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Atomwaffen A-Z

Neuer Deal mit Iran über Uranreicherung

Brasilianischer Aussenminister Celso Amorim, Foto: World Economic Forum19.05.2010 

Am 17. Mai 2010 haben die Außenminister von Brasilien, der Türkei und dem Iran nach 18 Stunden Verhandlungen eine Einigung über einen Deal zur weiteren Anreicherung des iranischen niedrig angereichertes Uran erzielt. Iran wird laut der aus 10-Punkten bestehenden gemeinsamen Erklärung 1.200 kg auf 3,5% angereichertes LEU in die Türkei transportieren und innerhalb einem Jahr 120 kg auf 20% angereichertes Uran von dort erhalten.

[Atomwaffen A-Z: Iran | Aktuelles]

IPPNWforum 122 "Überwindung einer Geißel"

Doppelte Standards als Hindernis für nukleare Abrüstung

Das Beispiel Iran

Iran wird verdächtigt, nach Atomwaffen zu streben, und  damit nicht nur die Vernichtung Israels, sondern eine tödliche Bedrohung des ganzen Westens vorzubereiten. Um dieser behaupteten ungeheuren Gefahr zu begegnen, erscheinen aus dieser Sicht  alle Mittel gerechtfertigt, inklusive ein Präventivkrieg, und sogar der Einsatz nuklearer Waffen wird in Erwägung gezogen.
Dabei verfügt Iran, im Unterschied zu Israel, nicht über Nuklearwaffen, und es existieren trotz Kontrollen im Rahmen des Atomwaffensperrvertrags auch keine belastbaren Belege, dass es an der Entwicklung von Atombomben arbeitet...

Ein Beitrag von Matthias Jochheim auf der RegioContactWest, hier als pdf abrufbar.

Atomwaffen A-Z

Zweite iranische Urananlage wird gebaut

Qom-Anlage, Bild: GeoEye07.10.2009 

Der Iran hat laut eines Sprechers der Internationalen Atomenergieorganisation (IAEA) in einem Brief am 21. September 2009 an die IAEA die Konstruktion einer bislang nicht deklarierten, zweiten Anlage zur Urananreicherung erklärt. Zudem wurde ein internes Dokument der IAEO auf der ISIS-Webseite veröffentlicht, das aussagt, der Iran hätte Studien über eine möglichen nuklearen Bewaffnung seiner Raketen ausgeführt. Iran sagt, die Studien sind gefälscht.

[Atomwaffen A-Z: Iran]

IPPNW-Presseinfo vom 8.7.2009

Israel bedroht Iran mit deutschen U-Booten

Deutsche Regierung muss Waffenlieferungen nach Nahost stoppen

08.07.2009 

In Anbetracht der jüngsten militärischen Drohungen Israels gegenüber dem Iran fordert die IPPNW von der deutschen Regierung, alle Waffenlieferungen nach Nahost zu stoppen. „Wir appellieren an die Mitglieder des Bundessicherheitsrates und der Bundesregierung, auf den weiteren Export der von Israel gewünschten U-Boote der "Dolphin"-Klasse zu verzichten“, erklärt die IPPNW-Vorsitzende Dr. Angelika Claußen. 

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IPPNW-Stellungnahme vom 29.6.2009

Ärzteorganisation mahnt wegen Gewalt im Iran

Appell für friedliche Entwicklung und Respektierung der Souveränität des Landes

29.06.2009 

Die Internationalen Ärzte für die Verhütung des Atomkrieges (IPPNW) lehnen Gewalt als Mittel der Politik ab. Wie viele andere Friedensorganisationen weltweit ist auch IPPNW-Deutschland besorgt über die aktuellen Berichte über Tote und Verletzte im Iran. Die westlichen Regierungen einschließlich der Bundesregierung, die schon zuvor im Konflikt mit dem Land standen, sollten die jetzige Situation nicht noch weiter eskalieren und für eigene außenpolitische Ziele nutzen. Wir glauben, dass dies einer authentischen inner-iranischen Entwicklung schadet und rufen die Bundesregierung auf, Menschenrechte nicht für eigene machtpolitische Interessen zu instrumentalisieren.

lesen ...[Weitere Informationen zur Modellkonferenz]

Erteilen Sie einer deutschen Beteiligung an einem Iran-Krieg eine klare Absage!

