IPPNW.DE
Tag des Wanderns und der Begegnung

Umrundung des Atomwaffenstützpunktes

IPPNW-/ICAN-Protestwoche in Büchel

Umrundung des Atomwaffenstützpunktes, Foto: Carsten Orth20.06.2018 

Nach der traditionellen morgendlichen Mahnwache von 6 bis 7.30 Uhr zur Einfahrt der Frühschicht und der Verabschiedung von der Kinderbuchautorin Sybille Tetsch, starteten zehn Friedensaktivist*innen zur Umrundung des US-Atomwaffenstützpunktes Büchel. Start war am Lützerather Tor, an dem IPPNW und ICAN am Montag blockiert hatten. Die Friedensaktivist*innen schlängelten sich immer am Zaun des Militärgeländes entlang, begleitet von einer Militärwache im Innern, teils per Auto, teils zu Fuß.

Tag der Großeltern und Enkel

Lesung in Cochem

IPPNW-/ICAN-Protestwoche in Büchel

Die Kinderbuchautorin Sybille Tetsch liest aus dem Buch "Emmy und der Kern der Dinge", Foto: Carsten Orth19.06.2018 

Die Autorin des Kinderbuches "Emmy und der Kern der Dinge" Sybille Tetsch hat heute am Platz der alten Brücke in Cochem zwei bewegende Kapitel zu Tschernobyl und Irak aus ihrem Buch gelesen. Das Buch handelt von der 12-jährigen Emmy, die sich noch genau daran erinnert, als im Fernsehen in Japan das Atomkraftwerk Fukushima explodierte. Doch dann findet sie heraus, dass es auf der ganzen Welt noch viel mehr Unfälle gegeben hat, bei denen Menschen durch radioaktive Strahlung zu Schaden gekommen sind.

IPPNW/ICAN-Pressemitteilung vom 18. Juni 2018

Außenminister Maas soll sich für Abzug der US-Atombomben einsetzen

Friedensaktivisten blockieren Atomwaffenstützpunkt

IPPNW-Blockade von Lutzerather Tor des Atomwaffenstützpunktes Büchel. Foto: Xanthe Hall18.06.2018 

Mit einer Blockade des Atomwaffenstützpunkts im rheinland-pfälzischen Büchel haben Friedensaktivisten heute die Protestwoche gegen die in Deutschland stationierten US-Atombomben fortgesetzt. Am Montagmorgen versperrten rund 20 Menschen die Zufahrtsstraßen am Lutzerather Tor und am Haupttor des Fliegerhorstes der Bundeswehr, wo immer noch schätzungsweise 20 Nuklearsprengköpfe gelagert werden. Die Polizei löste die Blockade am Haupttor nach kurzer Zeit auf und erteilte Platzverweise. Der Bundestag hatte 2010 mit den Stimmen von Union, SPD, Grünen und FDP den Abzug der Atomwaffen gefordert, passiert ist allerdings nichts. Bundeswehr-Soldaten trainieren regelmäßig den Einsatz der Bomben und damit den Massenmord an Zivilisten.

16.–23. Juni 2018

Time to Go

Auf nach Büchel! Protestwoche gegen Atomwaffen von ICAN & IPPNW

Vom 16. bis 23. Juni 2018 findet die IPPNW und ICAN Woche am Atomwaffenstützpunkt Büchel in Rheinland-Pfalz statt. Unter dem Motto „Time to go“ wollen wir die Aufmerksamkeit durch den Nobelpreis für ICAN nutzen, um auf die illegale Stationierung von Atomwaffen in Deutschland hinzuweisen und um Druck zu machen, damit Deutschland sich dem Atomwaffenverbot  anschließt. Als Gäste erwarten wir ICAN Vertreter aus anderen NATO-Staaten, mit denen wir im Vorfeld des NATO Gipfels, der im Juli in Brüssel stattfindet, Öffentlichkeit dafür schaffen wollen, dass die NATO sich in Hinblick auf das Atomwaffenverbot bewegen muss.

In Büchel sind etwa 20 US-amerikanische Atombomben stationiert, jede einzelne davon mit der vielfachen Sprengkraft der Hiroshima-Bombe. Der Atomwaffenverbotsvertrag, der im Juli 2017 in den Vereinten Nationen beschlossen wurde, bestätigt die Völkerrechtswidrigkeit der Stationierung in Deutschland. Während nukleare Drohgebärden von Politikern die Welt erschüttern, während die Atomwaffenstaaten aufrüsten und die Angst vor einem Atomkrieg weltweit wächst, fordern die Friedensnobelpreisträger ICAN und IPPNW:

  • Den Abzug der ca. 20 NATO-Atomwaffen aus Deutschland
  • Den Beitritt Deutschlands zum Atomwaffenverbotsvertrag
  • Den Stopp der Finanzierung von Atomwaffen durch deutsche Banken

 

Programm (Wochenübersicht)

Samstag, 16. Juni 2018
15:00: Eröffnung des Camps. Aktionstraining ziviler Ungehorsam. Am Abend gibt es eine Party und Begegnungen am Lagerfeuer.

Parallel tagt der Vorstand der IPPNW in der Brückenmühle.

Sonntag, 17. Juni 2018

11.00-13.00 Uhr: Öffentliches Symposium „Atomwaffen raus aus Europa!“ Im Vorfeld des NATO-Gipfels im Juli diskutieren wir mit ICAN-AktivistInnen aus anderen NATO-Staaten die Perspektiven für ein atomwaffenfreies Europa und fordern von der NATO Bewegung im Hinblick auf das Atomwaffenverbot.

