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Kommentare und Gastbeiträge zum Thema Atomwaffen

IPPNW-Gastbeitrag in der FR vom 27.09.2017

Bündnis gegen Atomwaffen steht

122 Staaten wollen abrüsten. Das erhöht den Druck auf Nuklearstaaten.

UN-Generalsekretär Antonio Guterres bei der feierlichen Unterzeichnung des Atomwaffenverbotsvertrages am 20.09.2017 in New York, Foto: Darren Ornitz/ICAN27.09.2017 

Die gefährliche Eskalation des atomaren Konflikts zwischen Nordkorea und den USA zeigt, dass Atomwaffen nicht mehr Sicherheit schaffen. Ganz im Gegenteil: Sie machen die Welt instabiler und unsicherer. Seit Ende des Kalten Krieges sei die Gefahr eines Atomwaffenangriffs nicht mehr so hoch gewesen wie heute, erklärte UN-Generalsekretär António Guterres jüngst vor der UN-Generalversammlung. Während US-Präsident Donald Trump Nordkorea mit vollständiger Zerstörung drohte, warnte Guterres davor, dass eine flammende Rhetorik zu fatalen Missverständnissen führen könnte.

FAZ.net-Gastbeitrag von Dr. Alex Rosen

Zynisches Feuerspiel

Atombomben nach Hiroshima

Der Atompilz über Hiroshima, eine Stunde nach der Explosion am 6. August 1945, auf einem Foto der amerikanischen Streitkräfte.06.08.2017 

Im August 1945 verschwanden die beiden Städte Hiroshima und Nagasaki im Inferno der Atombomben. Mehr als 200.000 Menschen wurden durch die Angriffe getötet, Zehntausende starben an den Spätfolgen ihrer Verbrennungen, Verletzungen und der Radioaktivität. Die Überlebenden dieser Angriffe eint seit 72 Jahren ein gemeinsames Ziel: Sie wollen noch in ihrer Lebenszeit eine Welt ohne Atomwaffen und atomare Bedrohung erreichen. Sie wollen, dass nachfolgende Generationen niemals wieder die Hölle auf Erden erleben müssen, die sie durchgemacht haben.

Kommentar von Xanthe Hall und Birte Vogel

Der Vertrag zum Verbot von Atomwaffen

IPPNW-Abrüstungsexpertin Xanthe Hall und Birte Vogel haben für die IPPNW die Atomwaffenverbotsverhandlungen in New York verfolgt. Foto: Ralf Schlesener08.07.2017 

Der Atomwaffenverbotsvertrag, Treaty on the Prohibition of Nuclear Weapons (TPNW), wurde am 7. Juli 2017 abgeschlossen. Zunächst sah es aus, als ob die Verabschiedung im Konsens erfolgt. Doch dann forderten die Niederlande eine Abstimmung. Der Vertrag wurde mit 122 Stimmen, einer Enthaltung und einer Gegenstimme beschlossen. Er wird ab dem 20. September 2017 zur Unterzeichnung freigegeben. Neunzig Tage nach der Unterzeichnung und Ratifizierung von 50 Staaten wird er in Kraft treten. Damit werden Atomwaffen weltweit stigmatisiert und delegitimiert.

Gastbeitrag im Tagesspiegel

Deutschland drückt sich vor einem Atomwaffenverbot

UN-Verhandlungen

Xanthe Hall, IPPNW-Abrüstungsexpertin, Foto: IPPNW15.06.2017 

Ab diesem Donnerstag verhandeln mehr als 130 von 193 UN-Mitgliedstaaten in New York über ein rechtlich verbindliches Atomwaffenverbot. Die Bundesregierung ignoriert die Verhandlungen. Zum ersten Mal weigert sich Deutschland, an multilateralen Abrüstungsverhandlungen teilzunehmen. Und dies, obwohl die Regierung sich in zahlreichen öffentlichen Erklärungen und Reden zum Ziel einer atomwaffenfreien Welt bekannt hat.

Außenansicht von Dr. Alex Rosen

Zeit, Atomwaffen zu ächten!

Die Deutschen befürworten ein Verbot von Atomwaffen. Die Regierung findet dennoch Gründe, UN-Verhandlungen zu unterlaufen.

Alex Rosen, Foto: IPPNW27.05.2017 

Diese Woche ist die Menschheit dem Ziel einer atomwaffenfreien Welt einen Schritt näher gekommen: Seit Montag liegt erstmals ein Vertragsentwurf zur Ächtung von Atomwaffen vor. Zwei Drittel aller Staaten der Welt, 132 an der Zahl, hatten für dieses Dokument bei Verhandlungen in New York im März dieses Jahres die Grundlage gelegt. In dem Vertragsentwurf weisen sie auf die katastrophalen humanitären Folgen von Atomwaffen hin und stellen unmissverständlich fest, dass jeglicher Einsatz dieser Waffen unvereinbar wäre mit dem Völkerrecht, insbesondere den Genfer Konventionen. Atomwaffen zu stationieren bedeutet, einen Massenmord an der Zivilbevölkerung eines anderen Staates anzudrohen.

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