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IPPNW-Pressemitteilung vom 22.1.2015

Israelische Ärzte werfen Israel Verstöße gegen Völkerrecht vor

Gazakrieg: Unabhängiger Untersuchungsbericht der "Ärzte für Menschenrechte"

Aus: PHR-Bericht "Gaza2014", Foto: Activestilles/Anne Paq22.01.2015 

Die israelische Organisation "Ärzte für Menschenrechte" wirft der israelischen Regierung in einem gestern veröffentlichten Bericht zahlreiche Verstöße gegen das humanitäre Völkerrecht vor. Diese hätten zu hohen Opferzahlen unter der palästinensischen Zivilbevölkerung während des Gaza-Krieges im Sommer 2014 geführt. Anlässlich dieser Vorwürfe und des fortgesetzten israelischen Siedlungsbaus im Westjordanland fordert die IPPNW erneut den Stopp deutscher Waffenlieferungen nach Israel.

Gastbeitrag Huffingtonpost, 16.1.2015

Führt die Ukrainekrise zur atomaren Aufrüstung?

Rückkehr des Kalten Krieges

Xanthe Hall ist IPPNW-Abrüstungsexpertin.16.01.2015 

Die Zeichen für eine Neuauflage des Kalten Krieges nehmen bedrohlich zu. Die USA bauen die NATO-Präsenz in Mittel- und Osteuropa aus. Russland kündigt an, ihre Streitkräfte auf der Krim und in Kaliningrad zu verstärken. NATO-Kommandeur General Breedlove überlegt, mehr Militärübungen in der Ostseeregion als Reaktion auf russische Übungen im letzten Jahr anzusetzen. Zudem steht der Vertrag zur Beseitigung von nuklearen Mittelstreckenraketen (INF-Vertrag) aktuell auf der Kippe.

IPPNW-Pressemitteilung vom 16.12.2014

Humanitäre Hilfe statt Soldaten und Waffen

Bundeswehreinsatz im Irak

Ein Kind im nicht offiziellen Flüchtlingscamp Xanki. Foto: Sakine Kizilhan16.12.2014 

Die ärztliche Friedensorganisation IPPNW appelliert an die Bundesregierung, den Bundeswehreinsatz im Irak nicht auszudehnen. Stattdessen solle die humanitäre Hilfe noch weiter aufgestockt werden. Von dem ermittelten Bedarf an humanitärer Hilfe für den Irak in Höhe von 23 Milliarden US-Dollar sind laut UN bisher erst 31 % gedeckt. "Der Bundesregierung fehlt nach wie vor die Perspektive für eine politische Lösung in der Region. Statt im Irak aufzurüsten und Deutschland in einen langen Krieg in der Region zu involvieren, sollte sich die Bundesregierung mit Überzeugung für die Suche nach Friedenslösungen im Irak- und Syrienkrieg einsetzen, bzw. vorhandene Vorschläge aufgreifen. Der Kriegslogik muss endlich eine Friedenslogik entgegen gestellt werden", erklärt die IPPNW-Vorsitzende Susanne Grabenhorst.

Pressemitteilung vom 28.11.2014

Keine Waffen nach Nahost!

Online-Petition zum Waffenhandel gestartet

Protest gegen Rüstungsexporte vor dem Bundestag.28.11.2014 

Wirtschaftsminister Sigmar Gabriel hat eine restriktivere Rüstungsexportpolitik versprochen. Dennoch genehmigt er weiterhin Waffenexporte in Krisenregionen. Mehrere Friedensorganisationen - darunter IPPNW und pax christi haben zum Internationalen Tag der Solidarität mit dem palästinensischen Volk eine Online-Petition zum Waffenhandel mit allen Ländern des Nahen Ostens gestartet. Darin wird die Bundesregierung aufgefordert, den Handel mit Waffen, Rüstungsgütern und "Dual-Use"-Produkten mit allen Ländern des Nahen Ostens einzustellen, die am israelisch-palästinensischen Konflikt direkt beteiligt sind.

IPPNW-Pressemitteilung vom 5.11.2014

Keine Rüstungsexporte nach Israel

IPPNW fordert Beendigung der Besatzung und friedliche Lösung des Konflikts

UN-Schule in Gaza, die am 30.7.2014 von israelischen Bomben getroffen wurde. Creative Commons: UN Photo/Shareef Sarhan05.11.2014 

Amnesty international wirft Israel in ihrem heute veröffentlichten Bericht zum Gazakrieg Kriegsverbrechen und einen Verstoß gegen das internationale Völkerrecht vor. Anlässlich dieser Vorwürfe und des fortgesetzten israelischen Siedlungsbaus im Westjordanland kritisiert die IPPNW die erneuten Rüstungsverkäufe aus Deutschland nach Israel. Kürzlich hat die Bundesregierung entschieden, zwei Korvetten zur Sicherung der von Israel im Mittelmeer beanspruchten Gasfelder zu liefern. Das Geschäft wird für die israelische Regierung dadurch erleichtert, dass die Bundesregierung einen Preisnachlass von fast einem Drittel der Kaufsumme gewährt, die Summe von 300 Millionen Euro wird aus Steuergeldern finanziert.

Opferzahlen des sogenannten "Krieges gegen den Terror"

3. Auflage des IPPNW-Reports "Body-Count"

Nach dem Häuserkampf, Fallujah, Irak, Foto: Lance Cpl. James J. Vooris20.11.2014 

Allein aufgrund der US-Invasion im Jahr 2003 sind bis Ende 2013  schätzungsweise  zwischen einer und zwei Millionen IrakerInnen ums Leben gekommen. Dies sind ca. 5 % der gesamten Bevölkerung des Landes. Diese Zahl ist ein Indikator für das Ausmaß der Schäden für Gesellschaft und Infrastruktur. Zum Vergleich: Deutschland verlor im 2. Weltkrieg etwa 10% seiner Bevölkerung. Diese Zahlen sind das Ergebnis des IPPNW-Reports “Body Count – Opferzahlen nach zehn Jahren Krieg gegen den Terror Irak – Afghanistan – Pakistan”, der jetzt in der dritten aktualisierten Auflage vorliegt.

IPPNW-Pressemitteilung vom 7.10.2014

Milanrakete birgt gefährliche Langzeitfolgen

Waffenlieferungen für die kurdischen Peschmerga

Die Verteidigungsministerin informiert sich am 2.2014 in Hammelburg über den Stand der Ausbildung der kurdischen Soldaten. © Bundeswehr/Dana Kazda07.10.2014 

Verteidigungsministerin von der Leyen muss den Export der radioaktiven Panzerabwehrrakete Milan zurücknehmen und die Waffe vollkommen aus dem Verkehr ziehen. Das fordern die ärztliche Friedensorganisation IPPNW und die deutsche Koalition zur Ächtung von Uranwaffen – ICBUW Deutschland. 30 Panzerabwehrwaffen vom Typ Milan mit insgesamt 500 Raketen zum Einsatz gegen den IS werden an die kurdische Regionalregierung geliefert. Die kurdischen Peschmerga üben zurzeit in Hammelburg die Handhabung der Waffe.

IPPNW-Pressemitteilung vom 30.9.2014

Grenzen schließen für Waffen und Kämpfer – Grenzen öffnen für humanitäre Hilfe und Flüchtlinge

Menschenrechtsdelegation in die Kurdischen Autonomiegebiete (Irak/Syrien)

Flüchtlingslager Newroz bei Derik, Foto: Gisela Penteker30.09.2014 

VertreterInnen einer Menschenrechtsdelegation in die Kurdischen Autonomiegebieten im Nordirak und Rojava (Nordsyrien) fordern die Bundesregierung dringend auf, Einfluss auf die türkische Regierung auszuüben, die Grenze zu Syrien für Waffen und Kämpfer zu schließen. Zudem müsse das Embargo gegen die Selbstverwaltung und Menschen in Nordsyrien/Rojava sofort aufgehoben werden. Die humanitäre Hilfe für die yezidischen Flüchtlinge solle auf Rojava ausgeweitet werden. Das forderten Prof. Dr. Norman Paech, Völkerrechtler und IPPNW-Beiratsmitglied, Dr. med. Gisela Penteker, IPPNW-Ärztin und der Soziologe und Menschenrechtler Martin Dolzer, die vom 14.-24. September 2014 als Teil einer Menschenrechtsdelegation in die Kurdischen Autonomiegebiete im Nordirak und Nordsyrien (Rojava) gereist waren, heute auf einer Pressekonferenz in Berlin.

IPPNW-Pressemitteilung vom 20.9.2014

IS greift kurdische Selbstverwaltungsgebiete in Nordsyrien an

Menschenrechtsdelegation vor Ort

Kurdisches Autonomiegebiet in Nordsyrien. Foto: Gisela Penteker/IPPNW20.09.2014 

Vor wenigen Stunden erreichte uns in Qamislo, der Hauptstadt des Kantons Cizire, die Nachricht, dass der Kanton Kobane westlich von uns von allen Seiten mit schweren Waffen durch den IS angegriffen wird. Der Angriff wird dabei durch Waffen unterstützt, die von der Türkei per Bahn transportiert werden. Im Norden Syriens haben sich die Kurden gemeinsam mit sämtlichen dort lebenden Bevölkerungs- und Religionsgruppen in demokratischer Selbstverwaltung organisiert. Auf drei nicht zusammenhängende Kantone, Cizire, Kobane und Afrin verteilt leben rund 6 Millionen Menschen. Entlang der türkisch-syrischen Grenze liegen zwischen den drei Kantonen die von der dschihadistischen Terrororganisation Islamischer Staat (IS) eroberten Gebiete.

