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Offener Brief an Kim, Lee und Obama

Atomwaffeneinsatz auf der koreanischen Halbinsel verhindern

Die Spannungen zwischen Nord- und Südkorea können nur durch Verhandlungen gelöst werden. Foto: Marcella Bona, Flickr
07.04.2013

Die mit dem Friedensnobelpreis ausgezeichnete internationale Ärzteorganisation IPPNW appelliert an Nordkorea, Südkorea und die USA, weitere Provokationen und gefährliche Machtdarbietungen zu unterlassen und ruft zu diplomatischen Verhandlungen auf. „Unabhängig von den Gründen für die gegenwärtige Eskalation der Spannungen können die jüngsten Präsentationen atomarer Macht durch Nordkorea und die USA im Namen ihrer südkoreanischen Verbündeten nur zwei Ergebnisse zur Folge haben: entweder treten beide Seiten einen Schritt zurück vom Abgrund oder die Abschreckung versagt und Millionen von Menschen erleiden das Schicksal von Hiroshima und Nagasaki“, heißt es in dem Offenen Brief an die Präsidenten Kim, Lee und Obama.

Die Ärzteorganisation verweist auf die verheerenden humanitären Folgen eines atomaren Angriffes, die wissenschaftliche Experten und Mediziner vor einem Monat auf einer Konferenz in Oslo erörtert hatten. Unabhängig davon, von wem oder wo Atomwaffen eingesetzt würden: Es gäbe Millionen Tote, Millionen würden an Verletzungen, Verbrennungen und der Strahlenkrankheit leiden – ohne Hoffnung auf medizinische Behandlung. Die Folge wäre der soziale und ökonomische Zusammenbruch der betroffenen Länder. Zudem kann es zu globalen Klimaveränderungen und in deren Folge zu Ernteeinbußen und Hungerkatastrophen kommen, womit nach neuen Berechnungen bereits nach dem Einsatz einer relativ geringen Anzahl von Atomwaffen zu rechnen ist. Die 122 teilnehmenden Staaten riefen auf der Konferenz zu verstärkten Anstrengungen auf, Atomwaffen zu ächten und abzuschaffen.

Den vollständigen Offenen Brief an die Präsidenten von Nordkorea, Südkorea und den USA finden Sie unter www.ippnw.org/statements/2013-tension-in-korean-peninsula.pdf

Weitere Informationen zur Oslokonferenz unter www.regjeringen.no/en/dep/ud/selected-topics/humanitarian-efforts/humimpact_2013.html

Weitere Infos zum Thema Nordkorea unter www.atomwaffena-z.info/atomwaffen-glossar/n/n-texte/artikel/682/08fcb17992/index.html

Kontakt: Angelika Wilmen, Tel. 0162-2057943, Deutsche Sektion der Internationalen Ärzte für die Verhütung des Atomkrieges, Ärzte in sozialer Verantwortung (IPPNW), Körtestr. 10, 10967 Berlin

Foto: Die Spannungen zwischen Nord- und Südkorea können nur durch Verhandlungen gelöst werden. Foto: Marcella Bona, Flickr

IPPNWaktuell über die geplante Modernisierung der US-Atomwaffen in Europa.

Webdossier

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Vom 27. April bis 22. Mai 2015 fand in New York die Überprüfungskonferenz zum Atomwaffensperrvertrag statt. 
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Dr. Inga Blum
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