Offener Brief der IPPNW an Bundeskanzlerin Angela Merkel

10.06.2008 

Anlässlich des heutigen Treffens von US-Präsident Bush und Kanzlerin Merkel hat die Ärzteorganisation IPPNW einen offenen Brief an die Bundeskanzlerin veröffentlicht. Die deutsche Sektion des Friedensnobelpreisträgers IPPNW fordert darin die Bundeskanzlerin auf, jegliche Beteiligung Deutschlands an einem möglichen Militäreinsatz gegen den Iran auszuschließen.

lesen ...[Offener Brief an Angela Merkel]

10.06.2008  Welche Konsequenzen hätte ein Luftangriff auf den Iran?

Welche Konsequenzen hätte ein Luftangriff auf den Iran?

Expertenstudien zum Thema

10.06.2008 

Die US-Sektion der IPPNW (PSR) untersucht in der Studie „War is not the Answer“ die Folgen für die Gesundheitsversorgung eines Angriffs auf den Iran. Diese hängen von vielen schwer abzuschätzenden Faktoren ab. (Wie viele Ziele werden angegriffen? Werden bunkerbrechende Atombomben eingesetzt?) Einen konkreten Anhaltspunkt bieten die Erfahrungen aus dem Winter 2003. Damals wurde die Stadt Bam von einem Erdbeben erschüttert. 30.000 Menschen starben sofort, weitere 30.000 benötigten sofortige medizinische Hilfe.

lesen ...[War is not the Answer]  [Would Air Strikes Work?]  [Time to Talk]

Der Iran-Bericht der Geheimdienste

Bush in Erklärungsnot

13.12.2007 

Anfang Dezember 2007 veröffentlichte der National Intelligence Council (NIC) seinen Iran-Bericht. In ihm wird deutlich, dass die US-Geheimdienste es mittlerweile für sehr wahrscheinlich halten, dass das iranische Atomwaffenprogramm seit 2003 ruht. Damit brachte der NIC die Bush-Administration in erhebliche Erklärungsnot. Ihre Schreckensszenarien von einem nuklear bewaffneten Iran bestimmten in den letzten Jahren die internationale Politik gegenüber dem Iran. Die IPPNW hat die wichtigsten Passagen in einem pdf-Dokument zusammengefasst.

lesen ...[Der Iranbericht des NIC]

Aus IPPNW-Forum 105-106/07

Delegation nach Teheran

NWIP (Nuclear Weapons Inheritance Project)

02.04.2007 

Im April 2007 reisten vier Medizinstudenten des Nuclear Weapons Inheritance Project (NWIP) nach Teheran und organisierten dort eine mehrtägige Begegnung mit iranischen Medizinstudentinnen der Shahed Universität. An der Delegation haben die drei schwedischen Studentinnen Camilla Mattsson, Karin Svensson, Wenjing Tao und Jakob Gierten aus Deutschland teilgenommen. Dies war die erste Delegation des NWIP in den Iran und ebenso Neuland für die meisten aus dem NWIP-Team.

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IPPNW-Pressemitteilung vom 9. Januar 2007

Nichtangriffsgarantie und Atomwaffenfreie Zone

Deutschland muss Eskalation verhindern

09.01.2007 

Anlässlich aktueller Berichte über geheime Angriffspläne Israels fordert die IPPNW, die deutsche Sektion der Ärzte für die Verhütung des Atomkrieges, die Bundesregierung auf, sich sofort für eine „Atomwaffenfreie Zone Nahen und Mittleren Osten” und eine Nichtangriffsgarantie für den Iran einzusetzen. Ohne die Richtigkeit der aktuellen Berichte zu beurteilen, sieht die IPPNW sie als Warnsignal für eine drohende Eskalation in der Region.

lesen ...[Folgen eines Irankrieges]  [Alleingang Israels]

Offener Brief vom 19. Februar 2007

Krieg gegen den Iran verhindern!

