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IPPNW-Pressemitteilung 28.4.2010

65 Jahre Atombombe: Zeit für eine Zwangspensionierung

Deutsche IPPNW-Ärzte auf Atomwaffensperrvertrags-Konferenz in New York

28.04.2010

Mehr als 30 Außenminister, darunter Außenminister Guido Westerwelle, werden sich kommenden Montag in New York zum Beginn der einmonatigen Überprüfungskonferenz des Atomwaffensperrvertrags treffen. Unter den etwa 1.500 Repräsentanten der Zivilgesellschaft aus aller Welt ist auch eine Gruppe von IPPNW-Ärzten und Medizinstudierenden für die Konferenz akkreditiert. Sie werden am 2. Mai mit Tausenden Menschen auf den Strassen von New York demonstrieren, um vor Beginn der Überprüfungskonferenz die Regierungen dazu aufzurufen, sich für eine globale Ächtung von Atomwaffen einzusetzen.

Die Mediziner nehmen an der Friedenskonferenz in der Riverside Church teil, übergeben dem UN-Generalsekretär Ban Ki-moon Unterschriften für eine Zukunft ohne Atomwaffen und führen Lobby-Gespräche mit Diplomaten. Die Studierenden veranstalten eine Nachtwache und ein Global Zero Festival auf dem Dag Hammarskjöld Plaza.

Die letzte Überprüfungskonferenz hatte im Jahr 2005 stattgefunden und wird als gescheitert betrachtet: die Vertragsparteien hatten sich auf keine entscheidenden Abrüstungsschritte einigen können. „Unser Ziel ist, auf der Konferenz weniger über die Kontrolle als viel mehr über die Abschaffung atomarer Waffen zu debattieren“, erklärt die IPPNW-Abrüstungsexpertin Xanthe Hall. „Wenn die Regierungen es tatsächlich ernst meinen mit der Vision einer atomwaffenfreien Welt, dann sollen sie auf der Konferenz einen Vorbereitungsprozess für eine Nuklearwaffenkonvention verabreden.“

„Die Atombombe ist jetzt 65 Jahre alt. Unsere Botschaft an die Konferenzteilnehmer: Es ist Zeit für eine Zwangspensionierung! Die Regierungen müssen einen Vertrag verhandeln, der Atomwaffen global ächtet und die Eliminierung der Nuklearwaffen innerhalb eines festen Zeitrahmens und einer strengen internationalen Kontrolle festlegt“, fordert Tim Wright, Sprecher der Internationalen Kampagne zur Abschaffung von Atomwaffen ICAN.

ICAN steht für International Campaign to Abolish Nuclear Weapons und ist eine Kampagne, bei der mehr als 200 Nichtregierungsorganisationen in 60 Ländern beteiligt sind – darunter die IPPNW. Sie wurde 2007 gegründet, mit dem Ziel, das öffentliche und politische Bewusstsein für eine Nuklearwaffenkonvention wachzurütteln. Vier Nobelpreisträger, darunter Seine Heiligkeit der Dalai Lama, unterstützen die Kampagne. Jody Williams, die 1997 für ihre Arbeit zur Ächtung von Landminen mit dem Nobelpreis geehrt wurde, ist eine weitere prominente Unterstützerin der Kampagne.

Weitere Informationen zu der Kampagne „Für eine Zukunft ohne Atomwaffen“: www.npt2010.de
Weitere Informationen zur ICAN-Kampagne: www.icanw.org

Pressekontakt: Angelika Wilmen, Tel. 030-698074-15, Internationale Ärzte für die Verhütung des Atomkrieges/Ärzte in sozialer Verantwortung, Körtestr. 10, 10967 Berlin, wilmen[at]ippnw.de, www.ippnw.de

Kontakt in New York vom 1.-7. Mai 2010: Mobil 0049-162-2057943

Foto: 

Webdossier

UN-Hauptquartier in New York. Foto: UN

Vom 27. April bis 22. Mai 2015 fand in New York die Überprüfungskonferenz zum Atomwaffensperrvertrag statt. 
Lesen Sie hier mehr darüber

Ansprechpartnerinnen


Xanthe Hall

Abrüstungsreferentin
Expertin in Fragen zu Atomwaffen
Tel. 030 / 698074 - 12
Mobil 0171 / 435 84 04
Kontakt

Inga Blum, IPPNW-Vorstand. Foto: Inga Blum

Dr. Inga Blum
Zuständig für Atomwaffenfragen im Vorstand
Kontakt

Materialien

IPPNWaktuell über die geplante Modernisierung der US-Atomwaffen in Europa.

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