A- | A | A+
RSS  Drucken   Senden
IPPNW

Anders wählen

Wie wir aus der Atomenergie aussteigen können

Können Sie mit Ihrer Stimme bei der Wahl zum Bundestag einen tatsächlichen Ausstieg aus der Atomenergie erreichen? Nein. Das ist kein wahlentscheidendes Thema und keine Partei macht sich dafür stark. Sie können aber nach anderen Gesichtspunkten wählen und damit mehr erreichen.

Wählen Sie einfach einen anderen Stromanbieter. Einen, der Ihnen nicht Atomstrom, sondern einen Mix aus regenerativen Energien und umweltfreundlichen Techniken anbietet. Diese Wahl kann für Sie im Monat eine etwas höhere Stromrechnung als bisher (etwa den Gegenwert einer Kinokarte) oder sogar eine Ersparnis bringen. Ein Vergleich der Anbieter lohnt sich. Entscheiden Sie selbst, ob Ihnen Ihr persönlicher Ausstieg aus der Atomenergie das wert ist.

Über das tatsächliche Ende der Atomenergie wird nicht nach dem politischen Willen der Bevölkerung entschieden, sondern ob die Unternehmen, die Atomstrom anbieten, damit noch für sie maximale Gewinne erwirtschaften können. Die einzige Sprache, welche Konzernmanager verstehen, ist die Sprache des Geldes.

Würden alle Kunden ihre Atomstromanbieter verlassen, hätten wir bald den Atomausstieg. Stromwechseln erscheint zunächst kompliziert, ist aber tatsächlich einfach. Postkarte oder Email genügen. Ihr neuer Stromanbieter wird alles für Sie erledigen.

Sie haben noch eine weitere Möglichkeit, "die Atomenergie abzuwählen". Sie können auf den Kauf von Produkten des Siemens-Konzerns (Kühlschränke, Telefone, Computer, Waschmaschinen etc.) verzichten. Siemens hat alle laufenden Atomkraftwerke in Deutschland gebaut und baut weiterhin Atomkraftwerke. Das nächste schon in Finnland.

Siemens hat in mehreren Geschäftsbereichen schon Schwierigkeiten. Wenn weitere Umsatzeinbußen drohen, weil Kunden wegen des unverantwortlichen Atomgeschäfts unzufrieden sind, wird sich Siemens Gedanken machen. Zumal bei solchen Großkonzernen der Imageschaden oft schwerer wiegt als momentane Quartalsergebnisse. Auch ist das Attribut "Atomkonzern" heutzutage nicht mehr gut für das Image.

Wichtig ist es, dass Siemens auch erfährt, warum seine Kunden unzufrieden sind. Es kostet Sie nur ein wenig Zeit, an Siemens ein kurzes Fax oder eine Email zu schicken, etwa: "Ich werde so lange keine Produkte Ihres Unternehmens mehr kaufen, bis Sie aus dem Atomenergiegeschäft zugunsten Ihrer im eigenen Unternehmen vorhandenen erneuerbaren Energieformen ausgestiegen sind."

Mindestens 70% der Bevölkerung wollen nach der letzten Meinungsumfrage raus aus der Atomenergie. Wenn nur jeder fünfte davon als Kunde und Verbraucher richtig wählen würde, wäre alles gelaufen. Der Markt hätte entschieden.

Jürgen Hölzinger, IPPNW

 

Adresse Siemens

An die Siemens AG
Vorsitzender des Aufsichtsrates
Herrn Dr. jur. Heinrich von Pierer
Wittelsbacher Platz 2
80333 München
Fax: 089-636-52000
Email: heinrich.pierer@siemens.com

 

 

 

Einige unverbindliche Adressen zum Stromwechsel:

 

1. EWS-Elektrizitätswerke Schönau GmbHFriedrichstraße 53-5579677 SchönauTel. 07673 – 88850Fax 07673 – 888519Email: info@ews-schoenau.deInternet: www.ews-schoenau.de

 

2. Greenpeace energy eG
Schulterblatt 120
20357 Hamburg
Tel. 040 – 280579 - 0
Fax 040 – 280579 – 99
Email: info@greenpeace-energy.de
Internet: www.greenpeace-energy.de

3. Die Strommixer GmbH
Hofstrasse 26 d
26844 Jemgum
Tel. 04958 – 910980 – 0
Fax 04958 – 9106 – 40
Email: info@die-strommixer.de
Internet: www.die-strommixer.de

Weitere Infos über Stromanbieter:

www.ippnw.de/index.php

oder sonstige Informationen zum "Stromwechsel" im Internet.

... zurück

Teilen