Pressemitteilung vom 15.10.2003

IPPNW unterstützt Klage gegen Atommüll-Lager

FORUM "Gemeinsam gegen das Zwischenlager" erhält Spende der IPPNW

Augsburg- Im Namen der Ärztevereinigung IPPNW überreichte gestern Abend in Augsburg Reinhold Thiel der Bürgerinitiative "FORUM Gemeinsam gegen das Zwischenlager und für eine verantwortbare Energiepolitik e.V." einen Spendenscheck. Mit 2.500 Euro unterstützt die IPPNW die bevorstehende Klage gegen das standortnahe Atommüll-Lager Gundremmingen, das in seinen Dimensionen Deutschlands größtes Lager werden soll. Die dort beantragten Lagermengen übersteigen in ihrem radioaktiven Inventar die bereits genehmigten Mengen von Ahaus und Gorleben.

Mit dem Verein FORUM Gemeinsam gegen das Zwischenlager hat sich ein ständig wachsendes Widerstandsbündnis gebildet, das die Klage vorbereitet. Eine erfolgreiche Klage könnte sich auch positiv auf die Verfahren an den anderen 11 AKW-Standorten in Deutschland auswirken.

Raimund Kamm, Vorstand des FORUM, informierte in Gegenwart des Kassenärztlichen Vorsitzenden von Bayern-Schwaben, des Prorektors der Universität Augsburg und Teilnehmern des Ärztearbeitskreises Umwelt und Gesundheit die anwesenden Ärztinnen und Ärzte über die Gefahren des geplanten Lagers und den Stand des Genehmigungsverfahrens.

Gegen den Bau des Atommüll-Lagers wurden in Deutschland insgesamt 76.000 und in Österreich 22.000 Einwendungen erhoben. Trotzdem wurde für Ende dieses Jahres die Genehmigung angekündigt. Obwohl das zwischen Ulm und Augsburg gelegene Gundremmingen in diesem Jahr abgeschrieben sein wird, wollen die zwei größten deutschen Stromkonzerne (RWE und EON) zusätzlich für weitere 2.250 Tonnen neuen Atommüll ein Lager in Gundremmingen bauen. Damit würde ein neuer Atommüll-Parkplatz geschaffen, der 25 - 35 Jahre Weiterbetrieb erlauben würde.


Internationale Ärzte für die Verhütung des Atomkrieges (IPPNW), Körtestr. 10, 10967 Berlin, Tel.: 030-698074-0, Fax: 030-6938166,
E-Mail: ippnw@ippnw.de;
Internetseite:www.ippnw.de

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