IPPNW-Pressemitteilung vom 11.9.2014

Keine Beteiligung an Neuauflage des "Krieges gegen den Terror"

13 Jahre Terroranschläge vom 11. September

Fallujah 2004, Bombardierung: Luftangriff auf Fallujah, Irak, Nov. 2004, photo by CPL Joel A. Chaverri11.09.2014 

Anlässlich des Jahrestages des 11. September fordert die ärztliche Friedensorganisation IPPNW die Bundesregierung auf, sich nicht an der von Barack Obama geplanten Allianz im Kampf gegen die Dschihadisten im Irak und Syrien zu beteiligen. Stattdessen solle sie sich dafür einsetzen, dass im Kampf gegen die IS gemäß dem Völkerrecht die Konfliktlösungsinstrumente der Vereinten Nationen zum Einsatz kommen. Auch appelliert die IPPNW an die Regierung, die geplante Auslieferung von Waffen in den Irak zurückzunehmen. Die IPPNW-Vorsitzende Susanne Grabenhorst warnte: "Eine Neuauflage des sogenannten `Krieges gegen den Terror` wird weitere Menschen, darunter viele Zivilisten, das Leben kosten, er wird die zivile Infrastruktur weiter zerstören – mit schrecklichen humanitären Folgen – und die Umweltverseuchung fortsetzen".

IPPNW-Pressemitteilung vom 10.9.2014

Geschäfte mit der Massenvernichtung – U-Boote für Israel

Tanin (2. Baulos) bei HDW in Kiel, Marco Kuntzsch, Wikipedia, http://creativecommons.org/licenses/by/3.010.09.2014 

Im Rahmen der Kampagne "Atomwaffen - ein Bombengeschäft" protestiert die ärztliche Friedensorganisation IPPNW mit anderen Friedens- und Umweltgruppen gegen die Finanzierung von Atomwaffensystemen durch deutsche Finanzinstitute. Dazu gehören auch deutsche U-Boote der Dolphin-Klasse. Laut Aussage eines israelischen Marinekommandeurs wird das vierte deutsche U-Boot in rund 20 Tagen in Israel eintreffen. ExpertInnen gehen davon aus, dass dieses U-Boot atomar bestückte Raketen abfeuern kann. Damit stellt es einen wichtigen Faktor für Israels „Abschreckung“ gegenüber dem Iran dar.

Ein Gastbeitrag von Susanne Grabenhorst auf ntv.de

Was Deutschland tun sollte

IS-Terror im Nordirak

03.09.2014 

Deutschlands Waffenlieferung in den Nordirak ist ein Tabubruch. Damit verstößt die Bundesregierung erstmals offen gegen das Außenwirtschafts- und Kriegswaffenkontrollgesetz und das Friedensgebot des Grundgesetzes. Dabei ist klar, dass Waffenlieferungen nicht alternativlos sind. Keine Waffen zu liefern, ist nicht gleichbedeutend mit Nichtstun. Die Bundesregierung kann umfassende humanitäre Hilfe leisten für die Versorgung der Hunderttausenden von Flüchtlingen. 50 Millionen Euro humanitärer Hilfe gegenüber 80 Millionen Euro für Waffen setzen hier ein beschämendes Zeichen.

IPPNW-Pressemitteilung vom 21.8.2014

Ärzteorganisation kritisiert Tabubruch deutscher Außenpolitik

Waffenlieferung an Kurden im Irak

Yezidische Flüchtlinge im Newroz-Camp nahe Al Quamishli, Foto: UNHCR21.08.2014 

Die ärztliche Friedensorganisation IPPNW kritisiert den erneuten Tabubruch deutscher Außenpolitik. "Mit dieser Entscheidung konterkariert die Bundesregierung ihr Versprechen einer zurückhaltenderen Waffenexportpolitik und ignoriert einmal mehr den Willen der Bevölkerung, die sich laut einer Forsa-Frage zu fast zwei Dritteln gegen Waffenlieferungen ausgesprochen hat", erklärt die IPPNW-Vorsitzende Susanne Grabenhorst. Deutschland werde so zur Kriegspartei in einem Land, dessen Bevölkerung seit Jahrzehnten schreckliche Gewalterfahrungen machen muss, insbesondere seit dem Irakkrieg der USA und ihrer Unterstützer 2003.

IPPNW-Pressemitteilung vom 15.8.2014

Friedenslogik statt Kriegslogik fördern

Diskussion um Waffenlieferungen in den Irak

Yeziden auf einer Demonstration in Köln, Foto: Flickr, strassenstricke.net15.08.2014 

Anlässlich der Gewalteskalation im Irak fordert die ärztliche Friedensorganisation IPPNW die Bundesregierung auf, die humanitäre Hilfe drastisch aufzustocken anstatt Waffen und Rüstungsgüter in die Region zu liefern. Das betrifft auch Waffenlieferungen an Saudi-Arabien und Katar. Rüstungsexporte an Konfliktbeteiligte verstoßen gegen die gültigen Richtlinien für Waffenexporte und würden zu einem weiteren Präzedenzfall für spätere Konflikte. Die Bundesregierung müsse zudem auf die Türkei einwirken, Waffenlieferungen an islamische Dschihadisten zu verhindern. Notwendig sei die zügige Einrichtung humanitärer Korridore zwischen den Truppen des "Islamischen Staats" (IS), den Flüchtenden und anderen Teilen des Iraks durch die UN.

Brief von Prof. Norman Paech an Matthias Jochheim

Legenden des Gazakonfliktes

Norman Paech, Emeritierter Professor für Völkerrecht und IPPNW-Beiratsmitglied09.08.2014 

Zwei Legenden prägen die Berichterstattung und Kommentierung dieses neuesten Krieges gegen Gaza: Israel handele in Ausübung seines Selbstverteidigungsrechts und die Situation sei zwischen Israelis und Palästinensern so verfahren und aussichtslos, dass niemand eine Lösung dieser mörderischen Verklammerung wisse. Beide Legenden sind alt und beherrschen schon seit Jahrzehnten die Druckspalten und Sender der Medien. Beide sind grundfalsch, haben sich aber durch ihre permanente Wiederholung tief in das allgemeine Bewusstsein der Öffentlichkeit eingraviert.

IPPNW-Pressemitteilung vom 7.8.2014

IPPNW zum Gaza-Krieg: Waffenstillstand jetzt!

Sofortiger Stopp aller Waffenexporte an Kriegsparteien und Aussetzen des EU-Assoziierungsabkommens mit Israel

Gaza im Juli 2014/Photo: Iyad al Baba/Oxfam, creativecommons.org/licenses/by-nc-nd/2.007.08.2014 

Die deutsche Sektion der ärztlichen Friedensorganisation IPPNW erneuert in einer Erklärung ihre Forderung nach einem anhaltenden Schweigen der Waffen in der Konfrontation in und um Gaza, und verlangt von der Bundesregierung und den EU-Staaten mehr Druck auf alle beteiligten Kriegsparteien auszuüben. 

IPPNW-Pressemitteilung vom 29.7.14

Das Sterben in Gaza muss aufhören: Waffenstillstand und sofortige Öffnung der Grenzen!

IPPNW-Ärztinnen und Ärzte fordern Einhaltung der Genfer Konvention

Zerstörte Häuser in Gaza, Juli 2014. Foto: Mohammed Al Baba/Oxfam/creativecommons.org/licenses/by-nc-nd/2.029.07.2014 

Die humanitäre Situation und die medizinische Versorgungslage der Zivilbevölkerung im Gazastreifen wird immer unerträglicher. Jetzt musste das einzige Kraftwerk abgeschaltet werden, nachdem es durch das Bombardement schwer beschädigt wurde. Zahlreiche medizinische Hilfsorganisationen und UN-Institutionen berichten über erschreckende Zustände auch und vor allem bezüglich der medizinischen Versorgung der Bevölkerung.

IPPNW-Pressemitteilung vom 3.7.2014

Den Kreislauf von Gewalt und Gegengewalt beenden

Eskalation der Gewalt im Westjordanland und Gazastreifen

Friedenstaube des Graffiti-Künstlers Banksy in Bethlehem mit kugelsicherer Weste. Foto: IPPNW03.07.2014 

Die IPPNW ist in größter Sorge, dass die Situation im Westjordanland und im Gazastreifen weiter eskaliert. Die ärztliche Friedensorganisation hat an den israelischen Botschafter in Berlin, Yakov Hadas-Handelsman, appelliert, sich gegenüber seiner Regierung dafür einzusetzen, den Kreislauf von Gewalt und Gegenwalt endlich zu beenden.

IPPNW-Pressemitteilung vom 20.6.2014

Bundesregierung muss Flüchtlinge aus dem Irak aufnehmen

Hunderttausende Menschen auf der Flucht

Irakische Frau aus Mosul mit ihrem Sohn im Garmava-Flüchtlingscamp. Foto: UNHCR, S. Baldwin20.06.2014 

Laut UNO hat die Gewalt der ISIS-Miliz im Irak Hunderttausende zur Flucht gezwungen. Die ärztliche Friedensorganisation IPPNW fordert die Bundesregierung am Weltflüchtlingstag auf, großzügig irakische Flüchtlinge aufzunehmen. Deutschland ist jetzt gefragt, den hilfesuchenden Menschen aus Syrien und dem Irak schnell und unbürokratisch zu helfen.

IPPNW-Pressemitteilung vom 10.6.2014

Zwangsernährung riskiert weitere Eskalation

Hungerstreikende Palästinenser

Mehr als 100 palästinensischen Häftlinge protestieren seit über 6 Wochen mit einem unbefristetem Hungerstreik gegen ihre Administrativhaft. Grafik: PHR Israel10.06.2014 

Die deutsche Sektion der ärztlichen Friedensorganisation IPPNW begrüßt die Weigerung israelischer Ärzte, die mehr als 100 palästinensischen Administrativhäftlinge, die sich weit über 6 Wochen im unbefristetem Hungerstreik befinden, zwangszuernähren. Der Weltärztebund hat die Praxis der Zwangsernährung für unethisch erklärt. Die IPPNW fordert den deutschen Außenminister Frank-Walter Steinmeier stattdessen in einem Brief auf, seine Verbindungen zu den israelischen Regierungsstellen zu nutzen, die sich anbahnende medizinische und politische Katastrophe zu verhindern. Nur durch Gespräche über die Abschaffung der israelischen Administrativhaft könne die aktuelle Krise entschärft werden.

