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IPPNW

Überblick über die deutschen Atomkraftwerke

Von Biblis bis Unterweser

AKW Gundremmingen01.12.2011 

In Deutschland werden derzeit neun kommerzielle Atomkraftwerke betrieben. Alle Anlagen wurden von Siemens/KWU gebaut. Das Geschäftsfeld von Siemens wurde zuletzt in den französischen Atomkonzern AREVA integriert, der auch in Deutschland im Nuklearservice sowie als Brennelement-Lieferant tätig ist. Betrieben werden die deutschen Atomkraftwerke im wesentlichen von vier großen Energiekonzernen: E.ON, RWE, EnBW und Vattenfall. Die Standorte der in Betrieb befindlichen Atomkraftwerke lauten: Brokdorf, Emsland (Lingen), Grafenrheinfeld, Grohnde, Gundremmingen, Isar, Neckar (Neckarwestheim) und Philippsburg.

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Biblis B

AKW

23.08.2005 

Der Atomkraftwerksblock Biblis B wurde von Siemens/KWU errichtet und wird von dem Energiekonzern RWE betrieben. Der Druckwasserreaktor mit einer elektrischen Leistung über 1300 Megawatt wurde 1977 offiziell in Betrieb genommen. Das hessische Atomkraftwerk liegt am Rhein auf der Höhe von Worms. 

[Schwere Sicherheitsdefizite des AKW Biblis B]  [Biblis B am 8. Februar 2004: Notstromfall nach Unwetter]  [Rheinhochwasser kann Katastrophe im Atomkraftwerk Biblis auslösen]

12.09.2005  Biblis B am 8. Februar 2004: Notstromfall nach Unwetter

17.08.2005  Rheinhochwasser kann Katastrophe im Atomkraftwerk Biblis auslösen

Der Europäische Druckwasser-Reaktor von Siemens

Neue Atomkraftwerke

23.08.2005 

In deutsch-französischer Kooperation entwickelte Siemens in den 1990er Jahren ein neues Atomkraftwerk: den "Europäischen Druckwasser-Reaktor" (EPR). Der Prototyp dieses Atommeilers wird derzeit in Finnland am Standort Olkiluoto gebaut.

09.12.2003  Sicherheitstechnische Defizite des Europäischen Druckwasser-Reaktors (EPR)

01.05.2005  Siemens beginnt mit dem Bau des EPR in Finnland

07.02.2005  Die Stromkunden finanzierten die Entwicklung des EPR

07.08.2005  Der Europäische Druckwasser-Reaktor wird massiv subventioniert

Pannen in der Wiederaufarbeitungsanlage Sellafield

Plutonium-Fabrik

11.05.2005 

Wiederaufarbeitungsanlagen sind schmutzige Atom-Chemie-Fabriken, in denen vor allem Uran und Plutonium mit Hilfe von Chemikalien aus hochradioaktiven Brennelementen herausgelöst werden. In der britischen Wiederaufarbeitungsanlage Sellafield (früher: Windscale) werden auch Brennelemente aus deutschen Atomkraftwerken chemisch aufgelöst und Plutonium daraus gewonnen. In der Anlage kam es immer wieder zu schweren Pannen. Zuletzt im Jahr 2005.

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Siemens beginnt mit dem Bau des EPR in Finnland

AKW-Bau

01.05.2005 

Am 1. Februar 2005 hat das "Olkiluoto-3 Konsortium" bestehend aus AREVA und Siemens die Baustelle für das neue Atomkraftwerk im finnischen Olkiluoto von seinem Kunden Teollisuuden Voima Oy (TVO) übernommen. Der finnische Energieversorger TVO war für die umfangreichen Vorbereitungsarbeiten des Bauareals verantwortlich. Hierzu gehörten unter anderem die Aushubarbeiten für die Kraftwerksgebäude, der Bau der Kühlwasserkanäle sowie infrastrukturelle Maßnahmen wie die Straßenerschließung oder die Strom- und Wasserversorgung der Baustelle. Innerhalb des Konsortiums wird Framatome ANP, ein Unternehmen von AREVA und Siemens, die Nuklearanlage und Siemens Power Generation die Turbinenanlage für das Kernkraftwerk liefern.

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