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Deutschland wählt atomwaffenfrei – Keine Fake-News

Die Kampagne

122 Staaten haben am 7. Juli 2017 bei den Vereinten Nationen in New York einen Vertrag zum Verbot von Atomwaffen verabschiedet. Das völkerrechtlich verbindliche Abkommen verbietet neben der Herstellung, dem Einsatz und Besitz auch die Drohung mit einem Nuklearschlag sowie die Stationierung von Atomwaffen in anderen Staaten. Die Initiative für die Verhandlungen ging von der IPPNW-Kampagne ICAN aus, die den Fokus wieder auf die humanitären Folgen von Atomwaffen gelenkt hat. Die deutsche Regierung nahm entgegen ihrer vielfachen Bekenntnisse für eine atomwaffenfreie Welt nicht an den Verhandlungen teil und untergräbt damit ihre abrüstungspolitische Glaubwürdigkeit. Die IPPNW stellt auf dieser Seite eine Kampagne vor, die bis zur Bundestagswahl Ideen für Aktionen sowie Materialien anbietet.

Postkarten

Deutschland wählt atomwaffenfrei

#nuclearban

"85 % der Bevölkerung wollen den Abzug der Atomwaffen aus Deutschland. Für ein Atomwaffenverbot sind 93 %", steht auf der Rückseite dieser Postkarte. Sie können die Karte an Ihren Bundestagswahlkandidaten schicken. Die Forderung: "Bitte setzen Sie sich dafür ein, dass die US-Atomwaffen aus Deutschland abgezogen werden und die Bundesregierung in der nächsten Legislaturperiode einem Atomwaffenverbotsvertrag zustimmt."

Infopostkarte

1.800 Atomwaffen sind noch immer in Alarmbereitsschaft

und können innerhalb wenigen Minuten gestartet werden

Die Gefahr, die von Atomwaffen ausgeht, besteht schon wegen ihrer bloßen Existenz. Neun Länder besitzen heutzutage fast 15.000 Atomwaffen, von denen circa 1.800 in Alarmbereitschaft gehalten werden – die innerhalb wenigen Minuten gestartet werden können. Werden diese Atomwaffen aus Versehen durch einen Fehlalarm oder absichtlich eingesetzt, würden die Folgen unseren Planeten unbewohnbar machen.

Infopostkarte

Deutsche Soldaten üben den Einsatz von Atomwaffen

Für den Einsatz im Ernstfall lagern die USA Atombomben auf deutschem Boden. Auf dem Atomwaffenstützpunkt „Fliegerhorst Büchel“ in der Eifel sind bis zu 20 B61-Bomben für die Verwendung durch Bundeswehr-Soldaten stationiert. Jede dieser Bomben hat eine maximale Sprengkraft, die mit der von 13 Hiroshima-Bomben vergleichbar ist. Die Hiroshima-Bombe hat vor 70 Jahren binnen vier Monaten 140.000 Menschen getötet und Unzählige zu langjährigen Leiden verurteilt. Ihre Auswirkungen sind bis heute spürbar.

Infopostkarte

Die Atomwaffen in Deutschland werden aktuell aufgerüstet

Die Zahl der Atomwaffen weltweit nimmt jedes Jahr leicht ab, da Russland und die USA langsam überflüssige Arsenale verschrotten. Dies ist jedoch keine Abrüstung im engeren Sinne, sondern lediglich die Entledigung von überflüssigen, nicht mehr gebrauchten Sprengköpfen. Hierzulande werden die US-Atomwaffen auf dem Fliegerhorst Büchel in Rheinland-Pfalz aktuell einem teuren Modernisierungsprogramm unterzogen. Aus einer freifallenden Bombe, die nur von Kampfjets abgeworfen werden kann, wird die neue B-61 zu einer digital-lenkbaren Smartbombe umgebaut.

Infopostkarte

Deutschland hat in der UN gegen ein Atomwaffenverbot gestimmt

und beteiligt sich nicht an den Vertragsverhandlungen

Am 27. Oktober 2016 hat eine überwältigende Mehrheit der Vereinten Nationen für eine Resolution gestimmt, die den Beginn von Verhandlungen zu einem Atomwaffenwaffenverbot fordert – die Resolution L.41: Aufnahme multilateraler nuklearer Abrüstungsverhandlungen. Die Verhandlungen finden in zwei Sitzungen statt. Die zweite Sitzung wird im Juni/Juli 2017 bei Vereinten Nationen in New York abgehalten.

Medienecho

Termine

15.6.– 7.7.2017
Verhandlungskonferenz, New York
Blog aus New York


17.06.2017
Deutschlandweiter Aktionstag

08.07.2017
Flaggentag der Bürgermeister für den Frieden

06.08.2017
Hiroshima-Tag, Aktionen an vielen Orten, u.a. Benefizkonzert IPPNW-Concerts, Berlin

09.08.2017
Ende der Aktionspräsenz in Büchel

24.09.2017
Bundestagswahl

Weitere Informationen

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