Pressemitteilung vom 7.5.2014

Die Waffen müssen schweigen: Mehr Aktionen für Frieden sind notwendig

Kooperation für den Frieden fordert Deeskaltion statt Konfrontation

Nickolay Vinokurov / Shutterstock.com07.05.2014 

Die Situation in der Ukraine ist mehr als kritisch. Eine Dynamik hin zu Krieg – auch über die Grenzen der Ukraine hinaus – scheint in Gang geraten zu sein. Die Kooperation für den Frieden, ein Dachverband der Friedensbewegung, dem mehr als 50 friedenspolitische Organisationen und Initiativen angehören, fordert die Akteure in Ost und West auf, alles zu vermeiden, was die Situation in der Ukraine weiter verschärft.

Kommentar von Dr. Sabine Farrouh, Huffingtonpost

Hoffnung auf ein Signal für Gerechtigkeit

Papst Franziskus im Heiligen Land

Ankündigung des Papstbesuches in Bethlehem, Foto: Wilmen, IPPNW23.05.2014 

Die Palästinenser setzen große Hoffnung auf den Besuch von Papst Franziskus im Heiligen Land. „Die Welt hat uns vergessen", hörten wir bei unserer Begegnungsfahrt durch Palästina und Israel immer wieder von unseren palästinensischen Gastgebern, „unser Leben wird immer schwerer und unsere jungen Leute verlassen das Land, wenn sie die Möglichkeit dazu haben."

Friedensratschlag und Kooperation für den Frieden

Gemeinsame Sicherheit statt Konfrontation

Über den Ostermarsch hinaus

Teilnehmer des Friedensmarsches in Moskau am 14.3.14, Foto: www.ytpage.com/2014/03/War-is-over-if-you-want-it.html16.04.2014 

Die sich in den letzten Wochen zuspitzende Krise in der und um die Ukraine war bei der Abfassung der meisten Ostermarschaufrufe unberücksichtigt geblieben. Die Friedensbewegung hat zu den andauernden Auseinandersetzungen in der Ukraine keine abschließenden Urteile, wohl aber gemeinsame Positionen, die sich aus ihren auf Gewaltfreiheit und Völkerrecht beruhenden Grundüberzeugungen ergeben.

IPPNW-Aktion

Frieden in Europa nur mit Russland

Ukraine-Krise: Schreiben an Kanzlerin und Außenminister

Friedensglobus auf dem Unabhängigkeitsplatz in Kiew, Foto: shutterstock

Der Konflikt in der Ukraine eskaliert weiter, Sanktionen der einen Seite werden wiederum mit Sanktionen beantwortet. Dem Land droht noch immer ein Bürgerkrieg, der sich schnell zu einem Stellvertreterkrieg zwischen dem Westen und Russland ausweiten könnte. In der Tradition der IPPNW, durch zivilgesellschaftlichen Einsatz Spaltungen zu überwinden, hat die Ärzteorganisation ihre Mitglieder aufgefordert, in Schreiben an Bundeskanzlerin Angela Merkel und Außenminister Frank-Walter Steinmeier ihre Sorge auszudrücken, dass der Konflikt weiter zu eskalieren droht: "Die Isolationsstrategie gegenüber Russland ist politisch falsch und absehbar zum Scheitern verurteilt. Frieden in Europa kann es nur in einer partnerschaftlichen Kooperation mit Russland geben", heißt es in dem Briefvorschlag. Machen Sie mit und schreiben Sie per Email an Merkel und Steinmeier.

IPPNW-Pressemitteilung vom 20.1.2014

Waffenstillstand und Verhandlungen ohne Vorbedingungen

Krieg in Syrien

Die Hilfsgüter des Roten Halbmondes gelangen nicht in alle Teile Syriens.20.01.2014 

Die ärztliche Friedensorganisation IPPNW erhofft sich von der internationalen Syrien-Friedenskonferenz ("Genf-II") in Montreux nach fast drei Jahren Gewalt und Zerstörung konkrete Fortschritte im Hinblick auf ein Ende des Krieges, z.B. die Vereinbarung lokaler und regionaler Waffenstillstände. Sie fordert die Bundesregierung auf, sich dafür einzusetzen, dass bei der Konferenz alle am Krieg beteiligten inländischen und ausländischen Kräften ohne Vorbedingungen einbezogen werden. Ziel der Konferenz müsse ein demokratisches, multi-ethnisches und multi-religiöses Syrien sein.

Pressemitteilung vom 6.1.2014

Keine Rüstungsexporte mehr in Spannungsgebiete und an Diktaturen

pax christi und IPPNW fordern zurückhaltende Rüstungsexportpolitik

IPPNW-Protest gegen Rüstungsexporte am 14.5.2013 in Berlin, Foto: IPPNW06.01.2014 

Die katholische Friedensbewegung pax christi und die ärztliche Friedensorganisation IPPNW verlangen von Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel (SPD) einen deutlich erkennbaren Wechsel in der Rüstungsexportpolitik. Im Wahlkampf und in den Koalitionsverhandlungen habe die SPD das Ziel vertreten, keine Rüstungsexporte in Spannungsgebiete und an Diktaturen mehr zuzulassen.

IPPNW-Pressemitteilung vom 26.11.2013

Krieg macht krank

Studie zu Belastungsstörungen bei deutschen Soldaten

Bei jedem zweiten Bundeswehrsoldaten, der mit einer psychischen Störung vom Auslandseinsatz zurückkehrt, bleibt die Erkrankung unerkannt. Das geht aus einer neuen Studie der TU Dresden hervor.26.11.2013 

Die ärztliche Friedensorganisation IPPNW fordert nach dem Auslaufen des ISAF-Mandats den vollständigen Abzug deutscher Streitkräfte aus Afghanistan. Die heute veröffentlichte Studie zum Thema "Posttraumatische Belastungsstörungen bei Soldaten" der Technischen Universität Dresden zeigt einmal mehr: Krieg tötet nicht nur, er macht auch krank. „Verbesserte Voruntersuchungen von SoldatInnen auf psychische Risikofaktoren sind jedoch keine Lösung. Wirkliche Prävention besteht darin, sie nicht in diese Einsätze zu schicken“, erklärt die IPPNW-Vorsitzende Susanne Grabenhorst.

Wer B- und C-Waffen verbietet, kann auch A-Waffen ächten

Friedensnobelpreisträger IPPNW gratuliert OPCW

Chemiewaffenopfer im Iran. Foto: IPPNW11.10.2013 

Die deutsche Sektion der Internationalen Ärzte für die Verhütung des Atomkrieges (IPPNW), und Friedensnobelpreisträger von 1985 begrüßt die Entscheidung des Nobelpreiskomitees, die Organisation für das Verbot chemischer Waffen (OPCW) auszuzeichnen „Das Verbot von Chemiewaffen ist eine Errungenschaft der internationalen Zivilgesellschaft und der Diplomatie, ebenso wie das Verbot biologischer Waffen. Jetzt ist es an der Zeit, dass Atomwaffen aufgrund ihrer katastrophalen humanitären Folgen ebenfalls verboten und vernichtet werden,“ erklärt Xanthe Hall, Abrüstungssprecherin der IPPNW.

IPPNW-Pressemitteilung vom 12.9.2013

Mehr Flüchtlinge aufzunehmen ist ein Gebot der Humanität

Aufnahme syrischer Flüchtlinge

Syrische Flüchtlinge im Domiz Camp im Irak, Foto: Jodi Hilton/IRIN12.09.2013 

Die ärztliche Friedensorganisation IPPNW hat Bundesinnenminister Friedrich heute in einem Brief aufgefordert, das Flüchtlingskontingent aufgrund der katastrophalen humanitären Situation in Syrien und den Nachbarstaaten deutlich aufzustocken. „Angesichts von mindestens 4.000.000 Binnenflüchtlingen im syrischen Kriegsgebiet und 2.000.000 syrischen Flüchtlingen in den Nachbarländern handelt es sich bei den 5.000 Menschen um eine beschämend geringe Zahl. Das menschliche Leid hat durch die Kriegssituation ein unvorstellbares Ausmaß angenommen“, erklärt Dr. Sabine Farrouh, IPPNW-Vorstandsmitglied.

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[Brief an Bundesinnenminister Friedrich]

„(Drohnen)Krieg gegen den Terror“ beenden

12 Jahre Terroranschläge vom 11. September

Drohnenfernsteuerung, Irak, August 2007, Foto: Master Sergeant Steve Horton11.09.2013 

Die ärztliche Friedensorganisation IPPNW fordert anlässlich des Jahrestages des 11. September 2001 ein Ende des sogenannten „Krieges gegen den Terror“. Laut dem IPPNW-Report "Body Count" kosteten allein die militärischen Interventionen im Irak, Afghanistan und Pakistan bis zu 1,7 Millionen Menschen das Leben. Beendet werden muss nach Ansicht der Ärzteorganisation auch der „Drohnenkrieg“, den Barack Obama seit seinem Amtsantritt deutlich intensiviert hat. „Wir fordern die völkerrechtliche Ächtung bewaffneter Drohnen und appellieren an die Bundesregierung, auf den Ankauf von Drohnen zu verzichten“, erklärt die IPPNW-Vorsitzende Susanne Grabenhorst.

