses Al-Mansur in Bagdad zukommen lassen. In der Folge senden wir per Spedition dringend benötigte Instrumente für Biopsien und Operationen, und immer wieder auch Chemotherapeutika und Antibiotika auf dringende e-mails aus dem Al-Mansur Kinderkrankenhaus und dem Central Teaching Hospital. Für das Labor und die Kinderkrebsstation in Basrah spendeten wir erhebliche Summen.
   
Mai 2003 Nachdem ab Mai 2003 die UN-Sanktionen gegen den Irak offiziell aufgehoben wurden, so dass nun die meisten Medikamente und Babynahrung wieder in den Irak eingeführt werden durften, haben wir uns seither auf direkte Hilfen für irakische Kinder konzentriert, die einer stationären Diagnostik und Therapie sowie einer Operation in deutschen Kliniken bedürfen.
   
Bis März 2009 Seit Juni 2003 haben wir 72 irakische Kinder mit Mutter oder Vater als Begleitperson nach Deutschland holen können, die hier stationär behandelt und oft lebensrettend operiert worden sind. (Stand 31. März 2009). Darunter 25 Herzoperationen, Verwundungen des Skeletts und der Augen, weitflächige Hautverbrennungen, urogenitale und gastro- enterale Fehlbildungen, Entzündungen und Tumoren.

 

 Dankeschön!

Diese Hilfen wären ohne die kompetente und unermüdliche Mitarbeit des deutsch-irakischen Kinderarztes in Frankfurt, Dr. med. Jabbar Said-Falyh, nicht möglich gewesen, der den direkten Kontakt mit den irakischen Ärzten hält und auf arabisch die direkten Verhandlungen führt.

Die Bezahlungen aller Rechnungen für die Flugtickets, Reisekosten, die Visa, die Versicherungen, die Unterkünfte und Beköstigung der Begleitpersonen und vor allem die sehr teuren Klinikrechnungen erfolgen aus unserem Spendenkonto "IPPNW-Kinderhilfe Irak" (IPPNW e.V., Kto Nr. 22 222 10, BLZ 100 205 00 der Bank für Sozialwirtschaft), von unseren großherzigen Spendern, sowie auch von Stiftungen, wie "BILD HILFT" oder der Stiftung "phyto-Kids" der Firma bionorica. Wir arbeiten selbstverständlich ehrenamtlich und zweigen keinen gespendeten Cent von der Hilfe für die irakischen Kinder ab.

Wir sind den Chefärzten (die keine Rechnung stellen), sowie den Klinikverwaltungen, wenn sie entweder aus "humanitären" Budgets die Kosten übernehmen oder reduzierte Rechnungen stellen, und allen Groß- und Kleinspendern sehr dankbar. Wir brauchen dringend Spenden, da unser Spendenkonto praktisch leer ist, wir aber weiter helfen möchten.

Seit dem Jahr 2003 ist die Gruppierung "Children of Baghdad e.V." eng an die IPPNW-Kinderhilfe Irak gekoppelt. Deutsche und deutsch-irakische IPPNW- Kinderärzte und Psychotherapeuten ( Dr. Rahman und Dr. Khalik) und Psychologen bilden irakische Ärzte in der Psychotherapie seelisch traumatisierter Kinder aus. Ein Zentrum für Psychotherapie traumatisierter Kinder und Jugendlicher soll in Bagdad an der Psychiatrischen Universitätsklinik gegründet werden, sobald es die Verhältnisse in der Stadt erlauben.

Die Arbeit der "IPPNW-Kinderhilfe Irak" ist nicht nur eine ärztlich-humanitäre Leistung, sondern dient auch dem Frieden und der Versöhnung. Die Clans und Familien danken uns, und die Kinder als nächste Generation sind in wenigen Jahren die Verantwortlichen im Land.

Da im Irak noch viele Jahre die ärztliche Versorgung schwieriger Krankheitsbilder unzureichend sein wird, wegen der Ermordung Hunderter irakischer Ärzte und deshalb Flucht erfahrener Fachärzte ins Ausland, muss sich die "IPPNW-Kinderhilfe Irak" weiterhin um irakische Kinder kümmern, die ohne unsere Hilfe ein leidendes Leben führen oder frühzeitig sterben müssen.

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