A- | A | A+
RSS  Drucken   Senden
IPPNW

Sie sind hier: www.ippnw.de | Atomenergie | Energiewende

Beschluss der IPPNW-Mitgliederversammlung

Energiewende als Friedenspolitik

Für eine kriegs-präventive dezentrale Energiewirtschaft

12.03.2011 

Die Deutsche Sektion der Internationalen Ärzte für die Verhütung des Atomkrieges (IPPNW) engagiert sich für eine ökologisch nachhaltige und kriegs-präventive dezentrale Energiewirtschaft. Aus ökologischen, friedenspolitischen, sozialen und wirtschaftlichen Gründen sollte die Energieversorgung schnellstmöglich und weitgehend auf heimische erneuerbare Energien "in Bürgerhand" umgestellt werden. Die Abhängigkeit von Energieimporten und von konzern-eigenen Großkraftwerksstrukturen sollte aus den folgenden Gründen minimiert werden:

1. Die IPPNW tritt ein für eine kriegs-präventive dezentrale Energiewirtschaft. Durch die Nutzung heimischer erneuerbarer Energien werden Energieimporte praktisch überflüssig. Länder, die auf Energieautonomie setzen, werden sich in Zukunft wohl nicht mehr an Energie-Kriegen beteiligen. Eine dezentrale Energiewirtschaft ist daher ein ganz entscheidender Schlüssel für die Überwindung neokolonialer Strukturen und für die Verhütung von Kriegen.

2. Die propagierte "Energie-Außenpolitik" mit dem Bezug von Energie in großem Stil aus entfernten Weltregionen gefährdet den Frieden, ohne die Energieprobleme zu lösen. Die Realität der Großimporte von Öl und Gas zeigt, dass die Erschließung und Absicherung von konzerneigenen Produktionsstätten und Transportwegen (Pipelines, Schifffahrtswege) zu Militarisierung und Kriegen führt, nicht aber zu einer stabilen Energieversorgung. Ebenso wäre eine sensible Infrastruktur mit solarthermischen Großkraftwerken und wenigen Stromtrassen nach Europa in Verbindung mit zahlreichen staatlichen und privatwirtschaftlichen Akteuren ein ständiger Quell von Konflikten – mit der Gefahr von Terroranschlägen und bewaffneten Auseinandersetzungen.

3. Eine dezentrale Energiewirtschaft "in Bürgerhand" stärkt die wirtschaftliche Potenz von Bürgern und Kommunen, fördert die Demokratie, sorgt für mehr Verteilungsgerechtigkeit, reduziert die Gefahr der Energie-Armut, fördert regionale Wirtschaftskreisläufe, sorgt für Arbeitsplätze in der Region und fördert somit indirekt die Gesundheit der Menschen. Die atomkritische Friedensorganisation IPPNW fordert daher die Realisierung der erwiesenermaßen möglichen 100%-igen regenerativen Energieerzeugung "in Bürgerhand" durch die intensivierte Fortführung des bereits höchst erfolgreichen Ausbaus dieser Energieformen. Das für Nordafrika geplante DESERTEC-Projekt macht deshalb auch allenfalls als regionale Versorgung einen Sinn, aber nicht als "Wüstenstrom-Import" nach Europa.

4. Eines der wichtigsten Prinzipien zukunftsfähigen Wirtschaftens ist die Begrenzung des Wachstums in einer begrenzten Welt. Stromerzeugungs-Großanlagen halten hingegen den Glauben an die Unbegrenztheit der Wachstumsmöglichkeiten aufrecht und behindern die Entwicklung einer Kultur der Ressourcen-Einsparung mit einer Post-Wachstumsökonomie.

Da die Erreichung dieser Ziele insbesondere zusammen mit systematischer Energie-Einsparung sehr viel schneller möglich ist, als von der Atom- und Öl-Lobby behauptet, fordert die IPPNW zugleich die Rücknahme der hoch-gefährlichen Laufzeitverlängerung der Atomkraftwerke und den sofortigen Ausstieg aus der Atomenergie.  

Beschlossen von der IPPNW-Mitgliederversammlung am 12.3.2011 in Frankfurt am Main.

Flugblatt

Atomstrom adé!

Atomkraftwerke abschalten - Zusammen können wir es!

15.10.2004 

"Atomkraftwerke abschalten - Zusammen können wir es!" unter diesem Motto wirbt die IPPNW-Studierendengruppe Berlin seit Beginn dieses Semesters, zu einem Ökostromanbieter zu wechseln. Sie stellen Kriterien vor, auf die beim Stromwechsel generell geachtet werden sollte, informieren über regnerative Energieformen und geben Tipps zum Stromsparen.

lesen ...

IPPNW Presseinformation vom 28. September 2006

Atomausstieg selber machen

Stromwechsel jetzt!

28.09.2006 

Führende Umweltverbände, Organisationen für Verbraucherschutz und Anti-Atom-Initiativen rufen die atomkritische Mehrheit in Deutschland auf, ihre Vertragsbeziehungen zu den Atomstromproduzenten zu beenden und massenhaft zu Ökostromern zu wechseln. Private Haushalte, Gewerbe und Unternehmen sollen so gegen die einseitige Aufkündigung des so genannten Atomkonsenses durch den Essener Stromriesen RWE und die anderen drei Atomstromproduzenten E.ON, Vattenfall und Energie Baden-Württemberg (EnBW) vorgehen.

lesen ...