IPPNW-Pressemitteilung vom 28.08.2013

Keine Militärintervention in Syrien

Die IPPNW lehnt eine Militärintervention in Syrien ab.28.08.2013 

Die Ärzteorganisation (IPPNW) lehnt eine Militärintervention in Syrien ab. Es kann nur eine diplomatische Lösung des Konflikts geben. Die Kriegsvorbereitungen müssen sofort gestoppt werden. „Wir fordern die Bundeskanzlerin Angela Merkel auf, jedwede Beteiligung Deutschlands an einem Krieg gegen Syrien öffentlich auszuschließen und keine weiteren Waffen mehr in umliegende Länder zu liefern“, erklärt die IPPNW-Vorsitzende Susanne Grabenhorst. Ausgeschlossen werden müssen auch die Lieferung von Dual-Use-Gütern, die Entsendung von Ausbildern oder eine entsprechende Unterstützung der syrischen Konfliktparteien durch ihre jeweiligen Verbündeten. Die Entscheidung der Europäischen Union über eine Lockerung von Rüstungslieferungen an syrische Rebellen muss sofort wieder aufgehoben werden.

IPPNW-Pressemitteilung vom 18.6.2013

Keine Strafverfolgung von Ärzten, Medizinstudenten und Pflegekräften

Demonstrationen in der Türkei

Unruhen in Istanbul: Mann hilft Tränengasopfer, Foto: Flickr, Eser Karadag18.06.2013 

Die Ärzteorganisation IPPNW fordert die deutsche Bundesregierung auf, mäßigend auf den türkischen Ministerpräsidenten Erdogan einzuwirken. Er sollte sicher stellen, dass ärztliches Personal ungehindert und ohne Strafandrohung verletzten Demonstranten Hilfe leisten kann. Das Recht auf medizinische Versorgung ist ein elementares Grundrecht. Ärzte sind verpflichtet, Patienten ohne Ansehen der Person zu helfen. Ebenso stellen die brutalen polizeilichen Übergriffe einen gravierenden Eingriff in die Menschen- und Bürgerrechte dar. Die Polizisten haben bei der Auseinandersetzung mit den Demonstranten Tränengasgeschosse gezielt auf die Köpfe der Menschen gerichtet und nicht etwa in die Luft geschossen. Teilweise schossen die Polizisten sogar mit Pistolen, wodurch ein Demonstrant in Ankara getötet wurde.

IPPNW-Pressemitteilung vom 12.6.2013

IPPNW: Syrien nicht zum „Kriegs-Tatort“ ausländischer Intervention machen

Der Westen muss den Flüchtlingen und Vertriebenen großzügiger helfen

Auch dieses Bild ist verstörend: Ein Kinderrebell in Syrien. Falsch ist aber, daraus den Ruf nach einem "Kriegseintritt" des Westens abzuleiten, so die IPPNW.12.06.2013 

Die Nachrichten über das Leid der Menschen in Syrien sind besorgniserregend. Es ehrt jeden davon tief berührt zu sein, besonders wenn es aus eigener Kenntnis herrührt, wie bei "Tatort"-Schauspieler Jan-Josef Liefers. Falsch ist aber, daraus den Ruf nach einem "Kriegseintritt" des Westens in den Konflikt abzuleiten.

Kongress gegen Kleinwaffen: Den Opfern eine Stimme geben

Internationaler Kleinwaffen-Kongress „Zielscheibe Mensch“ vom 30.5.-2.6.2013

IPPNW-Kongress "Zielscheibe Mensch" vom 30.5.-2.6.2013 in Villingen17.05.2013 

Die Rüstungsfirma Heckler & Koch hat zugegeben, illegal Sturmgewehre nach Mexiko geliefert zu haben. Dieses späte Geständnis erfolgte aufgrund von Ermittlungen der Staatsanwaltschaft wegen Verstößen gegen das Außenwirtschaftsgesetz und das Kriegswaffenkontrollgesetz. Der Rüstungsgegner Jürgen Grässlin hatte bereits im Jahr 2010 gegen führende Manager von Heckler & Koch wegen des Verdachts illegaler G36-Gewehrexporte nach Mexiko Strafanzeige erstattet. Doch die Rüstungsfirma liefert auch ganz legal mit Genehmigung des Bundessicherheitsrats in alle Welt.

IPPNW-Pressemitteilung vom 26.4.2013

IPPNW fordert unabhängige Untersuchung der Giftgasvorwürfe

Syrien

Syrischer Junge in Aleppo. Hier soll angeblich ein Sarin-Angriff stattgefunden haben.26.04.2013 

Die Geheimdienste aus Israel, den USA und Großbritannien behaupten, dass die Regierung Assad gegen die Aufständischen und gegen ihre eigene Bevölkerung Giftgas eingesetzt habe. Dieser geäußerte Verdacht erinnert Susanne Grabenhorst, Vorsitzende der friedenspolitischen ÄrztInnenorganisation IPPNW, an vergangene Kriegsrechtfertigungen: „Um Menschen von der Notwendigkeit von Kriegen zu überzeugen, sind schon immer Beschuldigungen der gegnerischen Partei benutzt worden und sehr oft haben sie sich als haltlos oder als klare Lügen herausgestellt."

IPPNW-Pressemitteilung vom 18.3.2013

Schätzungsweise 1,5 Millionen Iraker sind durch den Krieg ums Leben gekommen

10. Jahrestag der US-geführten Invasion im Irak

Wikileaks-Video "Collateral Murder" von 200718.03.2013 

Der Irak hat durch die Invasion im Jahr 2003 bis Anfang 2012 schätzungsweise 1,5  Millionen Todesopfer durch kriegerische Gewalteinwirkung zu verzeichnen. Das ist das Ergebnis des IPPNW-Reports "Body Count - Opferzahlen nach zehn Jahren Krieg gegen den Terror Irak – Afghanistan – Pakistan", der nun in einer zweiten aktualisierten Auflage vorliegt. Grundlage für die ermittelte Zahl der Opfer im Irak ist unter anderem die 2006 publizierte medizinisch-epidemiologische Studie in der Zeitschrift Lancet über den Anstieg der Mortalität im Irak durch die Militärintervention. Für eine Abschätzung der aktuellen Opferzahlen hat die Autorengruppe der IPPNW im "Body Count", die von der Lancet-Studie bis Juli 2006 ermittelten Zahlen mit weiteren Studien und Daten verglichen und Opferzahlen aus dem weiteren Kriegsverlauf bis 2012 einbezogen.

IPPNW-Pressemitteilung vom 28.2.2013

Sanktionen sind ein langsames Gift, keine Medizin

Nach den Verhandlungen über iranisches Atomprogramm

Im Iran fehlen beispielsweise lokal wirkende Immunsuppressiva für Augenoperationen und Impfstoffe gegen Pneumonien, Foto: IPPNW28.02.2013 

Die deutsche Sektion der IPPNW appelliert nach den Verhandlungen in Kasachstan über das iranische Atomprogramm an Außenminister Guido Westerwelle, sich für eine Aufhebung der Sanktionen gegen den Iran stark zu machen. Sanktionen sind kontraproduktiv für eine Lösung des Irankonflikts, denn sie treffen hauptsächlich die Zivilbevölkerung. Erfahrungen mit den Sanktionen gegen den Irak lehren zudem, dass sie Teil einer Eskalationsspirale sind, die in einen Krieg münden kann. Die IPPNW fordert stattdessen schon seit Langem einen Stopp des Rüstungsexports in die Region sowie Verhandlungen über eine Zone frei von Massenvernichtungswaffen im Nahen und Mittleren Osten.

IPPNW-Pressemitteilung vom 30.1.2013

Ohne Menschenrechte kein Frieden in Afghanistan

Grundrechte auf Unversehrtheit, Gesundheit und Nahrung haben keinen Platz

Mehr als die Hälfte der Kinder in Afghanistan leidet unter chronischer Unterernährung. Foto: Medair30.01.2013 

Voraussetzung für Frieden in Afghanistan ist zivilgesellschaftliches Engagement. Dafür ist ein Abzug der ausländischen Truppen aus Afghanistan samt der privaten Militär- und Sicherheitsfirmen unabdingbar. Anlässlich der morgigen Bundestagsabstimmung über die Verlängerung des Bundeswehreinsatzes in Afghanistan fordert die ärztliche Friedensorganisation IPPNW von der Bundesregierung finanzielle Hilfen ausschließlich für zivile Projekte zu verwenden. Die ersten elf Jahre des Bundeswehreinsatzes in Afghanistan haben mehr als 7 Milliarden Euro gekostet. Dem standen nur 2,13 Milliarden für Wiederaufbau und Entwicklung des Landes gegenüber.

IPPNW-Pressemitteilung vom 28.1.2013

Regionale UN-Konferenz statt Krieg gegen den Iran

Forsa-Umfrage zum iranischen Atomprogramm

Atomwaffenfreie Zone Naher und Mittlerer Osten, Grafik: IPPNW28.01.2013 

Eine große Mehrheit der deutschen Bevölkerung sieht in einer UN-Konferenz für eine massenvernichtungswaffenfreie Zone im Nahen und Mittleren Osten eine Alternative im Konflikt um das iranische Atomprogramm. Das ergab eine von der IPPNW beim Meinungsforschungsinstitut Forsa in Auftrag gegebene Umfrage. „Das sich seit längerem abzeichnende Scheitern der westlichen Sanktionspolitik droht immer mehr, in einen Krieg gegen den Iran zu münden. Mit der Wiederwahl von Benjamin Netanjahu in Israel steigt diese Gefahr. Vor diesem Hintergrund wäre die Konferenz ein wichtiger Beitrag für Frieden und Sicherheit der Menschen in der Region. Gleichzeitig würden auch die israelischen Atomwaffen thematisiert werden. Die Bundesregierung muss sich jetzt vehement und öffentlich dafür einsetzen, dass die Konferenz dieses Jahr stattfindet“, fordert Christoph Krämer, stellvertretender Vorsitzender der deutschen IPPNW-Sektion.

IPPNW-Presseinformation vom 15.1.2013

IPPNW appelliert: Verhandlungen statt Krieg

UN-Sicherheitsrat befürwortet militärische Intervention in Mali

Uranabbaukonferenz in Bamako vom 16.-18.3.201215.01.2013 

Die ärztliche Friedensorganisation IPPNW fordert Bundesaußenminister Guido Westerwelle auf, sich trotz der militärischen Eskalation in Mali für politische Verhandlungen einzusetzen. Frankreich im Krieg gegen islamistische Rebellen zu unterstützen sei dagegen der falsche Weg. „Internationale Militäreinsätze können die tiefgreifende politische und ökonomische Krise in Mali nicht lösen, sondern werden weitere Kämpfer gegen den Westen mobilisieren“, erklärt Matthias Jochheim, IPPNW-Vorsitzender.

