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IPPNW-Pressemitteilung vom 10.03.2015

Kein AKW-Neubau in Akkuyu in der Türkei

Türkei atomfrei, Foto: http://www.nukleersiz.org, Mehmet Ozdag10.03.2015 

Anlässlich des morgigen Fukushima-Jahrestages warnt die IPPNW-Europa-Vorsitzende Dr. Angelika Claußen vor einem AKW-Neubau im Erdbebengebiet von Akkuyu in der Türkei und unterstützt die Proteste und Gerichts-Klagen der Bevölkerung gegen das AKW-Projekt. Der Bau des Atomkraftwerks, der mit einem Staatsvertrag zwischen der russischen und der türkischen Regierung 2010 unterzeichnet wurde, ist höchst umstritten. Doch die Regierung Erdogan will das Projekt zusammen mit der russischen Atomfirma ROSATOM gegen alle Widerstände durchsetzen.

IPPNW-Pressemitteilung vom 3.3.2015

Tausende zusätzliche Krebserkrankungen zu befürchten

IPPNW-Pressekonferenz zum 4. Jahrestag der Atomkatastrophe von Fukushima

Ayotos Mutter sammelt alle Unterlagen über Untersuchungen und Strahlenbelastung ihres Sohnes, Foto Ian Thomas Ash03.03.2015 

Vier Jahre nach der Atomkatastrophe von Fukushima beginnen sich die gesundheitlichen Folgen für die japanische Bevölkerung abzuzeichnen. Aus den Zahlen des Wissenschaftlichen Ausschusses der Vereinten Nationen zur Untersuchung der Auswirkungen der atomaren Strahlung (UNSCEAR) geht hervor, dass in Japan aufgrund der radioaktiven Verseuchung bis zu 16.000 zusätzliche Krebserkrankungen und bis zu 9.000 zusätzliche Krebstodesfälle zu erwarten sind. Die Ärzteorganisation IPPNW geht davon aus, dass die tatsächlichen Zahlen weitaus höher liegen dürften, da die im UNSCEAR-Bericht aufgeführten Emissionswerte ausschließlich auf Angaben der japanischen Atomenergiebehörde beruhen und deutlich höhere Angaben unabhängiger Institute unberücksichtigt lassen.

IPPNW-Pressemitteilung vom 19.1.2015

Ohne Entsorgungsnachweis ist der AKW-Betrieb zu verbieten

IPPNW-ÄrztInnen zum Brunsbüttel-Urteil

AKW Brunsbüttel ohne Genehmigung des Zwischenlagers.19.01.2015 

Nachdem das Bundesverwaltungsgericht die Genehmigung des Zwischenlagers in Brunsbüttel endgültig aufgehoben hat, fordert die Ärzteorganisation IPPNW die Bundesumweltministerin Barbara Hendricks sowie die zuständigen Länderminister auf, den Atomkraftwerken unverzüglich die Betriebsgenehmigungen zu entziehen. Da die Zwischenlager alle baugleich sind, ist ihr Betrieb ebenso illegal wie der Betrieb des Zwischenlagers Brunsbüttel. Ohne sicheren Entsorgungsnachweis ist die fortdauernde Produktion von weiterem Atommüll nicht zulässig. Die Landesbehörden für die Atomaufsicht stehen in der Pflicht, die neun verbliebenen Atomkraftwerke sofort stillzulegen.

Pressemitteilung vom 13.1.2015

„Urananreicherung beenden statt verkaufen“

Atomkraftgegner und Verbände schreiben NRW-Landesregierung

Anti-Atom-Initiativen fordern sofortigen Stilllegung der UAA Gronau.13.01.2015 

Angesichts der brisanten Lage rund um die Urananreicherungsanlage (UAA) Gronanau gehen Anti-Atomkraft-Initiativen aus dem Münsterland, die Umweltverbände BUND und BBU sowie die Ärztevereinigung IPPNW mit der NRW-Landesregierung hart ins Gericht: „Für Landes-Wirtschaftsminister Duin sind die rot-grünen Koalitionsvereinbarungen ganz offenbar nur Belletristik und kein konkreter Handlungsauftrag; bedauerlicherweise scheint aber auch der grüne Regierungspartner den Ernst der Lage noch immer nicht begriffen zu haben," warnte Dr. Michael Harengerd vom BUND NRW.

IPPNW-Pressemitteilung vom 06.01.2015

Zahl der Schilddrüsenkrebsfälle steigt weiter an

Gesundheitliche Folgen der atomaren Katastrophe von Fukushima

Schilddrüsenuntersuchung in einer privaten Klinik in der Präfektur Fukushima, Foto: Ian Thomas Ash06.01.2015 

In Fukushima wurden die neuesten Daten der Schilddrüsen-Reihenuntersuchungen veröffentlicht. Sie deuten erstmals auf einen Anstieg der Neuerkrankungen von Schilddrüsenkrebs bei japanischen Kindern hin. Im Rahmen des ersten "Screenings" wurde bereits bei 84 Kindern Schilddrüsenkrebs festgestellt, der zum Teil bereits Metastasen gebildet hatte. Bei ihnen mussten daraufhin Teile der Schilddrüsen operativ entfernt werden. Bei 24 weiteren Kindern liegen ebenfalls krebsverdächtige Biopsie-Befunde vor. All diese Fälle wurden von den Behörden in Japan bislang auf den sogenannten "Screeningeffekt"geschoben. Damit bezeichnet man die Beobachtung, dass bei Reihenuntersuchungen Krankheitsfälle gefunden werden, die klinisch noch keine Symptome gezeigt haben und erst zu einem späteren Zeitpunkt aufgefallen wären.

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