
Das ganze Gerede von der vermeintlichen Klimafreundlichkeit der Atomenergie wie auch die Pro-Atom-Einstellung der neuen Bundesregierung helfen der Atomindustrie in einem Punkt nichts: Die Bevölkerung Deutschlands ist unverändert gegen die Nutzung der Atomenergie. Mit 62 Prozent sprachen sich in einer Umfrage auch im März 2010 nach wie vor rund zwei Drittel der Deutschen für einen Ausstieg aus der Atomenergie aus. Nur 34 Prozent sind dagegen. Unter den Unionsanhängern sind sogar 71 Prozent für den Atomausstieg. Und: 40 Prozent der Deutschen finden, der Atomausstieg sollte so schnell wie möglich stattfinden - Ein beeindruckend hoher Anteil der Bevölkerung plädiert also für einen Sofortausstieg. Unter den Unionsanhängern finden sich 21 Prozent "Sofortaussteiger".
Für diese Umfrage im Auftrag der ARD-Tagesthemen hat das Meinungsforschungsinstitut "Infratest dimap" Anfang März 1000 Wahlberechtigte telefonisch befragt.
37 Prozent der Befragten teilen demnach die offizielle Position von Umweltminister Norbert Röttgen, dass der Atomausstieg spätestens 2030 abgeschlossen sein sollte.
Nur 20 Prozent finden, die Atomkraftwerke sollten unbegrenzt weiter laufen.
71 Prozent der Unionsanhänger für Atomausstieg
50 Prozent der Unionsanhänger wollen die Atomkraftwerke wie Umweltminister Röttgen spätestens 2030 abschalten. 21 Prozent wollen sogar den sofortigen Ausstieg. Zusammen genommen plädieren also 71 Prozent der Unionsanhänger für einen Ausstieg aus der Atomenergie.
Von den FDP-Anhängern wollen 58 Prozent entweder sofort oder spätestens 2030 die Atomkraftwerke abschalten.
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