
In Polen konkretisieren sich Pläne für den Einstieg in die Kernenergie. Aufgrund der möglichen grenzüberschreitenden Auswirkungen eines Atomunfalls fordert die atomkritische Ärzteorganisation IPPNW die polnische Regierung auf, von diesen Plänen Abstand zu nehmen. Die deutsche Bundesregierung ist gefordert, ihrerseits in Polen förmlich zu intervenieren. Auf der Grundlage des Übereinkommens über die Umweltverträglichkeitsprüfung im grenzüberschreitenden Rahmen können Bürgerinnen und Bürger förmlich gegen die Atompläne des Nachbarlandes protestieren.
Gemeinsam mit anderen deutschen atomkritischen Verbänden kritisiert die IPPNW aus den folgenden Gründen das Vorhaben Polens, ausgerechnet jetzt nach Fukushima in die Atomenergie-Nutzung neu einzusteigen:
1. Im Falle eines Super-GAU in Polen kann der Transport radioaktiver Strahlenpartikel über Luft und Wasser, Verkehr und Nahrungsmittel der Bevölkerung auch in Deutschland Schaden zufügen.
2. Aufgrund eines weltweit fehlenden Endlagers ("Langzeitlagers") für hochradioaktive Abfälle stellt der geplante Atomenergie-Einstieg Polens ein ewig währendes Sicherheitsrisiko dar.
3. Der in Polen geplante Neueinstieg in die Atomenergie-Nutzung durch Konzerne blockiert den aus vielen Gründen wesentlichen sinnvolleren Ausbau erneuerbarer Energien "in Bürgerhand".
Machen Sie mit!
Die IPPNW fordert die Bürgerinnen und Bürger auf, ...
die Unterschriftenaktion des Umweltverbandes BUND
und
die Unterschriftenaktion des Umweltinstituts München
mitzutragen.
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