IPPNW-Presseinformation vom 12.12.2012

Deutschland darf keine Kriegspartei werden

Diplomatische Bemühungen für Syrien stärken

PATRIOT Launcher (Quelle: Luftwaffe/Ingo Bicker)12.12.2012 

An die Fraktionen des deutschen Bundestags gerichtet fordert die Ärzteorganisation IPPNW die Bundestagsabgeordneten auf, sich gegen die Entsendung von Patriot-Raketen und den Einsatz der AWACS-Aufklärer mit den entsprechenden Soldaten auszusprechen und statt dessen eine entschiedenere Unterstützung des UN-Beauftragten Lakhdar Brahimi zu fordern. Noch ist eine diplomatische Lösung des syrischen Bürgerkrieges möglich.

IPPNW-Pressemitteilung vom 7.11.2012

Syrien: Friedlicher Wandel durch Dialog

Vertreter der Bewegung „Building the Syrian State“ zu Gast in Berlin

Louay Hussein, Schriftsteller, Journalist und Präsident der Bewegung "Building the Syrian State"07.11.2012 

Louay Hussein, Schriftsteller, Journalist und Präsident der Bewegung „Building the Syrian State“ und Mouna Ghanem, Ärztin und syrische Frauenrechtlerin haben anlässlich ihres Besuches in Berlin einen fundamentalen Wandel für Syrien gefordert. Die aktuelle Eskalation der Gewalt stehe einer wirklichen Demokratisierung Syriens entgegen. Die Bewegung „Building the Syrian State“ ist Teil der innersyrischen Opposition. Sie steht nicht unter dem Einfluss ausländischer Interessen und ist in Europa bisher kaum bekannt. Die Vertreter von „Building the Syrian State“ sind überzeugt, dass ein gewaltfreier Wandel in ihrem Land möglich ist. Dazu sei es aber notwendig, dass das Ausland nicht mehr wie bisher, vor allem die militanten Teile der Opposition unterstütze, weil dies dem friedlichen Prozess im Lande immer weniger Raum lasse.

IPPNW-Presseinformation vom 22.10.2012

Dialog statt Bomben

Kein Krieg gegen den Iran – Sanktionen aufheben

Dialog statt Bomben - Kein Krieg gegen den Iran22.10.2012 

Die 1985 mit dem Friedennobelpreis ausgezeichnete Ärzteorganisation IPPNW verurteilt die jüngsten EU-Sanktionen. „Sie sind kontraproduktiv für eine Lösung des Irankonflikts und schaffen enormes Leid für die iranische Zivilbevölkerung“, erklärt der IPPNW-Vorsitzende Matthias Jochheim. Er fordert die deutsche Bundesregierung auf, sich stattdessen für eine massen-vernichtungswaffenfreie Zone im Nahen und Mittleren Osten einzusetzen. Angela Merkel solle sich dafür stark machen, dass sowohl Israel als auch der Iran an der für den 14.-16. Dezember 2012 in Helsinki geplanten Konferenz teilnehmen, auf der über Schritte zu einer Zone frei von Massenvernichtungswaffen im Mittleren und Nahen Osten beraten werden soll.

Gastbeitrag zur UN-Konferenz in der FR

Die EU als Friedensmacher

Von Mohssen Massarat

Mohssen Massarat24.10.2012 

Die Vereinten Nationen haben sich auf eine Konferenz geeinigt, in der über eine Zone ohne Massenvernichtungswaffen im Nahen Osten verhandelt werden soll. Von der Öffentlichkeit weitgehend unbemerkt, hat sich die UN vor einiger Zeit auf eine Konferenz verständigt, in der über den Mittleren und Nahen Osten als massenvernichtungsfreie Zone verhandelt werden soll. Sie wurde 2010 im Rahmen der NPT-Überprüfungskonferenz der Mitgliedstaaten des Atomwaffensperrvertrages beschlossen. Jaakko Laajava, Staatssekretär in Finnlands Außenministerium, wurde als Koordinator eingesetzt.

IPPNW-Presseinformation vom 10.9.2012

IPPNW trauert um die Opfer kriegerischer Gewalt

11 Jahre Terroranschläge vom 11. September

Nach dem Häuserkampf, Fallujah, Irak, Nov. 2004, Foto: Lance Cpl. James J. Vooris10.09.2012 

Die ärztliche Friedensorganisation IPPNW erinnert anlässlich des morgigen Jahrestages vom 11. September an die Opfer der Terroranschläge und des sogenannten "Krieges gegen den Terror". "Wir trauern nicht nur um die 3.000 Menschen, die am 11. September 2001 ums Leben gekommen sind, sondern auch um die zahlreichen Opfer der Kriege in Afghanistan und Pakistan, im Irak und am Horn von Afrika", erklärt der IPPNW-Vorsitzende Matthias Jochheim.

IPPNW-Pressemitteilung vom 31.7.2012

Waffenstillstand und Achtung des humanitären Völkerrechts

Frieden für Syrien

Zehntausende Iraker verlassen Syrien wegen Gewalt, Foto: UNHCR, P. Moore31.07.2012 

Angesichts des eskalierenden Bürgerkriegs in Syrien ruft die IPPNW alle Beteiligten zu einem Waffenstillstand auf. Die Ärzteorganisation mahnt alle Seiten, die Vorgaben des humanitären Völkerrechts in kriegerischen Konflikten, insbesondere die Regeln zum Schutz der Zivilbevölkerung vor den Auswirkungen des Krieges, einzuhalten. Die Bereitschaft, die Waffen niederzulegen, soll durch überzeugende Angebote zur ökonomischen Kooperation und Unterstützung gefördert werden.

Syrien: Das Blutvergießen stoppen – zivile gewaltfreie Kräfte stützen

Diskussionspapier der Kooperation für den Frieden

Friedlicher Protest in Syrien, Foto: Flickr18.07.2012 

Mit großer Sorge beobachten die in der Kooperation für den Frieden zusammengeschlossenen Organisationen und Initiativen - darunter die IPPNW - die Eskalation des politischen und gesellschaftlichen Konflikts in Syrien. Die Bereitschaft, die Auseinandersetzungen schwer bewaffnet zu führen, scheint bei vielen Konfliktbeteiligten zu wachsen. Unter den Folgen dieser Gewaltspirale werden besonders jene Teile der Bevölkerung leiden, die sich bislang den friedlichen Wandel der syrischen Gesellschaft auf die Fahnen geschrieben haben und gewaltfrei ihre Forderungen nach mehr Rechten und Demokratie vertreten. Wir befürchten, dass die erfahrene Gewalteskalation mit der ihr eigenen Logik weitere Teile dieser bislang friedlichen zivilen Kräfte in den bewaffneten Kampf führen kann.

IPPNW-Pressemitteilung vom 18.5.2012

Body Count - Opferzahlen nach 10 Jahren "Krieg gegen den Terror"

Zu einer realitätsnahen Schätzung der Opfer asymmetrischer Kriege

Nach dem Häuserkampf, Fallujah, Irak, Foto: Lance Cpl. James J. Vooris18.05.2012 

Der "Krieg gegen den Terror" hat allein im Irak, Afghanistan und Pakistan zu 1,7 Millionen Todes-Opfern geführt. Das ist das Ergebnis des IPPNW-Reports "Body Count - Opferzahlen nach zehn Jahren Krieg gegen den Terror". "Präzisionswaffen ändern nichts am hohen Prozentsatz getöteter Zivilisten in asymmetrischen Kriegen", erklärt IPPNW-Vorstandsmitglied Dr. Jens Wagner. Der Einsatz von Phosphorbomben, Streumunition, DIME- und Uranmunition sowie das brutale Vorgehen der Besatzungstruppen zum Beispiel in Fallujah und Basrah zeigten das unmenschliche Gesicht des Krieges.

Pressemitteilung vom 10.5.2012

IPPNW-ÄrztInnen fordern ein Nein zur Atalantamission

Statt weiteres militärisches Handeln umfassende Hilfsprogramme für Somalia und die Region

Deutsche Fregatte, Atalanta-Mission, Foto: Rock Cohen, Flickr10.05.2012 

Die Deutsche Sektion der Internationalen Ärzte für die Verhütung des Atomkrieges (IPPNW) hat die Bundestagsabgeordneten in einem Schreiben aufgefordert, die Verlängerung und Ausweitung der Atalantamission abzulehnen. Bei der diesjährigen Mitgliederversammlung der IPPNW hatten die Ärztinnen und Ärzte die Mitglieder des Deutschen Bundestags aufgefordert, bei der heutigen Beratung der Atalantamission einen anderen Weg als den militärischen einzuschlagen.

IPPNW-Presseinformation vom 8.5.2012

Weißer Phosphor im Verdacht, Geburtsschäden zu verursachen

Neue Studie zu Geburtsschäden in Gaza

Einsatz von Phopshorbomben im Gazakrieg08.05.2012 

Laut einer neuen wissenschaftlichen Studie gibt es einen "starken Zusammenhang zwischen angeborenen Fehlbildungen bei Neugeborenen und der Exposition der Eltern bei Angriffen mit weißem Phosphor". Das ist das Ergebnis der Studie "Angeborene Fehlbildungen in Gaza: Häufigkeit, Typen, familiärer Zusammenhang und die Korrelation mit Umweltfaktoren", die am
4. Mai 2012 im International Journal of Environmental Research and Public Health veröffentlicht wurde. Ein Team von palästinensischen und italienischen Wissenschaftlern hatte die Studie am Al Shifa Krankenhaus durchgeführt, in dem 28% aller Babies des Gazastreifens geboren werden.

