Presseinformation vom 03.03.04

IPPNW-Initiative Hanau: Die erste viertel Million ist voll!

Klares Signal gegen den Verkauf der Siemens-Plutoniumfabrik

Berlin- Die Resonanz auf die Aktion Hanau selber kaufen ist überwältigend: in nur sechs Tagen zeichneten 2.500 potenzielle Käuferinnen und Käufer in ihren Kaufbeteiligungserklärungen mehr als eine Viertel Million Euro (253.816,41 Euro), um den Export der Brennelementefabrik nach China zu verhindern. "Das ist eine deutliche politische Aufforderung an die Regierung, das gefährliche Plutonium-Geschäft mit China zu stoppen. Wir ertrinken in Glückwünschen, Kaufbeteiligungen und Anregungen zur Aktion", sagt Ute Watermann, Sprecherin der IPPNW.

Peter Sodann, Tatortkommissar und einer der ersten prominenten UnterstützerInnen der Aktion freut sich ebenfalls über die Resonanz: "Jetzt müssen wir noch mehr werden. Ich hoffe, dass jeder Deutsche einen Euro spendet und so die ganze Summe voll wird."

Gezeichnet wurden Anteile von 10 bis 10.000 Euro, Schülerinnen fragten, ob sie als 16jährige mitkaufen dürften, RentnerInnen entschuldigten sich für den schmalen Betrag der ihnen möglichen Beteiligung. AkademikerInnen, PolitikerInnen und Angestellte machten privat bis zu 5000 Euro locker.

"Der Protest gegen den Verkauf der Plutoniumanlage geht quer durch alle gesellschaftlichen und politischen Gruppierungen. Die Anti-Atom-Bewegung ist so lebendig wie nie zuvor", sagt Stephan Kolb, Vorsitzender der IPPNW. Aus Frankreich, der Schweiz, Österreich, Schottland und sogar aus Bethlehem erreichten die IPPNW gezeichnete Kaufbeteiligungen.

Zu weiteren prominenten MitstreiterInnen zählen u.a. die Münchner Lach- und Schiessgesellschaft, der Moderator Axel Bulthaupt und der Journalist Franz Alt. Mit Christine Scheel, Undine Kurth, Franziska Eichstädt-Bohlig, Hans-Josef Fell und Josef Winkler (alle Bündnis 90/Die Grünen) erhöht sich die Anzahl der unterstützenden Bundestagsabgeordneten (MdB) von drei auf acht. Dürfte der Bundestag über den Export entscheiden, könnte dies die Regierungsmehrheit gefährden. Insider schätzen sogar, dass achtzig Prozent der SPD-Bundestagsfraktion gegen den Export der gefährlichen Anlage sind.

"Wir werden daher die SPD-Bundestagsabgeordneten persönlich anschreiben und Ihnen ebenso wie Außenminister Joschka Fischer in der vergangenen Woche, den naheliegenden Vorschlag machen, die Initiative "Hanau selber kaufen" mit einem namhaften Betrag zu unterstützten", sagt Ute Watermann. So wie es der Bundesvorstand der grünen Jugend getan hat, der 10.000 Euro zeichnete, die ihm zuvor die Allianz-Versicherung gespendet hatte. "Mit dem bisher zusammen gekommen Finanzpolster können wir nun die Verhandlungen mit Siemens aufnehmen. Die erste Anzahlung ist gesichert", sagt Stephan Kolb. "Vielen Dank allen, die dazu beigetragen haben."

Weitere Informationen: www.hanauselberkaufen.de

Pressekontakte:
Dr. Ute Watermann (IPPNW-Sprecherin) 0179 - 54 11 2 11
Stephan Kolb (Vorsitzender des IPPNW-Vorstandes) 0172 - 84 28 233
IPPNW-Büro: 030 - 69 80 74-0



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