Appell an Bundeskanzlerin Merkel

20.02.2007 

Tun Sie alles Ihnen Mögliche, um einen Krieg der USA gegen den Iran zu verhindern - mit diesem Appell wenden sich heute namhafte Wissenschaftler, Mediziner und Friedensforscher in einem offenen Brief an Bundeskanzlerin Merkel. Die Unterzeichner des Briefes bitten Bundeskanzlerin Angela Merkel wegen Gefahr im Verzug sofort zu handeln:
„Erteilen Sie im Namen Deutschlands dem Einsatz von militärischer Gewalt gegen den Iran eine unmissverständliche Absage.
Fordern Sie die EU und ihre Mitgliedsstaaten auf, sich in gleicher Weise zu äußern.”

lesen ...[Offener Brief an die Bundeskanzlerin]

IPPNW-Hintergrundpapier

Im Alleingang gegen den Iran?

Folgen eines israelischen Angriffs

10.01.2007 

Am Sonntag, dem 7. Januar 2007, berichtete die britische Zeitung "Sunday Times" über israelische Geheimpläne für einen nuklearen Angriff auf den Iran, falls die internationalen Bemühungen versagen, das iranische Atomprogramm zu kontrollieren. Israel ist zwar in der Lage, das iranische Atomprogramm um ein paar Jahre zurückzuwerfen, würde das Atomprogramm aber nicht ganz zerstören können. Das IPPNW-Hintergrundpapier gibt Informationen über die militärischen Fähigkeiten Israels, die mögliche Motive hinter der Veröffentlichung der Geheimpläne und die Folgen eines Atomwaffeneinsatzes.

[IPPNW-Hintergrundpapier]

Presseinformation

Iranerin inspiziert deutsche Atomanlage

Aktion in Gronauer Urananreicherungsanlage

18.06.2006 

Zu einer spektakulären Aktion lädt die IPPNW zusammen mit den Anti-Atom-Organisationen „Nirgendwo”, „X-tausendmal quer”, „Gewaltfreie Aktion Atomwaffen abschaffen” am Sonntag im westfälischen Gronau ein. Ein iranische Medizinstudentin wird eine symbolische Inspektion der dortigen Urananreicherungsanlage durchführen.

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Medizinische Folgen eines Atomangriffs auf den Iran

Kurzfassung des PSR-Fact Sheet

10.04.2006 

Angesichts der sich häufenden Berichte über einen möglichen Einsatz von Atomwaffen durch die USA gegen den Iran, haben die PSR (Physicians for Social Responsibility, US-amerikanische Sektion der IPPNW) die Folgen eines nuklearen Angriffs auf die unterirdischen Atomanlagen in Isfahan und Natanz untersucht.

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Appell

IPPNW-Kongress verabschiedet Appell

Zur Verhinderung eines Irankrieges

„Wir verurteilen die Kriegspläne der USA, insbesondere den menschenverachtenden Einsatz von Atomwaffen. Wir fordern die deutsche Regierung und Politiker aller Parteien auf, einer deutschen Unterstützung eines Krieges gegen den Iran eine klare Absage zu erteilen”, so die Vorsitzende der IPPNW Dr. Angelika Claußen. Dies ist auch die Botschaft eines Appells, den die Beteiligten an den Kongress "Zeitbombe Atomenergie" in Bonn verabschiedeten. Der Appell schlägt die Bildung einer Langzeitkonferenz für Sicherheit und regionale Zusammenarbeit im Mittleren und Nahen Osten vor, die unter anderem das Ziel verfolgt, dort eine atomwaffenfreie Zone unter Einschluss von Israel zu erreichen.

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IPPNW-Presseinfo vom 14. März 2006

Appell an Kofi Annan

UN-Mediationskommission zum Iran!

14.03.2006 

Eine Gruppe prominenter Persönlichkeiten und NGOs werden heute einen Appell an UN-Generalsekretär Kofi Annan richten mit dem Ziel ihn für eine Intervention in der Krise um das iranische Nuklearprogramm zu gewinnen. Professor Victor Sidel, Oberster Vertreter bei der UNO für die Internationalen Ärzte für die Verhinderung des Atomkrieges (IPPNW), die Organisation die 1985 den Friedensnobelpreis erhielt, wird den Appell heute morgen an das Büro des Generalsekretärs überreichen. Der Appell bittet den Generalsekretär um die Errichtung einer UN-Kommission die zwischen den Konfliktparteien vermittelt und zur Deeskalation der Krise führt.

