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Pressemitteilung, 13.11.2012

Zivilgesellschaftliche Nahost-Konferenz in Helsinki findet statt

Kampagne "atomwaffenfrei.jetzt" kritisiert Verschiebung von Staatskonferenz

Aktion der israelischen Abrüstungsbewegung: Foto: ICANW.org
13.11.2012

Die Konferenz zur Etablierung einer Zone frei von Massenvernichtungswaffen im Nahen und Mittleren Osten wird laut der Nachrichtenagentur "Associated Press (AP)" auf unbefristete Zeit verschoben. Sie sollte Mitte Dezember in Helsinki stattfinden. Die zivilgesellschaftliche Konferenz "Mittlerer Osten ohne Massenvernichtungswaffen" dagegen findet vom 14.-16. Dezember wie geplant in Helsinki statt. Delegierte aus dem Nahen und Mittleren Osten und Europa werden sich treffen, um über eine Strategie zu sprechen, wie politischer Druck „von unten“ für eine Zone frei von Massenvernichtungswaffen in der Region aussehen kann. VertreterInnen der Kampagne "atomwaffenfrei.jetzt" nehmen an der Konferenz teil (siehe unten).

Regina Hagen, Sprecherin der Kampagne „atomwaffenfrei.jetzt“ mahnt, dass eine Verschiebung der Staatskonferenz den Vertrag zur Nichtverbreitung von Atomwaffen (NVV) in Gefahr bringen könnte. Bei der Überprüfungskonferenz des NVV 2010 wurde ein Paket von Maßnahmen verabschiedet, eine davon war die Staatskonferenz in Helsinki. Ohne die Konferenz – die nach Angaben von hochrangigen Diplomaten nicht mehr vor der nächsten Überprüfungskonferenz 2015 stattfinden soll – würden die arabischen Staaten und der Iran keinen Anreiz mehr sehen, den Vertrag aufrecht zu halten und auf eigene Atomwaffen zu verzichten.

Die Kampagne „atomwaffenfrei.jetzt“ zielt auf einen allgemeinen Vertrag zur Abschaffung aller Atomwaffen als Erfüllung der Abrüstungsverpflichtung im NVV. „Mit der Verschiebung der Konferenz ist die erste Hürde auf dem Weg zur atomwaffenfreien Welt noch größer geworden. Man kann sogar von einer Blockade sprechen. Der Konflikt über Atomwaffen im Nahen und Mittleren Osten ist ein neuralgischer Punkt für die weltweite Abschaffung aller Atomwaffen, und eine Bearbeitung dieses Konflikts ist für die weitere Abrüstung unerlässlich“, so Xanthe Hall, Abrüstungsreferentin der IPPNW und Sprecherin der Kampagne.

U.a. werden folgende Personen nach Helsinki fahren, um an der zivilgesellschaftlichen Konferenz teilzunehmen, und stehen Ihnen gerne für Anfragen und Interviews zur Verfügung:

Xanthe Hall, Abrüstungsreferentin der IPPNW und Sprecherin der Kampagne „atomwaffenfrei.jetzt“, xanthe[at]ippnw.de, Tel. 030-69807412, Mobil 0171-4358404

Mayra Castro (englischsprachig), yin.mayra[at]gmail.com, Tel. +41 786580283, und Christian Ciobanu (englischsprachig), geneva.napf[at]gmail.com, Tel. +41 786580283, Europäisches Jugendnetzwerks für Abrüstung „Ban All Nukes generation – BANg“, BANg-Koordinatoren des Helsinki-Projekts

Mohssen Massarat, Iranexperte und Leiter des Projekts „Konferenz für Sicherheit und Zusammenarbeit im Mittleren und Nahen Osten“ – KSZMNO, Mobil 0176-967 46 309, mohssen.massarrat[at]uos.de

Sharon Dolev (englischsprachig), Leiterin der israelischen Abrüstungsbewegung und Campaignerin für die International Campaign to Abolition Nuclear Weapons (ICAN), sharon.dolev[at]gmail.com, Mobil +972 528 480 543,

Weitere Infos zur Konferenz: www.rauhanliitto.fi/activities/conference-the-middle-east-without-weapons-mass-destruction-civil-society-input

Pressekontakt:
Roland Blach, Koordinator „atomwaffenfrei.jetzt“, ba-wue[at]dfg-vk.de, 0711-51885601

Foto: Aktion der israelischen Abrüstungsbewegung: Foto: ICANW.org

Webdossier

UN-Hauptquartier in New York. Foto: UN

Vom 27. April bis 22. Mai 2015 fand in New York die Überprüfungskonferenz zum Atomwaffensperrvertrag statt. 
Lesen Sie hier mehr darüber

Ansprechpartnerinnen


Xanthe Hall

Abrüstungsreferentin
Expertin in Fragen zu Atomwaffen
Tel. 030 / 698074 - 12
Mobil 0171 / 435 84 04
Kontakt

Inga Blum, IPPNW-Vorstand. Foto: Inga Blum

Dr. Inga Blum
Zuständig für Atomwaffenfragen im Vorstand
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