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Huber fordert Abzug der US-Atomwaffen

Wolfgang Huber

Der Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Wolfgang Huber, hat den Abzug der US-Atomwaffen aus der Bundesrepublik gefordert. Die Ausbreitung dieser Waffen lasse sich nur verhindern, wenn die bisherigen Atommächte die Verfügung über atomare und andere Massenvernichtungswaffen beendeten, sagte der Landesbischof am Donnerstag zur Eröffnung der Synode der evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz laut vorab verbreitetem Redemanuskript. Er fügte hinzu: «Das schließt die 150 amerikanischen Atomwaffen, die in Deutschland lagern, ein.»

Nach Ansicht Hubers verstärken die USA «mit einer offiziellen Doktrin, die den gemeinsamen Einsatz von nuklearen und konventionellen Waffen vorsieht, den Willen bisher nicht nuklearer Staaten, über Atomwaffen zu verfügen». Der Konflikt über die Absicht Irans, Atomwaffen herzustellen, zeige, welch gefährliche Konstellation daraus entstehe.

Durch die Absicht, «Böses mit Bösem zu vergelten», könne der Teufelskreis der Gewalt nicht durchbrochen werden, mahnte der Bischof. Das zeigten die zahlreichen internationalen Konfliktherde. Als Beispiele nannte Huber den Nahen Osten, die Kämpfe zwischen der Türkei und den Kurden, die Kriege der USA im Irak und in Afghanistan sowie den Bürgerkrieg in Darfur. (ddp)

Quelle: www.pr-inside.com/de/huber-fordert-abzug-der-us-atomwaffen-aus-r99091.htm

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