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IPPNW
IPPNW-Forum 119/09

„ Fegt alle hinweg! Approbationsentzug 1938 “

Ausstellung zur Erinnerung an die Verfolgung jüdischer Ärztinnen und Ärzte im Dritten Reich

01.10.2009 

Am 30. September 1938 wurde allen jüdische Ärztinnen und Ärzten die Approbation entzogen und damit die Berufsausübung verboten. In dieser Zäsur kulminierte eine jahrelange gesellschaftliche und berufliche Diskriminierung, Ausgrenzung, Diffamierung und Entrechtung. Jüdische Ärztinnen und Ärzte verloren Beruf, Doktortitel und Lebensentwurf. Daran erinnert nun eine Ausstellung in Nürnberg und Fürth.

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IPPNW-Forum 119/09

Mein Nabel sitzt nicht richtig

Treffen des Arbeitskreises Medizin und Gewissen

01.10.2009 

Die Beziehung zwischen Arzt und Patient ist ein sehr sensibles und komplexes Thema. Das ist  jedem praktizierenden Mediziner bewusst. Sie wird zumeist verkompliziert, wenn die Teilnehmer eines Arztgesprächs unterschiedliche Sprachen sprechen und sich verschiedener Religionen und  Kulturen zugehörig fühlen. Statistisch kann der Umgang mit jedem 5.-10. Patienten dadurch beeinflusst sein.

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Gegen Armut und soziale Ausgrenzung

Auszeichnung für Mainzer IPPNW-Studierende

27.01.2009 

Ministerpräsident Kurt Beck überreichte heute bei einem Festakt im Wappensaal des Landtags den Helmut-Simon-Preis der Diakonie an Medinetz Mainz, eine Initiative der Mainzer IPPNW-Studierenden. Kurt Beck überreichte die Urkunde an Jakov Gather, Vorstandsmitglied der seit 2005 bestehenden Initiative Medinetz Mainz, die den mit 4.000 Euro dotierten ersten Preis erhielt.

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Trauma und Gewalt

IPPNW-Tagung am 22.11.2008

24.11.2008 

Am 22. November 2008 war Prof. Veli Lök aus Izmir als Gast des Arbeitskreises Flüchtlinge und Asyl auf der Tagung „Trauma und Gewalt – Heilberufler im Spannungsfeld zwischen Recht, Politik und Ethik“ in Berlin. Er zeigte den beeindruckenden Film „Iskenseye Tolerans - Null Toleranz gegen Folter" über die Arbeit der Menschenrechtsstiftung in der Türkei, in dem die lärmenden Bilder brutaler Polizeigewalt den sachlichen ruhigen Stellungnahmen der Menschenrechtler aus Izmir und Istanbul gegenüber gestellt werden. Der Film hat inzwischen mehrere Preise in der Türkei bekommen.

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IPPNW Presseinformation vom 22. Oktober 2006

Medizin und Gewissen

IPPNW-Kongress in Nürnberg

22.10.2006 

Mit einer klaren Position für Solidarität zwischen Ärzten, Pflegern und Patienten und gegen die fortschreitende Ökonomisierung des Gesundheitssystems geht der dritte Kongress "Medizin und Gewissen" der IPPNW in Nürnberg heute zu Ende. Sehr kritisch wurde unter den mehr als 1000 Teilnehmer und rund 70 Referenten diskutiert, ob und wie die Gesundheitsreform zu einem solidarischen System beitragen kann, ohne dessen finanziellen Grenzen zu sprengen.

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IPPNW-Presseinfo vom 25.4.2006

Gesundheit und Fürsorge im Ausverkauf

Junge Ärzte sammeln die Geschichten

25.04.2006 

In unserem Gesundheitswesen gewinnen immer häufiger Kommerz und Profit Überhand über Fürsorge und Berufsethos, es scheint zu einer x-beliebigen Branche der Wirtschaft zu werden. Sein eigentliches Ziel, das Helfen und Heilen, tritt dabei zusehends in den Hintergrund. Die nicht-kommerzielle Internetkampagne "1001 Geschichten und kein einziges Märchen - aus dem Alltag eines kranken Gesundheitswesens" sammelt seit März 2006 auf der Seite www.kein-einziges-maerchen.de "Wahre Geschichten über die Ware Gesundheit".

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Aus IPPNW-Forum 95/05

Gesundheitspolitik beim Sozialforum

Einstieg zur gemeinsamen Diskussion

15.09.2005 

Nachdem Angelika Claussen (IPPNW) als Moderatorin eingangs Zugangsrationalität, Versorgungsqualität und Finanzierbarkeit als wichtige Parameter für die Entwicklung des Gesundheitswesens benannt hatte, identifizierte Klaus Dörner (Deutsche Gesellschaft für Soziale Psychiatrie) gegenläufige Tendenzen der Entwicklung der letzten 25 Jahre: auf der einen Seite Schwächung der gesellschaftlichen Kohärenz und Ausweitung ökonomischer Interessen z.B. der Pharmaindustrie, bis hin zur Definitionsmacht über Diagnosen, andererseits aber auch die zunehmende Zahl freiwilliger Helfer, so dass schon von der Entstehung eines "dritten Sozialraums der Solidarität" gesprochen werden könne.

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Gesundheit für alle

Antrag an die Mitgliederversammlung

In Ergänzung zu den bereits bisher von unserer deutschen IPPNW bearbeiteten Themengebieten wird sich unsere Sektion zukünftig auch mit den aktuellen Entwicklungen in der deutschen Gesundheitspolitik kontinuierlich beschäftigen. Privatisierung, Kommerzialisierung und zunehmende administrative Gängelung sind für Ärzte in sozialer Verantwortung ebenso wichtige Fragestellungen wie die Gefahr einer wachsenden Ungleichheit beim Zugang der PatientInnen zu medizinischen Leistungen.

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Tagung Folter und Humanität

Folter verhindern und abschaffen

07.11.2004 

Die IPPNW hat die Bundesregierung in einer Erklärung zum Abschluss der Tagung "Folter und Humanität" aufgefordert, nicht in ihren bilateralen und internationalen Beziehungen nachzulassen, die Verhinderung und Abschaffung der Folter einzufordern. Das Zusatzprotokoll zur Anti-Folterkonvention der Vereinten Nationen müsse umgehend gezeichnet und ratifiziert werden. Zwei irakische Ärzte berichteten auf der IPPNW-Tagung, dass in den von Amerikanern betriebenen Gefängnissen im Irak weiter gefoltert werde.

[Abschlusserklärung]

Stellungnahme zur Folter

IPPNW-ÄrztInnen mahnen an:

19.05.2004 

Im UN-"Übereinkommen gegen Folter und andere grausame, unmenschliche oder erniedrigende Behandlung oder Strafe" vom 10.12.1984 heißt es in Artikel 2, Abs. 2: "Außergewöhnliche Umstände gleich welcher Art, sei es Krieg oder Kriegsgefahr, innenpolitische Instabilität oder ein sonstiger öffentlicher Notstand, dürfen nicht als Rechtfertigung für Folter geltend gemacht werden." Die aktuellen Versuche, das Folterverbot angesichts des "Krieges gegen den Terror" zu relativieren oder Folter sogar zu rechtfertigen (in den USA Rumsfeld, Bush, Cheney; in Deutschland Wolfssohn), können nicht hingenommen werden. Die IPPNW fordert, das UN-Übereinkommen ohne irgendwelche Einschränkungen strikt einzuhalten.

lesen ...[ND-Gastkolumne von Dr. Angelika Claußen]  [Amnesty international zur Folter]