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IPPNW/ICBUW-Presseerklärung vom 3.9.2014

Abgereichertes Uran verursacht Krebs

Irak 2005/ © Khajak Vartanian03.09.2014 

Der Irak hat sich im Vorfeld der UN-Generalversammlung in diesem Herbst für einen Verbotsvertrag für Uranwaffen ausgesprochen. Die Beweise für langfristige und schwerwiegende Gesundheitsschäden durch den Einsatz von Uranmunition werden immer erdrückender. Laut einer aktuellen Analyse der Internationalen Koalition für die Ächtung der Uranwaffen (ICBUW) schädigt abgereichertes Uran (Depleted Uranium, DU) die DNA auf zweifache Weise: als Schwermetall wirkt es chemotoxisch und als Alphastrahler radiotoxisch. Für den Bericht wurden über 50 qualifizierte Studien ausgewertet.

Pressemitteilung von IPPNW und ICBUW

WHO verzögert Bericht über Auswirkungen von Uranmunition

Angeborene Fehlbildungen im Irak

Die Kinderärztin Dr. Samira Alaani untersucht am Fallujah General Hospital ein Neugeborenes; Foto: Donna Mulhearn26.09.2013 

Das irakische Gesundheitsministerium sieht laut einem kürzlich mit Unterstützung der WHO veröffentlichten vorläufigen Bericht keinen Beleg für eine gestiegene Rate angeborener Fehlbildungen im Irak. Die deutschen Sektionen der IPPNW und ICBUW (International Coalition to Ban Uranium Weapons) kritisieren diese Verlautbarung. Das angewendete Studiendesign, bisherige Studienergebnisse sowie frühere gegenteilige Aussagen  hochrangiger Vertreter des irakischen Gesundheitsministeriums werfen viele kritische Fragen auf. Die IPPNW und die ICBUW fordern die WHO und das irakische Gesundheitsministerium auf, den vollständigen Datensatz sowie die endgültige Studie zu veröffentlichen. Zudem müsse das irakische Gesundheitsministerium endlich mit dem Aufbau eines landesweiten Registers für angeborene Fehlbildungen und kindliche Krebserkrankungen beginnen.

IPPNW/ICBUW-Presseinformation vom 7.3.2013

Uranmunition verseucht den Irak noch nach zehn Jahren

10. Jahrestag der Irak-Invasion

Frau im Irak vor einem Schrottpanzer, Foto: Khajak Vartanian07.03.2013 

Die US-Amerikaner haben Uranmunition im Irakkrieg in zivilen Gebieten eingesetzt. Die Zivil-bevölkerung wurde anschließend mit den Folgen der Kontamination allein gelassen. Bis heute verweigert die US-amerikanische Regierung, Daten über die Ziele der eingesetzten Urangeschosse (400 Tonnen) zu veröffentlichen. Die irakische Regierung bestätigt auf Basis der begrenzten verfügbaren Daten, dass etwa 300 kontaminierte Stellen bekannt sind. Regelmäßig werden weitere Stellen entdeckt. Die Säuberung solcher Orte kostet um die 150.000 US-Dollar. Die Kosten variieren in Abhängigkeit von Ort, Ausmaß und Grad der Kontamination erheblich.

IPPNW-Pressemitteilung vom 30.1.2013

NATO-Staaten sollen keine Uranmunition mehr einsetzen

Münchener Sicherheitskonferenz

Irakische Kinder spielen vor zerstörten Panzern, Foto: Karjak Vartanian30.01.2013 

Außenminister Guido Westerwelle soll sich auf der Münchener Sicherheitskonferenz am kommenden Wochenende für einen sofortigen Stopp des Einsatzes von Uranmunition der NATO-Verbündeten einsetzen. Das fordern die ärztliche Friedensorganisation IPPNW und die deutsche Sektion der International Coalition to Ban Uranium Weapons (ICBUW). Beide Organisationen engagieren sich für die weltweite Ächtung von Uranmunition, wie sie auch die Fraktion der Linken morgen im Bundestag fordert. In dem Antrag „Uranmunition ächten“ (Drucksache 17/11898) erheben die Abgeordneten auch ganz praktische Forderungen wie die Beseitigung der Folgen des Uranwaffeneinsatzes und die Entschädigung der Opfer, z.B. durch die Einrichtung einer Stiftung.

IPPNW-Presseinformation vom 3.12.2012

Uranwaffen müssen geächtet werden

IPPNW/ICBUW-Report: Die gesundheitlichen Folgen von Uranmunition

Report von IPPNW und ICBUW: Die gesundheitlichen Folgen von Uranmunition03.12.2012 

Die gesundheitlichen Schädigungen durch Uranmunition für Zivilbevölkerung, Soldaten und Umwelt sind so gravierend, dass sie international geächtet werden muss. Zu diesem Ergebnis kommt der Report „Die gesundheitlichen Folgen von Uranmunition – Die gesellschaftliche Debatte um den Einsatz einer umstrittenen Waffe“ der internationalen Ärzteorganisation IPPNW in Zusammenarbeit mit der International Coalition to Ban Uranium Weapons (ICBUW).

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