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Kurzgeschichte der IPPNW

Geschichte der IPPNW

Die Geschichte der Ärzte gegen Atomkrieg reicht zurück bis 1962, als eine Gruppe US-amerikanischer ÄrztInnen die Folgen eines Atom-Angriffs untersuchte und daraus entsprechende Folgerungen und Forderungen ableitete.

Diese Gruppe - Physicians for Social Responsibility (PSR) - wurde 1979 Trägerin der US-amerikanischen Ärztebewegung zur Verhinderung eines Atomkriegs und gegen Atomkraftwerke unter der Leitung der aus Australien stammenden Kinderärztin Helen Caldicott. PSR wuchs innerhalb von 2 Jahren von 10 auf 11.000 Mitglieder in 85 Regionalgruppen.

Bernard Lown und Ewgenij Tschasow Ein Jahr später gewann der Harvard-Kardiologe Prof. Bernard Lown den Direktor des Nationalen Herzforschungszentrums in Moskau, Prof. Evgenij Chazov, später Gesundheitsminister der UdSSR, für die Gründung der Bewegung "International Physicians for the Prevention of Nuclear War" (IPPNW), zusammen mit vier anderen US-amerikanischen und sowjetischen Kardiologen. Der erste Kongress fand in Airlie, Virginia/USA im März 1981 statt, der 2. im März 1982 in Cambridge/England. Die internationale IPPNW organisierte seither jedes bzw. seit 1993 jedes zweite Jahr einen Weltkongress in einem anderen Land, insgesamt 14.

Aus den 6 Gründungsmitgliedern der IPPNW wurden nach den Auszeichnungen mit dem UNESCO Friedenspreis 1984 und dem Friedensnobelpreis 1985 zeitweise über 250.000 Mitglieder in 80 Ländern.

Im Februar 1982 hat sich unter Beteiligung verschiedener regionaler Ärzteinitiativen die "Sektion Bundesrepublik Deutschland der IPPNW" gegründet. 18 ErstunterzeichnerInnen setzten ihre Unterschrift unter eine Gründungsresolution. Am 8. Mai 1982 erschien die "Frankfurter Erklärung", verabschiedet von den 150 TeilnehmerInnen der 1. Vollversammlung in Frankfurt - eine persönliche Willenserklärung, kriegsmedizinische Vorbereitungsmaßnahmen abzulehnen und sich nicht daran zu beteiligen.

Kongresse wurden von der bundesdeutschen Sektion beinahe jedes Jahr veranstaltet. Ein Höhepunkt war der IPPNW-Weltkongress in Köln 1986.

Als erste gab die Hamburger, dann ab 1984 auch die Berliner Ärzteinitiative den "Rundbrief: Ärzte warnen vor dem Atomkrieg" heraus, in dem die Mitteilungen der IPPNW und der Ärzte-Initiative veröffentlicht werden. Später "Ärzte ./. Atomkrieg" genannt, beinhaltet der Rundbrief nun vornehmlich sachbezogene Beiträge ,wogegen das "IPPNW-Forum" die vereinsinternen Mitteilungen veröffentlicht. Ab 1997 konnte die ärztliche Redaktion des "Rundbriefes" nicht mehr gehalten werden, wonach das "IPPNW-Forum" die offizielle Zeitschrift der deutschen IPPNW wird.

Eines der Hauptziele der IPPNW-Aktivitäten international wie in Deutschland war die Durchsetzung eines Atomwaffentest-Stopp. Nach langjähriger Arbeit und Protesten wurde 1996 ein umfassender Teststopp-Vertrag abgeschlossen. Andere Erfolge über die Jahre für die IPPNW waren z.B. das Urteil des Internationalen Gerichtshofs über die Völkerrechts-Widrigkeit von Atomwaffen und der "Ottawa-Vertrag" zum Verbot von Landminen.

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