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Gerhard - gib uns unser Jod!

Katastrophenschutz? Fehlanzeige!

02.04.2002 

Nach dem von SPD und Grünen geänderten Atomgesetz dürfen in Deutschland noch über 20 Jahre lang Atomkraftwerke betrieben werden. Trotz gefährlicher Störfälle (jüngst in Brunsbüttel) und defekter Sicherheitssysteme der technisch überholten Anlagen sicherte die Bundesregierung der Atomindustrie zudem einen kostengünstigen Reaktorbetrieb zu. Gespart wird auch am Katastrophenschutz. Nach den Terroranschlägen vom 11. September ist Bundeskanzler Gerhard Schröder mehr denn je gefordert, die Bevölkerung bundesweit flächendeckend mit hochdosierten Jodtabletten zu versorgen, damit nach einem Super-GAU wenigstens ein Teil der gesundheitlichen Unfallfolgen abgemildert werden kann.

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Katastrophenschutz

Super-GAU und Jodblockade - Jod ist nicht für alle da

05.04.2002 

Eine "Strahlenschutztablette" gibt es nicht. Jodtabletten sind kein Allheilmittel gegen einen Atomunfall und die Vielzahl der dann auftretenden schweren Erkrankungen. Mit ihnen kann aber immerhin das hohe Risiko, an Schilddrüsenkrebs zu erkranken, deutlich reduziert werden. An der bundesweiten Versorgung der Haushalte mit hochdosierten Jodtabletten führt daher kein Weg vorbei.

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Die geplante Freisetzung von Atommüll

Rot-grüne Strahlenschutzverordnung

04.06.2002 

Die am 1. August 2001 in Kraft getretene rot-grüne Strahlenschutzverordnung erlaubt die unbegrenzte Freisetzung radioaktiver Abfälle in die Umwelt. Alte stillgelegte Atommeiler können abgerissen und der strahlende Bauschutt schlichtweg auf der nächsten Hausmülldeponie abgeladen werden. Dr. Sebastian Pflugbeil, Präsident der Gesellschaft für Strahlenschutz, rechnet mit zigtausend Strahlentoten aufgrund der neuen Verordnung.

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Die Strahlenschutzverordnung

Wie Rot-grün mit Paragraphen den Atommüll verschwinden lässt

10.06.2002 

Der gefährlichste Punkt in der am 1. August 2001 in Kraft getretenen neuen Strahlenschutzverordnung (StrlSchV) regelt die "Freigrenzen" und die "unbegrenzte Freigabe" gering kontaminierter Stoffe (§§ 8 und 29).

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Verschlechterung des Strahlenschutzes

Die faulen Punkte der Strahlenschutzverordnung

10.03.2004 

Nur wenig beachtet von der Öffentlichkeit wurde im Juli 2001 die Strahlenschutzverordnung geändert. Die Änderungen führen zu einer Verschlechterung des Strahlenschutzes für Schwangere, Jugendliche und die allgemeine Bevölkerung. Sie ist die Voraussetzung für eine preiswerte Unterbringung von Atommüll zu Lasten des Strahlenschutzes. Die neue Verordnung erlaubt die unbegrenzte Freisetzung radioaktiver Abfälle in die Umwelt. Alte stillgelegte Atommeiler können abgerissen und der strahlende Bauschutt schlichtweg auf der nächsten Hausmülldeponie abgeladen werden.

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Die neu entdeckten indirekten Strahlenwirkungen

Genomische Instabilität, Bystander-Effekt und DNS-Mutationen

16.06.2008 

Lange Zeit sind Strahlenbiologen davon ausgegangen, dass radioaktive Strahlung die Zellen allein über DNA-Strangbrüche schädigt. Nun hat man festgestellt, dass Strahlung die Zellen auch auf anderem Wege schädigen kann. Während der 1990er Jahre und vor allem seit 2000 wurden neue Strahlenwirkungen entdeckt. Man bezeichnet sie als indirekt (untargeted), da das Ziel (target) nicht die DNA ist. Allerdings weiß man noch nicht, wo innerhalb der Zelle das Ziel ist.  