IPPNW-Pressemitteilung vom 23.4.2012

Friedens- statt Kriegspolitik im Irankonflikt

IPPNW-ÄrztInnen verabschieden Erklärung zum Iran-Atomkonflikt

23.04.2012 

Ärztinnen und Ärzte der Deutschen Sektion der Internationalen Ärzte für die Verhütung des Atomkrieges (IPPNW) haben am Wochenende auf ihrem diesjährigen Jahrestreffen in Braunschweig von der deutschen Bundesregierung gefordert, jede Beteiligung an einem Krieg gegen den Iran öffentlich auszuschließen. „Stoppen Sie die Eskalation der Sanktionen gegen das Land, da sie vor allem die Zivilbevölkerung treffen und nach allen bisherigen Erfahrungen eher zur Verhärtung der Fronten und gewaltsamen Zuspitzung als zu einer Lösung des Konflikts führen werden“, heißt es in der Erklärung weiter.

IPPNW-Pressemitteilung vom 22.4.2012

Westliche Militärinterventionen beenden

IPPNW-Jahrestreffen in Braunschweig

22.04.2012 

Ärztinnen und Ärzte der IPPNW haben auf ihrem Jahrestreffen im Braunschweiger Ärztehaus ein Ende der westlichen Militärinterventionen von Irak, Libyen bis Afghanistan sowie ein Verbot militärischer Eingriffe in Syrien gefordert. Sie verabschiedeten eine Resolution zur Friedenspolitik, in der sie sich auch für Verhandlungen im Israel-Iran Konflikt sowie eine strikte Ablehnung israelischer und/oder US-amerikanischer Bombardierung aussprachen.

Pressemitteilung der Kooperation für den Frieden

Eine Antwort aus der Friedensbewegung an Günter Grass

Günter Grass, Foto: wikicommons07.04.2012 

Die Kooperation für den Frieden, ein Zusammenschluss von deutschen Friedensorganisationen, dem die IPPNW angehört, nimmt zu der Diskussion über das Gedicht von Günter Grass Stellung. Sie antwortet mit den Worten von IPPNW-Beiratsmitglied Andreas Buro, ebenfalls in Form eines Gedichtes, und ergänzt noch weitere Gefahren für den Weltfrieden, die Grass in seinem Gedicht nicht erwähnt habe. Die Friedensorganisationen fordern "keine Politik, die zu einem Krieg im Iran-Konflikt führen kann" und einen "großen Wettbewerb … um eine friedliche Lösung". Günter Grass habe "dazu beigetragen, diese Aufgabe wieder auf die Tagesordnung zu setzen".

IPPNW-Presseinformation vom 4. April 2012

Friedensorganisation fordert NEIN von Bundestagsabgeordneten

IPPNW stimmt ein in Protest gegen Mandatserweiterung der Atalanta-Mission

IPPNW fordert ein NEIN zur geplanten Erweiterung des Mandates zur Jagd auf Seeräuber vor der Küste Somalias.04.04.2012 

Berlin/Frankfurt: Die deutsche Friedensorganisation IPPNW fordert von den Bundestagsabgeordneten ein entschiedenes Nein gegen die geplante Erweiterung des Mandates zur Jagd auf Seeräuber vor der Küste Somalias. „Das Feuer frei von See und Luft aus auf Boote und logistische Ziele an der somalischen Küste wird zu verheerenden Verbrechen gegen die Menschlichkeit führen“, warnt der Vorsitzende der Ärzte-Vereinigung im Hinblick auf die geplante Mandatserweiterung.

Pressemitteilung vom 23.2.2012

Friedens- statt Kriegspolitik im Irankonflikt

Friedensbewegung fordert Ende der Sanktionen und Kriegsdrohungen

23.02.2012 

Vertreter und Vertreterinnen aus Friedensbewegung und Friedensforschung fordern in einer heute veröffentlichten Erklärung ein Ende der Sanktionen und Kriegsdrohungen gegen den Iran. „Die Sanktionseskalation ist auf dem besten Wege, in einen Krieg einzumünden. Er würde nicht nur für die Menschen im Iran katastrophale Folgen haben, sondern auch die gesamte Region auf weitere Jahrzehnte destabilisieren“, heißt es in der Erklärung. Zu den Erstunterzeichnern gehören u.a. Franz Alt, Daniela Dahn, Johan Galtung, Peter Grottian, Wolf-Dieter Narr und Oskar Negt.

IPPNW-Pressemitteilung vom 6.2.2012

Gewalt in Syrien stoppen – Krieg verhindern!

Appell an die syrische Regierung und die bewaffnete Opposition

06.02.2012 

Die ärztliche Friedensorganisation IPPNW ist zutiefst besorgt über die immer größere Zahl von Opfern der Gewalt in Syrien. "Wir teilen die Forderung der jemenitischen Friedensnobelpreisträgerin Tawakkul Karman nach internationalen Maßnahmen, um die Menschen in Syrien zu schützen", erklärt der stellvertretende IPPNW-Vorsitzende Christoph Krämer. Allerdings sieht die IPPNW für das gestrige Scheitern der Resolution im Weltsicherheitsrat keineswegs Russland und China allein verantwortlich, sondern die westliche Staatengemeinschaft, die seit Wochen einen konsequent friedensorientierten Resolutionswortlaut ablehnt.

APPELL LESEN UND DURCH IHRE UNTERSCHRIFT UNTERSTÜTZEN

IPPNW-Pressemitteilung vom 17.1.2012

Medien müssen über westliche Doppelmoral aufklären

Debatte um Syrien-Aufruf

17.01.2012 

Die ärztliche Friedensorganisation IPPNW kritisiert die öffentliche Debatte um den Aufruf gegen Kriegsvorbereitungen und Embargo Syriens und des Irans als Medienkampagne gegen Teile der Friedensbewegung. „Keiner der Unterzeichner des Aufrufs verteidigt die brutale Gewalt des syrischen Präsidenten gegen sein eigenes Volk. Ziel des Aufrufs ist allein, vor der drohenden Kriegsgefahr für die Bürger im Syrien und im Iran durch eine Eskalation der Konflikte aufgrund der Embargopolitik und permanenter Kriegsdrohungen zu warnen“, erklärt der IPPNW-Vorsitzende Matthias Jochheim.

Presseinformation der IPPNW vom 16.12.2011

Keine weitere Militarisierung im Syrien-Konflikt

Eskalation der Gewalt - Resolutionsentwurf zu Syrien

16.12.2011 

Anlässlich zunehmender Gewalt in Syrien fordert die ärztliche Friedensorganisation IPPNW die deutsche Bundesregierung auf, sich im Sicherheitsrat für deeskalierende Maßnahmen und für die Unterstützung eines Dialogs zwischen der Regierung Assad und syrischen Oppositionellen einzusetzen. Die internationale Gemeinschaft muss dringend auf der Gewaltfreiheit der Proteste  bestehen, ebenso wie auf den Verzicht der Regierung, gewaltsam zu reagieren. Exporte von Kriegswaffen und sonstigen Rüstungsgütern in die Region sind sofort zu stoppen.

IPPNW-Presseinformation 29.11.2011

Sofortiger Waffenstillstand und offene Friedensverhandlungen

Petersberg II: 10 Jahre Afghanistankrieg – eine humanitäre Katastrophe

© Kate Holt/IRIN29.11.2011 

Die humanitäre Situation in Afghanistan hat sich nach zehn Jahren "Krieg gegen den Terror" kaum verbessert. Das beklagt die ärztliche Friedensorganisation IPPNW. "Um Schlimmeres zu verhüten, bedarf es eines sofortigen Waffenstillstand, notfalls einseitig verkündigt. Dann müssen Verhandlungen folgen, die den vollständigen Truppenabzug und eine langfristig und großzügig dimensionierte Unterstützung des Wiederaufbaus des Landes zum Ziel haben", fordert der IPPNW-Vorsitzende Matthias Jochheim.

Pressemitteilung vom 3.11.2011

Kein Frieden mit Rüstungsexporten

Margot Käßmann übernimmt Schirmherrschaft der Rüstungsexport-Kampagne

03.11.2011 

Prof. Margot Käßmann ist die neue Schirmherrin der bundesweiten Kampagne gegen Rüstungsexporte "Aktion Aufschrei - Stoppt den Waffenhandel." Seit dem Start der Kampagne im Mai 2011 ist das Bündnis auf mehr als hundert Organisationen gewachsen. "Für mich wäre der geplante Export von 200 Kampfpanzern des Typs Leopard 2 nach Saudi-Arabien  ein fatales Signal gegenüber den Freiheitsbewegungen in der arabischen Welt", betont Käßmann.

IPPNW-Pressemitteilung vom 14.10.2011

IPPNW warnt vor militärischer Eskalation und fordert UN-Untersuchung

Vermeintliches Mordkomplott gegen saudiarabischen Botschafter in USA

14.10.2011 

Als Ärzte und Mitglieder einer Internationalen Friedensorganisation sind wir besorgt über die erneuten Kriegsdrohungen nach dem publizierten angeblichen Mordanschlagsversuch auf den saudiarabischen Botschafter in den USA. Für uns ist keinerlei Nutzen und damit kein plausibles Motiv eines solchen Mordanschlages für den Iran erkennbar. Im Gegenteil: Nutzen würde er ganz offensichtlich nur denjenigen Kräften, die seit langem auf einen Krieg gegen den Iran drängen und bereits wiederholt damit gedroht haben.

Pressemitteilung vom 29.9.2011

Konsequenter Politikwechsel für Nahostfrieden

IPPNW und pax christi fordern Neuausrichtung der Nahostpolitik der Bundesregierung

29.09.2011 

Die Bundesregierung muss ihre Nahostpolitik völlig neu ausrichten. Sie muss endlich zu einem Interessenausgleich beitragen, der auf der Grundlage von Menschenrechten und Internationalem Recht erfolgt. Dazu zählen Maßnahmen gegen die Siedlungspolitik und die Unterstützung des Aufnahmeantrags der PLO in der UN.