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Europa lässt sich von Washington manipulieren

Vor dem Iran-Krieg

13.03.2006 

Beim Irak-Krieg war es der Friedensbewegung und dem Grossteil der Bevölkerung Europas klar, dass es sich um einen völkerrechtswidrigen Krieg ums Öl handelt. Die Bush-Regierung hatte behauptet, Saddam Hussein sei an den Anschlägen vom 11. September 2001 beteiligt gewesen und habe außerdem Massenvernichtungswaffen versteckt. Das glaubte zwar die Mehrheit der US-Bevölkerung, nicht aber die übrige Welt. Die Kriegspropaganda hatte dennoch in den USA ihren Zweck erfüllt. Der Krieg konnte starten. Wir Deutsche waren stolz, das Spiel durchschaut und uns "rausgehalten" zu haben.

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Presseinfo

"Nägel und Steine" behindern friedliche Lösung

Fall Iran vor dem Sicherheitsrat

08.03.2006 

Die Überweisung des Falles Iran and den UN-Sicherheitsrat wird stündlich wahrscheinlicher. Heute fordert der US-Botschafter bei den UN John Bolton die sofortige Überweisung an den Sicherheitsrat. Bereits am 27. Februar 2006 klang in dem Bericht des IAEO Generaldirektors El-Baradei eine argwöhnischere Bewertung der Frage des iranischen Nuklearprogramms an. Dazu sind weitere Hindernisse für eine friedliche Lösung hinzugekommen.

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Scharfe Kritik der US-Kirchen am Irak Krieg

Kirchen beschämt über US-Politik

18.02.2006 

„Von einem Ort, verführt von den Verlockung des Imperiums” ... „der andere Staaten mit Terror überschüttet” ... „und Gott für seine nationale Agenda reklamiert”. Mit erstaunlich harten Worten kritisierten die Vertreter von 34 US-Kirchen das Vorgehen ihrer Regierung in der Welt und im Irak. Die IPPNW begrüßt diese Erklärung - auch wenn sie reichlich spät kommt - bemängelt jedoch das fehlen einer klaren Haltung gegen eine militärische Lösung der Iran-Krise.

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Mit einer großen Lüge in einen neuen Krieg

Krieg gegen Iran wird wahrscheinlicher

22.08.2005 

Unabhängig davon, wer die Verantwortung für das Scheitern der Diplomatie im Atomkonflikt mit dem Iran trägt, sind die Weichen für den Sturm gestellt: erst der UN-Sicherheitsrat und dann mit oder ohne Zustimmung dieses Gremiums Angriffe aus der Luft gegen alle iranischen Nuklearanlagen, um sie für lange Zeit außer Betrieb zu setzen. Die USA verfügen nach Einschätzung von Militärexperten über alle technischen und strategischen Kapazitäten, um von ihren Stützpunkten in Saudi-Arabien und Qatar oder von den in Bahrain ankernden Kriegsschiffen aus oder mit den auf der Insel Diego Garcia im Indischen Ozean stationierten Langstreckenbombern des Typs B-52 Irans Atomanlagen zu bombardieren.

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Explodiert der Nahe Osten?

Drohender US-Krieg gegen Iran

18.01.2005 

"Die aktuelle Eskalation im Streit um das iranische Atomprogramm ist besorgniserregend," kommentiert Jens-Peter Steffen, friedenspolitischer Sprecher der IPPNW, jüngste Nachrichten zum Verhältnis der USA zum Iran. Geheimdienstoperationen der USA auf iranischem Gebiet wurden dokumentiert und Präsident Bush schließt einen Militärschlag gegen den Iran nicht aus. "So ehrenwert die Initiative der EU-3, Frankreich, Großbritannien und Deutschland für eine friedliche Lösung ist, so unrühmlich ist der deutsche Beitrag zur Entwicklung der - vor allem israelischen - militärischen Option," Steffen weiter.

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