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Kinderkrebs um Atomkraftwerke - Überblick über internationale Studien

01.07.2002 

Nach einer Darstellung der aktuellen Auseinandersetzungen um die Ergebnisse der Körblein-Studie 2001, die erhöhte Kinderkrebsraten in der Umgebung bayerischer Kernkraftwerke nachweist, wird ein Überblick weiterer internationaler und nationaler Untersuchungen zum Thema Kinderkrebs um Atomkraftwerke gegeben.

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Körblein weist Kritik an seinen Kinderkrebs-Studien zurück

20.09.2001 

Wissenschaftliche Arbeiten von Dr. Alfred Körblein, Umweltinstitut München zeigen signifikant erhöhte Kinderkrebsraten im Nahbereich deutscher Atomkraftwerke. Seine Ergebnisse wurden zwischenzeitlich vom Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) bestätigt. Körblein hatte in einer seiner Arbeiten eine Studie des Deutschen Kinderkrebsregisters in Mainz (sog. "Michaelis-Studie" von 1997) korrigiert. Das Deutsche Kinderkrebsregister warf Körblein daraufhin vor, er arbeite mit unsauberen wissenschaftlichen Methoden. Im folgenden Beitrag weist Körblein diese Kritik zurück.

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IPPNW-Presseinfo vom 25. Juli 2008

Es gibt keine „unbedeutende Dosis“

Ärzte fordern: Kontaminationen nicht verharmlosen

25.07.2008 

Nach dem jüngsten Zwischenfall in dem französischen Kernkraftwerk Tricastin, bei dem hundert Angestellte kontaminiert worden sind, fordert die Ärzteorganisation IPPNW, radioaktive Kontaminationen nicht zu verharmlosen. Sprecher der Atomkraftwerksbetreiber und der französischen Atomaufsichtsbehörde hatten die Verstrahlung der Betroffenen jüngst als „unbedeutend“ oder als „leichte Verstrahlung“ charakterisiert.

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IPPNW-Presseinfo vom 14.09.2005

Radioaktive Strahlung bringt Krankheit und Tod

IPPNW warnt vor längeren AKW-Laufzeiten

14.09.2005 

Radioaktivität beeinträchtigt lebende Zellen. Selbst kleinste Strahlendosen können die Erbinformation verändern, das Immunsystem schädigen und Krebs auslösen. Die Gefährlichkeit dieser sogenannten Niedrigstrahlung hat nun auch die als konservativ geltende National Academy of Science in den USA bestätigt. Im Juni 2005 schreibt sie in einer Studie, dass es keine untere Schwelle für gefährliche Strahlendosen gibt. Alle Dosen können Krebs auslösen - radioaktive Strahlung ist somit gefährlicher als bisher offiziell angenommen.

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Aus IPPNW-Forum 98/06

Radioaktive Strahlung ist gefährlicher als bisher angenommen

Interview mit Prof. Dr. Wolfgang Hoffmann

10.04.2006 

Bis vor wenigen Jahren beruhte die Risikoforschung ganz wesentlich auf den Daten der Überlebenden von Hiroshima und Nagasaki, die durch eine - glücklicherweise - extrem ungewöhnliche Strahleneinwirkung betroffen waren. Die Menschen dort waren in kurzer Zeit einer hohen Strahlendosis mit einem speziellen Energiespektrum ausgesetzt. Eine solche Strahlung kommt in beruflichen Zusammenhängen nicht vor. Zudem leidet die Hiroshima-Studie unter methodischen Einschränkungen, die insgesamt zu einer Unterschätzung des Strahlenrisikos geführt haben. In jüngster Zeit häufen sich epidemiologische Studien, die große Gruppen untersuchen, die über eine lange Zeit niedrigen Strahlendosen ausgesetzt waren. Dies ermöglicht eine realistischere Risikoabschätzung.

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