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IPPNW
IPPNW-Presseinfo vom 26.1.2006

93% der Bundesbürger gegen Atomwaffen

Atomwaffendebatte in der BILD absurd

”Die Internationalen Ärzte für die Verhütung des Atomkrieges (IPPNW) reagieren empört auf den Versuch der BILD-Zeitung und des Ex-Verteidigungsministers Rupert Scholz (CDU), eine Gespensterdebatte über den Nutzen eigener Atomwaffen für Deutschland anzuzetteln. „Diese Debatte ist absurd und unerträglich - und geht an der Meinung der Bundesbürger völlig vorbei. Atomwaffen helfen weder gegen Terror, noch machen sie unsere Welt sicherer. Im Gegenteil: Sie heizen die Eskalationsspirale erst an. Die IPPNW verurteilt unterschiedslos den Einsatz und die Androhung des Einsatzes von Atomwaffen, sagt Ute Watermann, Sprecherin der IPPNW.

Die IPPNW bezeichnet als unerträglich, dass ein politisch unbedeutsamer Ex-Verteidigungs-minister, der für sein militarisiertes Denken bekannt ist, in der BILD-Zeitung einen solchen Raum eingeräumt bekommt. „Dies lässt den unguten Eindruck aufkommen, dass es sich um eine initiierte Medienkampagne der BILD-Zeitung handelt, die auf den fahrenden Zug der Chirac-Debatte aufspringen möchte. Es bleibt zu hoffen, dass andere Medien dieses absurde Theater nicht mitspielen”, sagt Ute Watermann.

Laut einer Forsa-Umfrage der IPPNW aus dem Jahr 2004 sind 93 Prozent der Bundesbürger der Meinung, dass Atomwaffen grundsätzlich völkerrechtswidrige Waffen sind und weder produziert noch gehortet werden dürfen. 92 Prozent verlangen von den Atommächten mit einer schnellstmöglichen Verschrottung ihrer Atomwaffen voranzugehen und 89 Prozent verlangen von der Bundesregierung, dass die auf deutschem Boden gelagerten Atomwaffen umgehend beseitigt werden sollen.

Die IPPNW erinnert zudem daran, dass schon die Androhung eines Einsatzes von Atomwaffen grundsätzlich völkerrechtswidrig ist - laut eines Rechtsgutachten des Internationalen Gerichthofes von 1996.

Pressekontakt:
Dr. Ute Watermann, 030 / 698 074-12 oder Mobil 0179 / 43 11 2 11

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