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IPPNW
Lokale Presseinformation vom 18. August 2008

Zwei Ärzte aus Nordkorea zu Gast in Leipzig

18.08.2008

Besuch aus Nordkorea, dem vielleicht isoliertesten aller verbliebenen realsozialistischen Staaten, ist etwas Besonderes. Zwei Ärzte des Red Cross Hospital Pyongyang sind nun zu Gast in Leipzig. Der Besuch findet im Rahmen eines Pilotprojektes statt, das den Austausch zwischen Nordkorea und Europa fördern soll. Organisiert und finanziert wird das Pilotprojekt von der internationalen Ärzteorganisation IPPNW und dem Deutschen Akademischen Austauschdienst (DAAD).

Über 4 Wochen werden die beiden ausgebildeten Internisten aus Nordkorea im Universitätsklinikum den Klinikbetrieb auf verschiedenen Stationen kennen lernen und Forschungseinrichtungen besuchen. Natürlich steht neben der Medizin auch die Kultur auf dem Besuchsprogramm: z. B. der Besuch der Thomas- und Nikolaikirche, des Zeitgeschichtlichen Forums aber auch Kino, Theater und Konzerte.

Begleitet werden die Gäste von der jungen Leipziger Ärztin Lena Selig. Selig hatte im Jahr 2005 Nordkorea mit einer Delegationsreise der IPPNW besucht. Danach stand für die engagierte Ärztin fest, dass sie sich für den Austausch zwischen Nordkorea und Deutschland einsetzen wolle. Der Besuch der beiden Nordkoreaner wäre ohne ihre jahrelange Vorarbeit nicht zustande gekommen. Fragt man sie nach ihren Motiven, so erzählt sie auch von der eigenen Beschäftigung mit der deutschen Ost-West-Problematik als geborene DDR-Staatsbürgerin.

Nach dem Monat in Leipzig werden die beiden Nordkoreaner noch verschiedene Städte in Deutschland besuchen und dabei in Berlin an dem internationalen IPPNW-Kongress „Kultur des Friedens“ teilnehmen. Ihre letzte Woche außerhalb Nordkoreas verbringen die beiden Ärzte in Schweden. Dort werden sie an der Universität Göteborg und Stockholm von der schwedischen Sektion der IPPNW empfangen.

Pressekontakt für weitere Informationen und die Vermittlung von Interviews: Sven Hessmann, Tel.: 030 – 69 80 74 14, E-Mail: hessmann[at]ippnw.de

Über die IPPNW: Diese Abkürzung steht für International Physicians for the Prevention of Nuclear War. Die Internationalen Ärzte für die Verhütung des Atomkrieges engagieren sich seit 1982 für eine Welt ohne atomare Bedrohung und Krieg. 1985 wurden sie dafür mit dem Friedensnobelpreis ausgezeichnet. Heute setzt sich die IPPNW in 60 Ländern für Frieden und Abrüstung ein.

 

 

 

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