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Aktuelles zum Thema "Atommüll"

Pressemitteilung vom 14.02.2019

Neue Brennelementexporte nach Doel und Cattenom

Ministerpräsident Laschet verwässert Bundesrats-Initiative

Demonstration in Lingen am 19. Januar 2019, Foto: Hanna Poddig14.02.2019 

Mehrere Anti-Atomkraft-Initiativen sowie der Bundesverband Bürgerinitiativen Umweltschutz (BBU) kritisieren scharf, dass der Betreiber der Lingener Brennelementefabrik, die EDF-Tochter Framatome, erneut Exportanträge für Brennelementtransporte zu den belgischen Atomkraftwerken Doel 1 und 2 sowie zum französischen AKW Cattenom 1 gestellt hat. Entsprechende Anträge beim zuständigen Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) bestätigte gestern das Bundesumweltministerium in einer Mitteilung. Damit stehen nur wenige Tage nach dem Wiederanfahren der Brennelementefabrik nach dem gravierenden Brand vom Dezember bereits wieder Brennelementtransporte zu einigen der störanfälligsten Atomkraftwerke in Westeuropa an.

Wortbruch der Atomkonzerne

10.05.2018 

Jahrzehntelang hatten die Atomkraftwerksbetreiber versprochen, nach der Abschaltung der Atomkraftwerke müsse die Allgemeinheit keinen Cent (Pfennig) für die Atommüll-Entsorgung bezahlen. 2016 setzte die mächtige Atomindustrie durch, dass der Staat den Unternehmen die Verantwortung für die Atommüll-Endlagerung abnimmt. Die Steuerzahlerinnen und Steuerzahler haften nun für dreistellige Milliardenbeträge. Dieser Wortbruch der Konzerne ist noch lange nicht aufgearbeitet.

IPPNW-Pressemitteilung vom 23.03.2018

Landesärztepräsident stärkt IPPNW den Rücken

Der Rückbau der AKWs bleibt durch ärztliche Kritik am Freimesskonzept weiter in der Diskussion

Dr. med. Ulrich Clever, Präsident der Landesärztekammer Baden-Württemberg, Foto:  Ärztliche Pressestelle, Landesärztekammer Baden-Württemberg23.03.2018 

Die Diskussion um den Umgang mit gering radioaktivem Abfall aus dem Abriss von Atomkraftwerken geht in die nächste Runde. In der aktuellen Ausgabe des Baden-Württembergischen Ärzteblatts stellt Ärztekammerpräsident Dr. Ulrich Clever klar: Die Haltung des baden-württembergischen Landesumweltministers Franz Untersteller, der gering radioaktive Abrissmüll würde in seiner strahlenden Wirkung im „Rauschen der Hintergrundstrahlung“ untergehen, sei schlicht falsch. Die IPPNW begrüßt, dass sich der Präsident der Landesärztekammer für ein Moratorium für die Deponierung des Freimess-Mülls ausspricht und fordert Umweltminister Untersteller auf, in einen vertieften Dialog mit der Ärzteschaft über das Freimess-Verfahren einzutreten und ernsthaft die bereits vorliegenden Alternativen zur Freimessung zu prüfen.

Atommüll

Endstation Zwischenlager?

Schutzlos an der Oberfläche oder unter die Erde?

Foto: Zwischenlager am Atomkraftwerk Isar. By S8z11 (Own work) [GFDL (http://www.gnu.org/copyleft/fdl.html) or CC-BY-SA-3.0 (http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/)], via Wikimedia Commons08.03.2018 

Die Lagerung des Atommülls spitzt sich zu und droht sicherheitstechnisch wie finanziell zu einem „Fass ohne Boden“ zu werden: Wie selbstverständlich gehen manche schon davon aus, dass die Oberflächenlagerung des Atommülls in den "Zwischenlagern" zu einem Dauerzustand werden soll. Die gefährlichste aller Varianten, die Lagerung des Atommülls an der Erdoberfläche, soll mit dem Bau von neuen, leicht verbesserten Zwischenlagern zu einem Dauerzustand werden. Es besteht die Gefahr, dass nachfolgende Generationen dann nach der "Billiglösung" greifen und den Atommüll in Russland, der Mongolei oder anderswo "entsorgen" könnten.

Endlager-Bau in Finnland

Das Atomkraftwerk Olkiluoto als Fotomontage mit EPR (links) und BWR-2500, Foto: Wikipedia. https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/13.11.2017 

Wie in Schweden steht auch in Finnland nur Kristallingestein als potenzielles Wirtsgestein für die geologische Tiefenlagerung von Atommüll zu Verfügung. Ende 2015 gab die finnische Regierung grünes Licht für den Bau des weltweit ersten „Endlagers“ für hoch radioaktive Abfälle auf der Halbinsel Olkiluoto im Südwesten Finnlands. 6.500 Tonnen Atommüll sollen dort gut 400 Meter unter der Erde in Kupferbehältern deponiert werden. Der Preis für das Endlager wird aktuell mit 3,5 Milliarden Euro angegeben.

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