RednerInnen:

  • Susi Snyder ist Mitglied der internationalen ICAN Leitungsgruppe. Sie wurde 2016 mit dem Nuclear Free Future Award ausgezeichnet.  Seit 2013 gibt sie regelmäßig den Bericht "Don’t bank on the bomb" heraus, der die Verstrickungen von Firmen und Finanzinstituten in Geschäfte mit Atomwaffen veröffentlicht. Er ist auch die Grundlage für unsere Aktionen: "Atomwaffen – ein Bombengeschäft“, an der sich in den letzten Jahren viele IPPNW-Gruppen und Einzelpersonen beteiligt haben.  
  • Leo Hoffmann-Axthelm ist Mitbegründer von ICAN Deutschland und EU-Kontakt von ICAN in Brüssel.
  • Willem Staes arbeitet für Pax Christi Flandern. Er ist Politikwissenschaftler mit einem Master in Konflikt-und Entwicklungsstudien.

Ab ca. 13 Uhr Mittagessen und  „Time to Go“-Party mit Errichtung des ICAN- Symbols aus Stahl auf der Friedenswiese. 

Montag, 18. Juni: Tag des Widerstands.
Aktionen, genaueres wird mit den Teilnehmern festgelegt.

Dienstag, 19. Juni: Tag der Großeltern und Enkel.

10.00-12.00 Uhr
Öffentliche Lesung der Kinderbuchautorin Sybille Tetsch "Emmy und der Kern der Dinge" auf dem Platz vor der Alten Brücke in Cochem

17.00 Uhr im Versammlungszelt auf dem Camp vor dem Haupttor

Die 12-jährige Emmy erinnert sich noch genau daran, als im Fernsehen in Japan das Atomkraftwerk Fukushima explodierte, und auch von einer Katastrophe in Tschernobyl hat sie schon gehört. Doch dann findet sie heraus, dass es auf der ganzen Welt noch viel mehr Unfälle gegeben hat, bei denen Menschen durch radioaktive Strahlung zu Schaden gekommen sind...

Mittwoch, 20. Juni: Tag des Wanderns und der Bewegung.
Umrundung des Atomwaffenstützpunktes mit Pausen an markanten Stellen, Abschluss vor dem Haupttor um 16:30 Uhr

Donnerstag, 21. Juni: Tag der Aufklärung.
Wir schwärmen in die Umgebung aus und machen an verschiedenen Orten Infotische zum Thema Atomwaffen. Abends zentrale Info-Veranstaltung zu Konversion von Militärgelände und Alternativen zu Atomwaffen in Cochem oder Kaisersesch (gemeinsam mit lokalen Gruppen).

Freitag, 22. Juni: Tag der Gesundheit. 
Die ökologischen  und gesundheitlichen Schäden durch Atomwaffen stehen im Mittelpunkt.

19 Uhr, Mayen, Restaurant Berti, Polcher Str. 72, Vortrag: Ann Sullentrop, US-Friedensaktivistin aus Kansas, über die Atomwaffen-Produktion in den USA

Sonnabend, 23. Juni: Tag der IPPNW-Regionalgruppen.
10:30 Uhr: Große Abschlussveranstaltung

  • Rede von Dr. Angelika Claußen, Präsidentin IPPNW Europa
    "Von der Sicherheitslogik zur Friedenslogik: Atomwaffen verbieten, europaweit aus der Atomenergie aussteigen"
  • Lesung aus dem Buch "Emmy und der Kern der Dinge"
  • Musik und Übergabe der Proteste an die nachfolgende Gruppe

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18. bis 22. Juni 2018 Mahnwachen, Ausstellung, Fotowand, Infotisch ...
An allen Wochentagen ab 06:00 Uhr Mahnwachen an den Zufahrten. Hiroshima und/oder Hibakusha Ausstellung. Fotowand mit Bildern aus den letzten Jahren. Infotisch mit IPPNW Materialien, Gestaltung der Friedenswiese.

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Ort: Festzelt am Fliegerhorst
Büchel, 56823 Alflen

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Anfahrt:

Mit dem Auto über Autobahn A48, Abfahrt Lauda, Schild: Fliegerhorst folgen oder Ausfahrt Ulmen, B 259 in Richtung Cochem, nach etwa 10 km rechts ab Fliegerhorst. Mit dem Zug bis Cochem an der Mosel, Bus 500 bis Alflen Fliegerhorst nehmen oder Shuttle-Service. Wer diesen benötigt, bitte vorab bei uns melden!

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Unterbringung:

Selbstorganisiertes Camp nahe des Haupttors während der ganzen Woche. Dort Übernachtungsmöglichkeit in selbst mitgebrachten Zelten, es ist auch möglich Wohnwagen aufzustellen. Gerne unterstützen wir Euch bei der Unterbringung in Pensionen oder Ferienwohnungen. Möglichkeit der gemeinsamen Verpflegung.

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Mitwirken:
Wer zum Programm oder zur allgemeinen Organisation beitragen will ist herzlich willkommen! Es gibt die Möglichkeit einen Workshops anzubieten.

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Kontakt für alle Fragen:
Wer den Shuttle-Service benötigt oder Fragen zur Anfahrt, Unterbringung, Verpflegung hat oder Ideen zum Mitwirken, kann sich an Ernst-Ludwig Iskenius (iskenius[at]ippnw.de) wenden.

 

 

IPPNW/ICAN-Protestwoche in Büchel auf Flickr

Kontakt & Ansprechpartner

Fragen zur Teilnahme (Anfahrt, Unterbringung, Verpflegung, Organisation) oder Ideen zum Mitwirken? Ansprechpartner: Ernst-Ludwig Iskenius, Email: iskenius[at]ippnw.de

Materialien

Büchel-Aktionsflyer 2018
Aktionsflyer als PDF herunterladen

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