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Deutschland wählt atomwaffenfrei – Keine Fake-News

Die Kampagne

Ab dem 27. März 2017 verhandeln in New York ca. 130 Staaten über einen Atomwaffenverbotsvertrag. Die Initiative dazu ging von der IPPNW-Kampagne ICAN aus, die den Fokus wieder auf die humanitären Folgen von Atomwaffen gelenkt hat. Die deutsche Regierung nimmt entgegen ihrer vielfachen Bekenntnisse für eine atomwaffenfreie Welt nicht an den Verhandlungen teil und untergräbt damit ihre abrüstungspolitische Glaubwürdigkeit. Die IPPNW stellt auf dieser Seite eine Kampagne vor, die ab jetzt bis zur Bundestagswahl Ideen für Aktionen sowie Materialien anbietet.

Postkarten

1.800 Atomwaffen sind noch immer in Alarmbereitsschaft

und können innerhalb wenigen Minuten gestartet werden

Die Gefahr, die von Atomwaffen ausgeht, besteht schon wegen ihrer bloßen Existenz. Neun Länder besitzen heutzutage fast 15.000 Atomwaffen, von denen circa 1.800 in Alarmbereitschaft gehalten werden – die innerhalb wenigen Minuten gestartet werden können. Werden diese Atomwaffen aus Versehen durch einen Fehlalarm oder absichtlich eingesetzt, würden die Folgen unseren Planeten unbewohnbar machen. Aber auch bei einem atomaren Schlagabtausch mit nur 100 Atomwaffen, würden zusätzlich zu den Millionen Menschen, die sofort getötet würden, das globale Klima und die landwirtschaftliche Produktion so schwer beschädigt, dass mehr als zwei Milliarden Menschen von Hungersnot bedroht wären.

Deutsche Soldaten üben den Einsatz von Atomwaffen

Für den Einsatz im Ernstfall lagern die USA Atombomben auf deutschem Boden. Auf dem Atomwaffenstützpunkt „Fliegerhorst Büchel“ in der Eifel sind bis zu 20 B61-Bomben für die Verwendung durch Bundeswehr-Soldaten stationiert. Jede dieser Bomben hat eine maximale Sprengkraft, die mit der von 13 Hiroshima-Bomben vergleichbar ist. Die Hiroshima-Bombe hat vor 70 Jahren binnen vier Monaten 140.000 Menschen getötet und Unzählige zu langjährigen Leiden verurteilt. Ihre Auswirkungen sind bis heute spürbar.

Die Atomwaffen in Deutschland werden aktuell aufgerüstet

Die Zahl der Atomwaffen weltweit nimmt jedes Jahr leicht ab, da Russland und die USA langsam überflüssige Arsenale verschrotten. Dies ist jedoch keine Abrüstung im engeren Sinne, sondern lediglich die Entledigung von überflüssigen, nicht mehr gebrauchten Sprengköpfen. Hierzulande werden die US-Atomwaffen auf dem Fliegerhorst Büchel in Rheinland-Pfalz aktuell einem teuren Modernisierungsprogramm unterzogen. Aus einer freifallenden Bombe, die nur von Kampfjets abgeworfen werden kann, wird die neue B-61 zu einer digital-lenkbaren Smartbombe umgebaut.

Deutschland hat in der UN gegen ein Atomwaffenverbot gestimmt

und beteiligt sich nicht an den Vertragsverhandlungen

Am 27. Oktober 2016 hat eine überwältigende Mehrheit der Vereinten Nationen für eine Resolution gestimmt, die den Beginn von Verhandlungen zu einem Atomwaffenwaffenverbot fordert – die Resolution „L.41: Aufnahme multilateraler nuklearer Abrüstungsverhandlungen.“ Die Verhandlungen werden in zwei Sitzungen stattfinden. Im März und im Juni/Juli 2017 werden sie im Hauptsitz der Vereinten Nationen in New York abgehalten.

Aktion

Termine

23. März 2017
Kampagnenstart, Übergabe Gesundheitsappell
Mahnwache "Time to go, Atomwaffen verbieten"
Auswärtiges Amt, Berlin, 11.30-13.30 Uhr

25.3.-1.4.2017
Aktionswoche begleitend zur Verhandlungskonferenz

26. März 2017
Abrüstungspolitische Matinee in Büchel
Auftakt 20-Wochen-Aktionspräsenz

29. März 2017
43. Pankower Waisenhausgespräch
"Schreckliche Nachbarn: Atomwaffen in Deutschland und Europa", 19 Uhr

30. März 2017
Kundgebung von IPPNW und IALANA auf dem Bremer Marktplatz, 17-18 Uhr

14.-17.4.2017
Ostermärsche

30. April 2017
Öffentliche Aktion Brandenburger Tor

13.-15.05.2017
Nukipedia Spring Academy

10. Juni 2017
Internationales Symposium, Büchel

10.-17.06.2017
IPPNW-Aktionswoche in Büchel

15.6.– 7.7.2017
Verhandlungskonferenz, New York

24. September 2017
Bundestagswahl

Weitere Informationen

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