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Friedensfilmpreis für Grbavica

Ein sensibler, aufwühlender Film

19.02.2006 

Der diesjährige Friedensfilmpreis der Berlinale geht an den Film "Grbavica" von Jasmila Zbaniç. Das Projekt wird von der IPPNW (Schirmherr) und von der Heinrich-Böll-Stiftung unterstützt. Die Jury schreibt in ihrer Begründung: "Die Erinnerung hinter sich zu lassen und ihrer Tochter ein "normales" Heranwachsen zu ermöglichen, ist das Ziel einer Mutter im vom Krieg gezeichneten bosnischen Sarajewo. Aber beider Leben ist von einem furchtbaren Geheimnis überschattet, das das Verhältnis von Mutter und Tochter fast zerstört."

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famulieren & engagieren auf dem Balkan

Bereichert zurück nach Deutschland

15.07.2004 

Seit mehreren Jahren bietet die IPPNW innerhalb ihres Austauschprogramms für Medizinstudierende "famulieren & engagieren" Projekte in Bosnien-Herzegowina, Serbien, Mazedonien und Kosovo an. "Ich kam aus einer der ärmsten Regionen Europas bereichert nach Deutschland zurück. Weil ich gesehen habe, dass trotz eines so furchtbaren Bürgerkriegs, wie er in Bosnien getobt hat, das Leben weitergeht und Hoffnung bleibt, habe ich gewagt, auch meinem Leben eine neue Richtung zu geben und Medizin zu studieren", schreibt IPPNW-Medizinstudierende Vera Hupe. Lesen Sie die Berichte der ProjektteilnehmerInnen von 2004.

[Projektberichte 2004]

Aus IPPNW-Forum 81-82/03

Berührungsängste überwinden

Die Regionalgruppe Würzburg

15.07.2003 

Seit 1995 lädt die IPPNW-Regionalgruppe Würzburg jedes Jahr etwa fünf Medizinstudentinnen und -studenten aus den Staaten des ehemaligen Jugoslawien zu einer einmonatigen Famulatur im September nach Würzburg ein. Wichtig ist ihnen dabei, dass die jungen Leute aus Ländern kommen, die gegeneinander Krieg führten. Sie arbeiten in verschiedenen Abteilungen der Missionsärztlichen Klinik und verbringen vier Wochen zusammen. Idee dabei ist, dass sie Berührungsängste, die durch Propaganda während der Kriegszeit aufgebaut wurden, überwinden. Lesen Sie das Interview mit Wolfram Braun.

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IPPNW-Hintergrundpapier, August 2001

Einsatz in Mazedonien ablehnen!

IPPNW stärkt Abgeordneten den Rücken

15.08.2001 

Die IPPNW ermutigt Bundestagsabgeordnete, die einen Einsatz der Bundeswehr in Mazedonien aus friedenspolitischen Überlegungen ablehnen, bei dieser Ablehnung gegen den zu erwartenden massiven politischen Druck zu bleiben. Die IPPNW lehnt einen Einsatz aus grundsätzlichen Erwägungen ab und befürchtet als Folge der anstehenden Entscheidung eine Festigung der Militarisierung deutscher Außenpolitik. Kritische Stimmen sind jetzt besonders wichtig, da die Zusage, der NATO-Krieg gegen Jugoslawien ohne VN-Mandat bliebe eine Ausnahme, vergessen scheint.

lesen ...[Artikel zu UN-mandandatierten Militäreinsätzen]  [Aufruf an die Bundestagsabgeordneten]  [Artikel von Chossudovky (engl.)]

Erklärung

Umstände aufarbeiten

Erklärung zur deutschen Beteiligung

15.03.2001 

Die Nato hat am 24. März 1999 begonnen, Belgrad zu bombardieren. In 79 Kriegstagen wurden bei über 30 000 Luftangriffen in Serbien und im Kosovo neben militärischen Zielen auch zahlreiche Fabriken, Schulen, Krankenhäuser, Brücken, Zivilflughäfen, Kraftwerke, Wasserversorgungseinrichtungen, Agrarbetriebe und Wohnhäuser zerstört; mehrere tausend Menschen wurden dabei getötet. Slobodan Milosevic hat seinen Terror an den Kosovo-Albanern in Folge der Nato-Luftangriffe drastisch verschärft und Hunderttausende vertrieben. Nach Beendigung der Luftangriffe reagierten nationalistische Kosovo-Albaner ihrerseits mit Vertreibungsterror an den Serben. Dadurch wurden alle Chancen für jeden Kompromissfrieden in absehbarer Zeit zunichte gemacht. Die gewaltsamen Auseinandersetzungen zwischen Kosovo-Albanern und Serben dauern, auch zwei Jahre nach dem Krieg, weiter an. Es ist an der Zeit und wohl auch dringend erforderlich, die Vorgeschichte und die Folgen dieses Krieges nüchtern und kritisch aufzuarbeiten.

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Aus IPPNW-Forum 63/64

Der mentale Zustand der Bevölkerung in Jugoslawien

Vortrag von Prof. Milan Popovic

15.07.2000 

Auf Einladung der deutschen IPPNW hielt Prof. Milan Popovic, Prof. emeritus der Psychiatrie Belgrad und Präsident der "Physicians for Peace", der serbischen Sektion der IPPNW, einen viel beachteten Vortrag auf dem 14. IPPNW Weltkongress in Paris im workshop "What do we learn from the wars in Yugoslavia?". "Wir leben seit 10 Jahren im Kriegszustand und leiden unter chronischem und häufig akutem Stress. Am schlimmsten war es während der Bombardements. Diese Erlebnisse haben zu einer massiven psychologischen Traumatisierung der Bevölkerung geführt, die sich vorwiegend in einem negativen Lebensgefühl manifestiert."

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Aus IPPNW-Forum 63/64

NATO-Krieg gegen Jugoslawien

Internationales Europäisches Tribunal

Mit den "Luft-Operationen" gegen Jugoslawien, einem zwar unerklärten aber eindeutigen Krieg, hatten die beteiligten NATO-Staaten bekanntlich nicht nur die UN-Charta gebrochen, sondern auch weitere verbindliche völkerrechtliche Vereinbarungen - im Falle Deutschlands u.a. den nicht lange zuvor geschlossenen 2+4-Vertrag -, sowie eigene nationale Verfassungen und Gesetze. Systematische Rechtsbeugung kam hinzu: Während Ländern, die als Diktaturen gebrandmarkt werden, westliches Demokratieverständnis mittels Bombenhagel nahegebracht wird, lehnt etwa im angeblich Gewalten-geteilten Deutschland der General-Bundesanwalt die geforderte Aufnahme strafrechtlicher Ermittlungen gegen Regierungsmitglieder ab - mit Begründungen, die er Äußerungen der Beschuldigten selbst entnimmt (siehe u.a. Pressemitteilung Kay Nehm vom 21.04.99).

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