IPPNW-Meldung vom 21.Dezember 2006

Wortbruch der Atomkonzerne

Aktionsbündnis ruft zum Stromwechsel auf

21.12.2006 

Die Strategie des Wortbruchs der deutschen Atomkraftwerksbetreiber erreicht mit dem heutigen Antrag der Energie Baden-Württemberg (EnBW) auf Laufzeitverlängerung für den Altreaktor Neckarwestheim 1 einen neuen Höhepunkt. Nach dem Essener Stromkonzern RWE demonstrieren jetzt auch die EnBW und ihr Vorstandsvorsitzender Utz Claassen, dass ihnen vertragliche Verpflichtungen, eigene Beteuerungen oder die Wünsche der Mehrheit ihrer Kunden wenig, die Aussicht auf Milliardenprofite aber alles bedeuten.

lesen ...

Das Aktionsbündnis Atomausstieg selber machen

Jetzt wechseln

Hier geht es zur Kampagnen-Website des Aktionsbündnisses "Atomausstieg selber machen" Die vier am Aktionsbündnis beteiligten Ökostromanbieter haben eine zentrale Telefon-Hotline eingerichtet. Wenn Sie Fragen zum Stromwechsel haben oder wenn Sie sich Antragsunterlagen für den Stromwechsel zuschicken lassen wollen, dann wählen Sie einfach Tel: 0800-7626852

Presseinformation vom 24.06.2007

Wer nicht hören will muss fühlen

Aufruf zum Vattenfall-Ausstieg

AKW Krümmel24.06.2007 

Nach dem erneuten Antrag auf Laufzeitverlängerung für das Atomkraftwerk Brunsbüttel fordert die Initiative "Atomausstieg-selber-machen" Vattenfall-Kunden auf, die in den vergangenen Wochen eingesetzte Fluchtbewegung weg vom schwedischen Atom- und Braunkohlekonzern hin zu Ökostromunternehmen zu verstärken. Eine Woche vor dem Stichtag für kräftige Strompreiserhöhungen provoziert der Vattenfall-Konzern seine Kunden schon wieder.

lesen ...

Presseinformation vom 17. Juli 2007

Vattenfall ist überall!

Boom bei Ökostromanbietern

17.07.2007 

Der Stromanbieterwechsel in Deutschland wird endlich Alltag. Unter dem Eindruck der Reaktorhavarien in Krümmel und Brunsbüttel verliert vor allem der Vattenfall-Konzern immer mehr Kunden an Ökostrom-Anbieter. Der Zulauf dort erreicht in diesen Tagen Rekordwerte. Auch provozierende Preiserhöhungen und die Ankündigung der Konzerne, trotz des sich beschleunigenden Klimawandels eine neue Generation Kohlendioxid-intensiver Kohlekraftwerke zu bauen, heizt das Wechselfieber in Deutschland an.

lesen ...

Pressemitteilung der Kampagne "Atomausstieg selber

Strompreiserhöhung? Jetzt zu Ökostrom wechseln!

Kampagne Atomausstieg selber machen

15.06.2007 

Die wichtigsten Umweltorganisationen und Anti-Atomkraftinitiativen haben die Verbraucherinnen und Verbraucher, Gewerbetreibende und Unternehmen gemeinsam aufgefordert, zum 1. Juli den Stromversorger zu wechseln. Die im Aktionsbündnis "Atomausstieg selber machen" zusammengeschlossenen Organisationen reagierten damit auf die Ankündigung von etwa 100 traditionellen Stromversorgern, die Preise zur Jahresmitte erneut - zum Teil drastisch - zu erhöhen.

lesen ...

Eine gemeinsame Pressemitteilung vom 01. 08. 2007

Jetzt den Stromkonzernen die rote Karte zeigen!

Pannen und Preiserhöhungen

01.08.2007 

Heute wird Umweltminister Gabriel seinen Zwischenbericht zu den Störfällen in den Atomkraftwerken Krümmel und Brunsbüttel abgeben. Diese verdeutlichen die ständige Gefahr, die von der Atomkraft ausgeht. Immer mehr Menschen ziehen aus Störfällen in Atomkraftwerken und steigenden Strompreisen die Konsequenz. Sie wechseln zu Ökostrom.

lesen ...[Link zur Kampagnenseite]

Weiterhin rote Karte für Vattenfall

Umweltverbände rufen erneut zum Stromwechsel auf

27.06.2008 

Vor einem Jahr am 28. Juni 2007 brannte es auf dem Gelände des Kernkraftwerks Krümmel. Das Kernkraftwerk Brunsbüttel wurde störungsbedingt herunter gefahren. In der Folge hatte der Betreiber Vattenfall wochenlang Informationen über die tatsächlichen Auswirkungen der Schnellabschaltungen in den beiden Atommeilern verschwiegen und herunter gespielt. Danach verlor Vattenfall rund 250.000 Kunden. Viele von ihnen wechselten zu Ökostromanbietern.

lesen ...

Fragen zum Stromwechsel

Endlich weg vom Atomstrom

17.01.2007 

Noch immer sind viele Menschen Stromkunden der großen Atomkonzerne, obwohl sie die Nutzung der Atomenergie ablehnen. In den folgenden Fragen und Antworten werden gute Argumente geliefert, um sich leichter für einen Wechsel des Stromanbieters zu entscheiden. Die IPPNW gibt klare Antworten auf viele dieser Fragen, die den Stromwechsel erleichtern.

lesen ...