Pressekonferenz vom 6.9.2011

„Sie reden vom Frieden. Sie führen Krieg.“

Friedensbewegung kündigt Proteste gegen Afghanistankonferenz an

06.09.2011 

Die Friedensbewegung in Deutschland ruft bundesweit zu Protesten gegen die Petersberg II-Konferenz auf. Die  Protestaktionen starten am Samstag, den 3.12.2011 um 11:30 Uhr am Bonner Kaiserplatz mit einer Demonstration. Am Sonntag, den 4. Dezember diskutiert eine Internationale Friedenskonferenz Alternativen für ein selbstbestimmtes Afghanistan. Für den Tag der Regierungskonferenz  werden kreative Protestaktionen vorbereitet.

IPPNW-Presseinformation vom 1.9.2011

Der Krieg kehrt heim

Bundeskabinett beschließt Entschädigung für verwundete Soldaten

Purple Hearts, Ausstellung über traumatisierte US-Soldaten01.09.2011 

Der gestrige Beschluss der Bundesregierung, im Auslandseinsatz verwundete Soldaten besser zu entschädigen, ist zu begrüßen. „Im Vergleich zu AktionärInnen von Rüstungskonzernen erhalten die körperlich und seelisch oft schwer verwundeten Soldaten nur eine lachhafte Entschädigung“, kritisiert Susanne Grabenhorst, IPPNW-Vorstandsmitglied. Die einzig wirkliche Prävention für die Soldaten bestehe aber darin, alle Kampfhandlungen in Afghanistan zu beenden und mit dem Abzug der Bundeswehr zu beginnen.

IPPNW-Presseinformation vom 31.8.2011

Kein Frieden mit Krieg und Gewalt

72 Jahre nach Beginn des Zweiten Weltkriegs

31.08.2011 

Das Nein der Bundesregierung zur Teilnahme am Krieg gegen Libyen haben wir begrüßt. Der Krieg der NATO zielte von Anfang an auf den Sturz des libyschen Machthabers Gaddafi. Statt des "Schutzes der Zivilbevölkerung" standen wirtschaftliche und strategische Ziele im Vordergrund. Jahrelang haben Deutschland und andere europäische Staaten mit dem autoritären Regime zusammengearbeitet und Waffen geliefert. Wie die Stuttgarter Nachrichten heute berichten, wurden in Gaddafis Waffenarsenalen G36-Gewehre aus deutscher Produktion entdeckt. Wir fordern die Bundesregierung zu einer Erklärung auf, wie die Heckler & Koch-Waffen nach Libyen gelangt sind.

IPPNW-Presseinformation vom 19.8.2011

Heimliche Kriegsbeteiligung beenden

Deutsche Soldaten helfen bei der Auswahl der Ziele für Luftangriffe

Flickr_Gozilah5219.08.2011 

Die ärztliche Friedensorganisation IPPNW verurteilt die Beteiligung deutscher Soldaten am Libyenkrieg. Die Bundesregierung hat eingeräumt, dass derzeit elf deutsche Soldaten im Rahmen ihrer Tätigkeit in den Militärstäben der Nato in Italien im Bereich der sogenannten „Zielauswahl" für die NATO-Luftangriffe beteiligt seien. „Damit macht sich Deutschland zur Kriegspartei. Das Nein zum Libyen-Einsatz wird zum durchsichtigen politischen Manöver“, erklärt Matthias Jochheim, IPPNW-Vorsitzender. Bereits Ende Juni hatte sich Verteidigungsminister Thomas de Maizière bereit erklärt, Bauteile für Bomben und Präzisionsmunition zur Unterstützung der militärischen Angriffe der NATO zu liefern.

Aufruf

Dem Frieden eine Chance - Truppen raus aus Afghanistan!

Wiederstand und Protest gegen Petersberg II

03.08.2011 

Auf die Terroranschläge vom 11. September 2001 reagierten die USA sowie die NATO mit dem Krieg in Afghanistan. Im Dezember vor zehn Jahren wurde auf der Petersberger Konferenz in Bonn eine provisorische Regierung für Afghanistan unter Präsident Karzai eingesetzt - wenige Tage später beschloss der UN-Sicherheitrat den ISAF-Einsatz. Nun lädt die Bundesregierung für den 5. Dezember 2011 erneut auf den Petersberg ein. Die kriegsführenden Staaten werdern hier zusammenkommen, um über die Zukunft Afghanistans zu beraten.

IPPNW-Presseinformation vom 2.8.2011

Deutsche Hilfe für Aufstandsbekämpfung

Waffenexporte nach Saudi-Arabien und Anti-Terror-Gesetze

02.08.2011 

Die ärztliche Friedensorganisation IPPNW fordert die Bundeskanzlerin Angela Merkel auf, sowohl die Genehmigung der Auslieferung von Leopard 2-Panzern als auch die Lizenzvergabe an Heckler & Koch für den Bau einer Waffenfabrik in Saudi-Arabien zurückzunehmen. "Mit den Rüstungsexportlieferungen macht sich  Deutschland zum Gehilfen der brutalen Niederschlagung von Demokratiebewegungen auf der arabischen Halbinsel", erklärt der IPPNW-Vorsitzende Matthias Jochheim. Das allgemeine Friedensgebot der Präambel des Grundgesetzes verbiete Waffenexporte als friedensstörende Handlungen grundsätzlich.

IPPNW-Pressemitteilung vom 6.7.2011

Vorwürfe des Einsatzes von Uranmunition unabhängig untersuchen

NATO-Krieg in Libyen

Mahdi Darius Nazemroaya, Centre for Research on Globalization06.07.2011 

Laut Berichten des Centre for Research on Globalization haben Wissenschaftler in Libyen radioaktive Isotope gefunden, die auf den NATO-Einsatz von Uranmunition zurückzuführen seien. Die IPPNW fordert eine unabhängige Untersuchung dieser Vorwürfe durch das Umweltprogramm der Vereinten Nationen (UNEP) unter Beteiligung kritischer Wissenschaftler. „Der mögliche Einsatz von Uranmunition widerspricht eklatant den angeblichen Zielen des Schutzes der Zivilbevölkerung. Über die tödliche Wirkung hinaus, führt der Einssatz zu langfristigen schwerwiegenden Gesundheitsschäden. Daher muss Uranmunition geächtet werden,“ erklärt Sabine Farrouh, Vorstandsmitglied der IPPNW.

IPPNW-Presseinformation 15.6.2011

Deutsche und europäische Nahost-Politik muss auf Palästinenserstaat bestehen

15.06.2011 

Äußerst kritisch bewerten die Internationalen Ärzte für die Verhütung des Atomkrieges (IPPNW) die von der Bundesregierung erklärten Bedingungen für die Gründung eines palästinensischen Staates. Jahrelang - und aktuell durch Bundesaußenminister Guido Westerwelle und Entwicklungsminister Dirk Niebel bei ihrem Besuch in der Region - hat Deutschland die Zwei-Staatenlösung als das Frieden bringende Endziel für den Konflikt zwischen Palästinensern und Israel erklärt.

IPPNW-Pressemitteilung vom 14.6.2011

Frieden in Libyen braucht Verhandlungen mit allen Seiten

14.06.2011 

Die IPPNW fordert die Bundesregierung auf, den Konflikt in Libyen nicht durch eine Vorwegnahme des vom Westen erwünschten Kriegsergebnisses anzuheizen. Der stellvertretende IPPNW-Vorsitzende Christoph Krämer appellierte an Außenminister Westerwelle, auch weiterhin mit der amtierenden Regierung zu kommunizieren, ihre Friedensinitiativen ernst zu nehmen und aufzugreifen und auch Tripolis zu besuchen, um sich dort ein eigenes Bild von den Folgen der NATO-Bombardierungen zu machen.

Artikel

Der NATO-Einsatz in Libyen ist (Öl-)interessengeleitet

Prof. Andreas Buro07.04.2011 

Ein Artikel über den NATO-Militäreinsatz und die Flugverbotszone in Lybien von Prof. Andreas Buro, Friedenspolitischer Sprecher des Komitee für Grundrechte und Demokratie und Clemens Ronnefeldt, Referent für Friedensfragen beim deutschen Zweig des Internationalen Versöhnungsbundes.

Beschluss der IPPNW-Mitgliederversammlung

Keine Militärintervention in Nordafrika!

12.03.2011 

Angesichts der Zuspitzung der bürgerkriegsähnlichen Situation in Libyen fordert die deutsche IPPNW einen Verzicht auf jegliche bewaffnete Intervention in dieser Region. Wir fordern von der Deutschen Bundesregierung: Statt auf Flugverbotszonen, die nur mit militärischer Gewalt durchzusetzen wären, ist auf einen sofortigen Stopp aller Waffenlieferungen nach Nordafrika zu dringen.

IPPNW-Pressemitteilung vom 25.2.2011

Gesicherte Korridore für Flüchtlinge schaffen

Zur Lage in Libyen

25.02.2011 

Die deutsche Bundesregierung muss sich im Rahmen der Europäischen Union für gesicherte Korridore für Flüchtlinge aus Libyen und den Nachbarstaaten einsetzen. Das fordert die ärztliche Friedensorganisation IPPNW anlässlich der schweren Menschenrechtsverletzungen des Gaddafi-Regimes an seiner Bevölkerung. Das Aufnahmeverfahren für Flüchtlinge innerhalb der Europäischen Union muss humanitären Standards genügen.

Zivilgesellschaftlicher KSZMNO – Prozess

Call for Papers und 1. Fachtagung

08.11.2010 

Das grundsätzliche Prinzip, dass Zivilgesellschaft einen wichtigen konfliktlösenden Beitrag leisten kann, solange Staaten sich dazu nicht in der Lage sehen, ist für den Mittleren und Nahen Osten so relevant wie für andere Regionen. Die geplante zivilgesellschaftliche Regionale Konferenz für Sicherheit und Zusammenarbeit ist als fortgesetzte Einrichtung der Zivilgesellschaft, von Experten und von NRO der Region gedacht.

