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Für einen besseren Strahlenschutz!

Petition an den Deutschen Bundestag

Der Strahlenschutz in Deutschland entspricht nicht dem Stand der Wissenschaft. Eine epidemiologische Studie aus dem Jahr 2007 hat gezeigt: Je näher ein Kleinkind unter 5 Jahren an einem Atomkraftwerk wohnt, desto größer ist die Gefahr, dass es an Krebs und Leukämie erkrankt. Daraus wurden im Strahlenschutz bisher keine Konsequenzen gezogen. Nach wie vor ist der „Reference Man“- ein gesunder junger Mann mit optimalen Zellreparaturmechanismen - die Grundlage aller Rechenmodelle. Wir fordern ein "Reference Embryo" als neuen Standard!


Text der Petition

Der Deutsche Bundestag möge beschließen, den Strahlenschutz für den Bürger zu verbessern und das dafür bisher verwendete Rechenmodell "Reference Man" durch die strahlensensiblere Variante "Reference Embryo" zu ersetzen.

Begründung

Eine vom Bundesamt für Strahlenschutz in Auftrag gegebene und im Dezember 2007 veröffentlichte "Epidemiologische Studie zu Kinderkrebs in der Umgebung von Kernkraftwerken" (KiKK-Studie), hat ergeben, dass Kleinkinder unter fünf Jahren umso häufiger an Krebs, besonders an Leukämie erkranken, je näher sie an einem Atomkraftwerk wohnen. Daraus sind bisher im Strahlenschutz und politisch keine Konsequenzen gezogen worden. Es wird zwar behauptet, dass die radioaktiven Emissionen aus den Atomkraftwerken um den Faktor 1000 zu gering seien, um als Ursache der Krebshäufung gelten zu können. Es gibt aber viele Argumente, die diese Behauptung entkräften, z.B. ist wahrscheinlich, dass die Grundlagen der in der KiKK-Studie festgestellten Leukämie-Erhöhung schon in der Embryonalphase der erkrankten Kinder gelegt worden sind.

Seit 1974 wird aber im Strahlenschutz ein von der Internationalen Strahlenschutz-Kommission (ICRP) kreierter "Reference Man" als hypothetisches Objekt für alle Strahlenschutz-Standards verwendet. Damit wird ein gesunder weißer Mann aus Nordamerika oder Europa zu Grunde gelegt, der 25 – 30 Jahre alt ist, 170 pounds wiegt und 5 Fuß und 7 inches groß ist. Es wird angenommen, dass sein Immunsystem intakt sei und er über optimale Zellreparaturmechanismen verfüge.

Das Beharren der Strahlenschutzkommission, den bisherigen "Reference Man" beizubehalten, verhindert trotz neuerer Erkenntnisse wirksamen Strahlenschutz für Frauen und besonders für Kinder, von Embryos und Feten ganz zu schweigen. Es ist mittlerweile unumstritten, dass die Vulnerabilität durch Strahlung mit dem Alter eines exponierten Menschen abnimmt. Damit ist ein Embryo weit mehr gefährdet, als dieses hypothetische erwachsene Rechenmodell. Das liegt hauptsächlich am schnellen Wachstum und der damit verbundenen hohen Zellteilungsrate. Zellen in Teilung erleiden viel mehr Strahlenschäden als Zellen in der Ruhephase. Daraus ergibt sich die Forderung: Der Strahlenschutz muss sich auf einen "Reference Embryo" beziehen, der "Reference Man" sollte ausgedient haben.

Bisher haben bereits 4.150 Aktive die Petition unterschrieben - setzen auch Sie Ihren Namen unter die Forderung nach mehr Strahlenschutz für Bürger.

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