Die Arbeit analysiert auch die von der Internationalen Atomenergie Organisation IAEO und der Weltgesundheitsorganisation WHO im September 2005 publizierten Arbeitsergebnisse zu den Folgen von Tschernobyl. Bei den von IAEO und WHO vorgelegten Zahlen lassen sich zwischen Pressemitteilung, offiziellem Bericht und den diesem wiederum zugrunde liegenden Originalquellen erheblichen Unstimmigkeiten nachweisen. In der von der IPPNW und der Gesellschaft für Strahlenschutz vorgelegten Arbeit geht es nicht darum, den offenkundig falschen Zahlen von IAEO und WHO die "richtigen" Zahlen gegenüber zu stellen. Die Autoren der Arbeit Dr. Sebastian Pflugbeil, Henrik Paulitz, Dr. Angelika Claußen und Prof. Dr. Inge Schmitz-Feuerhake weisen auf die gravierenden methodischen Schwierigkeiten bei der Analyse der Tschernobyl-Folgen hin. Dazu gehört unter anderem, dass wesentliche Daten zu den Tschernobyl-Folgen in Ost und West der Geheimhaltung unterliegen. Gestützt auf seriöse wissenschaftliche Arbeiten zeigen sie dennoch auf, mit welcher Vielfalt von Gesundheitsschäden wir uns befassen müssen und mit welchen Größenordnungen man es zu tun hat, wenn man von den gesundheitlichen Folgen von Tschernobyl spricht.
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[06.04.2006]