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Aktuelles zum Thema Atomwaffenpolitik und unsere Forderungen

Pressemitteilung vom 17. November 2017

Wo bleibt das Atomwaffenverbot für Deutschland?

Friedensnobelpreisträger fordern klares Bekenntnis im Koalitionsvertrag

Aktion vor dem Bundestag anlässlich der Unterschriftenübergabe an Agnieszka Brugger und Cem Özdemir (Grüne) am 13.11.2017, Foto: Ralf Schlesener17.11.2017 

Die Friedensnobelpreisträger ICAN und IPPNW vermissen in dem jüngst bekannt gewordenen Papier über die bisherigen Ergebnisse der Sondierungsgespräche ein eindeutiges Bekenntnis zum internationalen Atomwaffenverbot. In dem Papier bleibt auch die Frage eines Aussetzens des Modernisierungsprogramms und des Abzugs der US-Atomwaffen aus Deutschland noch offen. „Wir ermutigen die grünen Unterhändler hier am Ball zu bleiben. Laut Umfragen haben sie bei dieser Forderung die deutsche Bevölkerung hinter sich. Wir sind enttäuscht, dass sich die FDP offensichtlich von ihrer langjährigen abrüstungspolitischen Tradition abkehrt und den Fortschritt blockiert“, sagt Xanthe Hall für die beiden Friedensorganisationen.

Übergabe von mehr als 43.000 Unterschriften für nukleare Abrüstung

Jamaika-Sondierungen

Übergabe von mehr als 43.000 Unterschriften für "atomare Abrüstung" am Cem Özdemir und Agniezska Brugger (Grüne) am 13.11.2017, Foto: IPPNW13.11.2017 

Friedensaktivisten der Kampagne "Büchel ist überall. atomwaffenfrei.jetzt", der IPPNW und der mit dem Friedensnobelpreis ausgezeichneten ICAN-Kampagne haben heute mehr als 43.000 Unterschriften für den Abzug der US-Atomwaffen und einen Beitritt Deutschlands zum Vertrag über ein Verbot von Atomwaffen an Cem Özdemir und Agniezska Brugger übergeben. Damit soll den Grünen in den derzeitigen Sondierungs-Verhandlungen der Rücken gestärkt werden gegenüber FDP und CDU/CSU, die beim Thema "Atomare Abrüstung" blockieren.

Presseeinladung für den 18. November 2017

Stoppt die Eskalation – Atomwaffen ächten!

Menschenkette zwischen den Botschaften der USA und Nordkoreas

Menschenkette zwischen den Botschaften der USA und Nordkoreas am 18.11. in Berlin, Grafik: IPPNW08.11.2017 

Donald Trump und Kim Jong-un überbieten sich mit völkerrechtswidrigen Drohungen, den Gegner auszulöschen. Gleichzeitig wird bei den Jamaika-Gesprächen in Deutschland über die zukünftige Atomwaffenpolitik der Bundesrepublik verhandelt. Mehrere Friedensorganisationen, darunter die IPPNW und die Anti-Atomwaffen-Kampagne ICAN (Friedensnobelpreis 2017), organisieren aus diesem Anlass eine Aktion am Samstag, den 18. November in Berlin. Mit einer Menschenkette zwischen den Botschaften der USA und Nordkoreas soll ein Zeichen gegen atomare Aufrüstung gesetzt werden. Die Organisationen fordern einen Beitritt Deutschlands zum UN-Atomwaffenverbot sowie den Abzug der US-Atomwaffen aus Deutschland.

Pressemitteilung, 27. Oktober 2017

"Nukleare Abschreckung birgt nur Gefahren"

Russland testet atomwaffenfähige Raketen

AktivistInnen bei einer Aktion anlässlich der Verhandlungen über den UN-Vertrag für ein Verbot von Atomwaffen in New York, Foto: Ralf Schlesener27.10.2017 

Die deutschen Sektionen der mit dem Friedensnobelpreis ausgezeichneten Organisationen IPPNW und ICAN verurteilen den russischen Test von Raketen, die mit Nuklearsprengköpfen bestückt werden können. Sascha Hach, Vorstandsmitglied von ICAN Deutschland, erklärt: „Putins Provokation mit dem Test atomwaffenfähiger Langstreckenraketen ist ein weiterer Beleg für die konkrete Gefahr, die mit der nuklearen Abschreckungspolitik verbunden ist. Die Drohung gegenseitiger Auslöschung bringt keine Sicherheit, sondern hat den Westen inzwischen in drei Konfliktherde mit atomarer Sprengkraft hineingezogen. Auf die nuklearen Spannungen zwischen NATO und Russland sowie zwischen den USA und Nordkorea und dem Iran kann es nur eine Antwort aus Deutschland und Europa geben: Abrüstung und Deeskalation.“

Pressemitteilung von ICAN und IPPNW, 18.10.2017

NATO übt derzeit in Deutschland den Einsatz von Nuklearwaffen

AtomwaffengegnerInnen vor Gericht

Abrüsten statt eskalieren - Atomwaffen aus Deutschland abziehen, Foto: IPPNW18.10.2017 

Wegen einer Blockade der Start- und Landebahn am Atomwaffenstandort in Büchel (Rheinland-Pfalz) stehen am heutigen Mittwoch (18. Oktober 2017) junge FriedensaktivistInnen vor Gericht. Mit der Aktion zivilen Ungehorsams vor rund einem Jahr wollten die AktivistInnen auf die Gefahr aufmerksam machen, die von den zerstörerischen Massenvernichtungswaffen ausgeht. Der Prozess findet heute ab 13.30 Uhr vor der Jugendkammer des Amtsgericht Cochem statt. Nach Medieninformationen übt die NATO derzeit in Büchel den Einsatz von Atomwaffen, auch mit Unterstützung von Bundeswehrsoldaten.

Kommentar & Meinung
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Atomwaffen A-Z
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Webdossier

UN-Hauptquartier in New York. Foto: UN

Vom 27. April bis 22. Mai 2015 fand in New York die Überprüfungskonferenz zum Atomwaffensperrvertrag statt. 
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Ansprechpartnerinnen


Xanthe Hall

Abrüstungsreferentin
Expertin in Fragen zu Atomwaffen
Tel. 030 / 698074 - 12
Mobil 0171 / 435 84 04
Kontakt

Inga Blum, IPPNW-Vorstand. Foto: Inga Blum

Dr. Inga Blum
Zuständig für Atomwaffenfragen im Vorstand
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