
Der Ausbruch Tausender Palästinenser aus Gaza ins benachbarte Ägypten ist der Versuch verzweifelter Menschen, die eklatant schlechte Versorgungslage im von Israel hermetisch abgeschnittenen “Feindgebiet” zu überwinden. Die Versorgung der rund 1,5 Millionen Palästinenser mit lebenswichtigen Gütern, Treibstoff und Medikamenten und anderem medizinischem Bedarf wurde von Israel als Repressalie gegen den palästinensischen Widerstand massiv reduziert.
„Sogar schwerkranke Patienten, die nur außerhalb des Gebiets lebenswichtige medizinische Behandlung bekommen können, werden an der Ausreise gehindert - wie die israelischen Ärzte für Menschenrechte (PHR Israel) berichteten,” erklärt das Bündnis "Stoppt die Mauer in Palästina". Das habe bisher schon über 60 Betroffenen das Leben gekostet.
Für das Bündnis aus deutschen Friedensorganisationen in dem die IPPNW mitarbeitet sind die Maßnahmen gegen das von Israel so genannte "Feindgebiet" Gaza schwerwiegende Verletzungen des Völkerrechtes sowie des humanitären Kriegsrechts. Die kollektive Bestrafung wehrloser Zivilbevölkerung ist nach international anerkannten Normen ein Kriegsverbrechen.
Von der deutschen Regierung und dem Ministerrat der Europäischen Union wird gefordert, die Resolution des Europäischen Parlaments gegen die Blockade Gazas sofort in praktische Maßnahmen umzusetzen: Es gelte die Versorgung der Menschen in vollem Umfang sicherzustellen, dazu die Finanzhilfe an die gewählte palästinensische Verwaltung wieder aufzunehmen, und gegenüber der israelischen Regierung darauf zu bestehen, dass das Menschenrecht auf freie Ein- und Ausreise in Gaza respektiert wird.
Das Bündnis unterstützt die Aktion von Gush Shalom und anderen israelischen Friedensorganisationen am 26. Januar am Übergang Erez dem palästinensischen Aktionspartner "Palestinian International Campaign to End the Siege on Gaza" lebensnotwendige Waren für die leidende Bevölkerung in Gaza zu übergeben.
Der Koordinationskreis "Stoppt die Mauer in Palästina" ruft dazu auf, diese konkrete Friedens- und Solidaritätsaktion durch Spenden auf folgendes Konto zu unterstützen: Pax Christi Bewe-gung. Kontonummer: 4000569017. Kreditinstitut PAX-BANK, KOELN BLZ 37060193. Verwendungszweck: Gush-Shalom-GAZA-Hilfs-Convoy
Jens-Peter Steffen, Tel: 030 - 69 80 74 13
Internationale Ärzte für die Verhütung des Atomkrieges (IPPNW) ; www.ippnw.de
E-Mail: steffen@ippnw.de
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