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Frau Merkel, unterzeichnen Sie das Atomwaffenverbot!

Die Kampagne

122 Staaten haben am 7. Juli 2017 bei den Vereinten Nationen in New York einen Vertrag zum Verbot von Atomwaffen verabschiedet. Das völkerrechtlich verbindliche Abkommen verbietet neben der Herstellung, dem Einsatz und Besitz auch die Drohung mit einem Nuklearschlag sowie die Stationierung von Atomwaffen in anderen Staaten. Die Initiative für die Verhandlungen ging von der IPPNW-Kampagne ICAN aus, die den Fokus wieder auf die humanitären Folgen von Atomwaffen gelenkt hat. Die deutsche Regierung nahm entgegen ihrer vielfachen Bekenntnisse für eine atomwaffenfreie Welt nicht an den Verhandlungen teil und untergräbt damit ihre abrüstungspolitische Glaubwürdigkeit. Am 6. Oktober 2017 ist die IPPNW-Kampagne ICAN für "ihre Arbeit, Aufmerksamkeit auf die katastrophalen humanitären Konsequenzen von Atomwaffen zu lenken" mit dem Friedensnobelpreis ausgezeichnet worden. Wir wollen in den kommenden Wochen den Atomwaffenverbotsvertrag in die Öffentlichkeit zu tragen und Druck auf die Bundesregierung ausüben. Unterschreiben Sie unsere Petition an die Bundeskanzlerin.

Materialien

Contract compact: Der Vertrag zum Verbot von Atomwaffen

Faltblatt im Taschenformat

Von 122 Staaten auf den Weg gebracht: Der Vertrag zum Verbot von Kernwaffen. ICAN erklärt die Inhalte kurz und bündig. Das Faltblatt listet die Präambel und die Inhalte des Vertrages kurz zusammgefasst auf. Es geht um die Verbote, Erklärungen, Sicherungsmaßnahmen, die Beseitigung von Atomwaffen, die Umsetzung sowie Hilfsmaßnahmen für Opfer von Atomwaffeneinsätzen oder - tests.

Leporello für die Westentasche (DIN A7, Farbe)

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Unterschriftenliste

Unterzeichnen Sie das UN-Atomwaffenverbot

Appell an die künftige Bundesregierung

122 Staaten haben im Juli einen Vertrag zum Verbot von Atomwaffen beschlossen. Bislang fehlt Deutschland bei diesem historischen Abkommen. Wir fordern: Die künftige Bundesregierung muss das Verbot unterzeichnen und die US-Atomwaffen aus Deutschland abziehen! Gemeinsam mit dem Friedensnobelpreisträger ICAN und der Kampagne "Büchel ist überall. atomwaffenfrei.jetzt" haben wir eine Petition an die neue Bundesregierung gestartet, in der wir den Beitritt Deutschlands zum UN-Atomwaffen-Verbot fordern. Sie können die Petition online unterstützen oder sich die Unterschriftenliste herunterladen und Unterschriften sammeln.

Katastrophales Humanitäres Leid

ICAN-Broschüre

28-seitige Broschüre, die den Fokus auf das katastrophale humanitäre Leid legt, das Atomwaffen auslösen: Angefangen bei den Opfern von Hiroshima und Nagasaki und der durch Strahlung ausgelösten Erkrankungen und Erbgutschäden, über die Folgen der Atomtests und der Urangewinnung zu den weitreichenden Umweltfolgen im Falle ihres Einsatzes. Auch die Verschwendung öffentlicher Mittel für die Erhaltung der Atomwaffenarsenale wird thematisiert – Mittel, die dringend für Armutsbekämpfung, Bildung oder medizinische Versorung gebraucht würden.
2. überarbeitete Auflage 11/2017

Infopostkarte

1.800 Atomwaffen sind noch immer in Alarmbereitsschaft

und können innerhalb wenigen Minuten gestartet werden

Die Gefahr, die von Atomwaffen ausgeht, besteht schon wegen ihrer bloßen Existenz. Neun Länder besitzen heutzutage fast 15.000 Atomwaffen, von denen circa 1.800 in Alarmbereitschaft gehalten werden – die innerhalb wenigen Minuten gestartet werden können. Werden diese Atomwaffen aus Versehen durch einen Fehlalarm oder absichtlich eingesetzt, würden die Folgen unseren Planeten unbewohnbar machen.

Infopostkarte

Deutsche Soldaten üben den Einsatz von Atomwaffen

Für den Einsatz im Ernstfall lagern die USA Atombomben auf deutschem Boden. Auf dem Atomwaffenstützpunkt „Fliegerhorst Büchel“ in der Eifel sind bis zu 20 B61-Bomben für die Verwendung durch Bundeswehr-Soldaten stationiert. Jede dieser Bomben hat eine maximale Sprengkraft, die mit der von 13 Hiroshima-Bomben vergleichbar ist. Die Hiroshima-Bombe hat vor 70 Jahren binnen vier Monaten 140.000 Menschen getötet und Unzählige zu langjährigen Leiden verurteilt. Ihre Auswirkungen sind bis heute spürbar.

Infopostkarte

Die Atomwaffen in Deutschland werden aktuell aufgerüstet

Die Zahl der Atomwaffen weltweit nimmt jedes Jahr leicht ab, da Russland und die USA langsam überflüssige Arsenale verschrotten. Dies ist jedoch keine Abrüstung im engeren Sinne, sondern lediglich die Entledigung von überflüssigen, nicht mehr gebrauchten Sprengköpfen. Hierzulande werden die US-Atomwaffen auf dem Fliegerhorst Büchel in Rheinland-Pfalz aktuell einem teuren Modernisierungsprogramm unterzogen. Aus einer freifallenden Bombe, die nur von Kampfjets abgeworfen werden kann, wird die neue B-61 zu einer digital-lenkbaren Smartbombe umgebaut.

Infopostkarte

Deutschland hat in der UN gegen ein Atomwaffenverbot gestimmt

und beteiligt sich nicht an den Vertragsverhandlungen

Am 27. Oktober 2016 hat eine überwältigende Mehrheit der Vereinten Nationen für eine Resolution gestimmt, die den Beginn von Verhandlungen zu einem Atomwaffenwaffenverbot fordert – die Resolution L.41: Aufnahme multilateraler nuklearer Abrüstungsverhandlungen. Die Verhandlungen finden in zwei Sitzungen statt. Die zweite Sitzung wird im Juni/Juli 2017 bei Vereinten Nationen in New York abgehalten.

Menschenkette

Menschenkette gegen Atomwaffen, 18.11.2017, Berlin

Stoppt die Eskalation - Atomwaffen ächten
18. November 2017, 11 Uhr, Berlin

Dokumentation:
ICAN-Bilder von der Aktion
IPPNW-Bilder
Videobeitrag zur Menschenkette

Petition

Petition an die künftige Bundesregierung
Unterzeichnen Sie das Atomwaffenverbot!

Atomwaffenverbotsvertrag

Medienecho

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