Im Dienste eines sinnlosen Krieges

Kommentar von Dr. Angelika Claußen

19.07.2010 

Seit fast neun Jahren kämpfen internationale Soldaten des Nato-Bündnisses in Afghanistan Seite an Seite mit afghanischen Warlords und korrupten Eliten. In der Bilanz dieses Krieges werden die Opfer der westlichen Soldaten akribisch gezählt, es sind mittlerweile 1937 tote Soldaten, davon 43 Bundeswehrsoldaten. Dem stehen seit 2001 geschätzte 10.172 bis 12.969 tote Zivilisten und Aufständische gegenüber. Anlässlich der Afghanistan-Konferenz in Kabul hat die IPPNW-Vorsitzende Dr. Angelika Claußen einen Gastbeitrag für FR-online verfasst.

Für Frieden im Nahen und Mittleren Osten

Eklärung der IPPNW zum Iran-Konflikt

07.06.2010 

Die IPPNW setzt sich für die Verhinderung und Beendigung von Konflikten und Kriegen ein. Sie will deren katastrophalen Konsequenzen für die menschenwürdige Existenz und friedliche Entwicklung aller abwenden, indem sie präventiv schon an ihren Wurzeln ansetzt. Sie tut dies besonders dort, wo eine deutsche Beteiligung sie dazu nötigt, im eigenen Land aktiv zu werden. Auf dieser Grundlage engagiert sich die IPPNW für Frieden in der Region des Nahen und Mittleren Ostens. Mit dem Ziel der Verhinderung eines bewaffneten Konfliktes mit dem Iran und einer Deeskalation des sogenannten Atomkonfliktes erklärt der Vorstand der IPPNW:

Bündnis-Pressemitteilung vom 16.6.2010

P.E.N.-Präsident: Afghanistan-Strategie ist gescheitert

Friedensbewegung startet Unterschriftenkampagne gegen Krieg in Afghanistan

16.06.2010 

Gestern haben die großen Friedensorganisationen in Berlin den gemeinsamen Appell "Den Krieg in Afghanistan beenden - zivil helfen" vorgestellt. Der Appell fordert den sofortige Beginn des Abzugs der Bundeswehr aus Afghanistan. Die Friedensbewegung erhofft sich mit diesem Appell, dass die Diskussion in alle gesellschaftlichen Bereiche getragen und der Protest breite Unterstützung finden wird.

"Wir verurteilen den bewaffneten Angriff"

Gemeinsame Erklärung der IPPNW-Sektionen Israel - Palästina

09.06.2010 

Unsere beiden Organisationen verurteilen den bewaffneten Angriff auf mit humanitären Hilfsgütern beladene Schiffe auf dem Weg nach Gaza, der in internationalen Gewässern stattfand, und wir beklagen den Verlust von Menschenleben, der daraus folgte. Als Ärzte stimmen wir darin überein, dass die Gesundheit der Bevölkerung Gazas in hohem Maße besorgniserregend ist und dass dringend medizinische Hilfe benötigt wird.

IPPNW-Presseinformation vom 06.01.2010

Krieg schafft keinen Frieden

IPPNW unterstützt das klare Votum von Margot Käßmann gegen Krieg

Dr. Margot Käßmann06.01.2010 

Die 1985 mit dem Friedensnobelpreis ausgezeichnete Ärzteorganisation IPPNW unterstützt das klare Votum der Ratsvorsitzenden der Evangelischen Kirche Dr. Margot Käßmann gegen den Afghanistan-Krieg. Wir begrüßen ihre Aufforderung an die Politik, die Logik des Krieges zu durchbrechen. „Nicht das Votum von Frau Käßmann gegen diesen Krieg, sondern das Votum der Politiker für dessen Fortsetzung gegen den Willen der Volksmehrheit ist unmoralisch“, erklärt IPPNW-Gründer und Ehrenvorstandsmitglied Prof. Dr. Horst-Eberhard Richter. Die Mehrheit der deutschen Bevölkerung spricht sich bereits seit Jahren bei allen Umfragen eindeutig gegen den Bundeswehreinsatz in Afghanistan aus.

IPPNW-Presseinformation vom 14.12.2009

Krieg oder Mord in Afghanistan

IPPNW kritisiert gezielte Tötungen und fordert Abzug aus Afghanistan

14.12.2009 

Die IPPNW kritisiert die Strategie gezielter Tötungen von Talibankämpfern und fordert die deutsche Bundesregierung auf, ihre Beteiligung an den Afghanistan-Einsätzen OEF und ISAF schnellstmöglich zu beenden. "Wenn es darum ging, feindliche Kämpfer zu töten - unter Inkaufnahme von zivilen Toten -, handelt es sich beim Afghanistaneinsatz der deutschen Bundeswehr um Krieg. Wenn es bei dem ISAF-Einsatz nicht um Krieg geht, war der Angriff Mord - zumindest illegale Tötung. Viele Menschen darunter Zivilisten und Kinder wurden getötet, ohne dass ein Selbstschutz nötig war," erklärt Prof. Dr. Ulrich Gottstein, Ehrenvorstandsmitglied der IPPNW.

IPPNW-Presseinfo vom 4.11.2009

Krieg traumatisiert Soldaten und Zivilbevölkerung

Guttenberg spricht von "Krieg in Afghanistan"

04.11.2009 

Die IPPNW begrüßt, dass der neue Verteidigungsminister Karl-Theodor Freiherr zu Guttenberg den Krieg jetzt endlich also solchen bezeichnet. „Wir Ärzte erinnern zum wiederholten Male daran, dass Krieg eine von Menschenhand verursachte Katastrophe ist. Krieg tötet nicht nur, sondern macht die betroffenen Soldaten und vor allem die Zivilbevölkerung krank“, so die IPPNW-Vorsitzende Dr. Angelika Claußen. Die Politiker, die den Krieg am Hindukusch als vermeintlich notwendig deklarieren, hätten zu verantworten, dass sowohl immer mehr Soldaten als auch die Menschen in Afghanistan getötet, verwundet und traumatisiert würden.

Initiative für gemeinsame Sicherheit und Zusammenarbeit im Mittleren und Nahen Osten

Appell und Spendenaufruf

20.06.2009 

Die Konflikte in der Region des Mittleren und Nahen Ostens spalten und destabilisieren die ganze Welt. Alle bisherigen Vermittlungsversuche zur Schaffung eines dauerhaften Friedens scheiterten an gegenseitigen Vorbedingungen. Anstatt die Armut zu bekämpfen, den Wohlstand zu mehren und Strukturen des Friedens aufzubauen, werden die üppigen Reichtümer der Region in den Dienst des Wettrüstens, des Krieges und der Zerstörung gestellt.

Konferenz für Sicherheit und Zusammenarbeit im Mittleren und Nahen Osten

[01.02.2007]  CSCME (long version)

[01.02.2007]  CSCME (short version)

IPPNW und Pax Christi Nahostkommission

Keine deutschen Korvetten für Israels Kriege

Rüstungsgeschäft mit Israel?

27.10.2009 

IPPNW und die pax christi Nahostkommission appellieren an Bundeskanzlerin Angela Merkel die israelische Forderung nach zwei deutschen Kriegsschiffen unverzüglich abzulehnen. „Diese Anfrage verträgt sich nicht mit dem im schwarz-gelben Koalitionsvertrag vereinbarten Eintreten für Frieden, Stabilität und demokratischer Entwicklung im Nahen und Mittleren Osten“, so Matthias Jochheim, stellvertretender Vorsitzender der IPPNW. Die von Schwarz-Gelb befürwortete Konferenz im Nahen Osten nach dem Vorbild des KSZE-Prozesses mit den regional beteiligten Konfliktparteien, den USA, EU, Russland und den Vereinten Nationen werde so direkt konterkariert.

Für die sofortige Freilassung von Mohammad Othman!

Appell an die Abgeordneten des Bundestags

30.09.2009 

Am 22. September wurde Mohammad Othman von Militärangehörigen an der Kreuzung der Allenby Brücke, Grenze zwischen Jordanien und Palästina, verhaftet. Zur Zeit ist er als politischer Gefangener im Huwara Gefängnis inhaftiert, ausschließlich auf Grund seiner Menschenrechtsarbeit. Der Koordinationskreis Palästina Israel hat in einem Brief an die Bundestagsabgeordneten appelliert, sich für seine Freilassung einzusetzen.

IPPNW gründet den "Deutscher Koordinationskreis Palästina Israel" mit

Für ein Ende der Besatzung und einen gerechten Frieden

29.08.2009 

Die Zusammenarbeit deutscher Friedens- und Solidaritätsorganisationen zur Unterstützung eines gerechten und nachhaltigen Friedens in der Nahostregion – zwischen PalästinenserInnen und Israelis – hat sich am 29. August 2009 eine neue Netzwerkstruktur gegeben.

IPPNW-Presseinfo vom 4.2.2009

Einsatz von Phosphorbomben ächten

IPPNW fordert aufgrund der besonders inhumanen Verletzungen generelles Verbot

04.02.2009 

Die Waffenruhe in Gaza ist brüchig. Der Internationale Strafgerichtshof prüft seit gestern, ob Israel während des Gaza-Einsatzes Kriegsverbrechen begangen hat, u.a. weil bei Angriffen in dicht besiedelten Gebieten Munition mit Weißem Phosphor eingesetzt worden sei. Ärzte und Ärztinnen berichten von ihnen bisher völlig unbekannten Verletzungen. So erklärte der Chirurg Dr. Muneer Deeb, Oberarzt am Kasseler Klinikum, der mit einem französischen Ärzteteam eine Woche in Gaza operiert hat: „Die Verletzungen, die wir behandelt haben, waren keine Verletzungen durch herkömmliche Splitterbomben. Es gab Verbrennungen bis auf die Knochen“.

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