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Erfolgreiche Friedensdemonstration vorm Bundespräsidialamt

Bündnis „Friedenswinter“ höchst zufrieden mit Teilnahme und Beiträgen

IPPNW-ÄrztInnen bei der Demonstration "Nein zu Krieg und Konfrontation" am 13.12.2014 in Berlin, Foto: IPPNW13.12.2014 

Über 4.000 Friedensbewegte demonstrierten unter dem Motto „Verantwortung für unser Land heißt: Nein zu Krieg und Konfrontation“ für Frieden, Abrüstung, zivile Konfliktlösungen und humanitäre Hilfe und gegen eine Militarisierung der deutschen Außenpolitik. Sie marschierten vom Berliner Hauptbahnhof zum Amtssitz des Bundespräsidenten, dem Schloss Bellevue. Zwei Theologen setzten sich kritisch mit Redebeiträgen Gaucks auseinander, in denen er wiederholt forderte, Deutschland müsse sich mit mehr Truppen, dem Ausbau der Rüstungsproduktion und des Exports von Waffen weltweit verstärkt engagieren sowie die Ausgaben für Bundeswehr erhöhen. Das bringe die innere und äußere Militarisierung voran, kritisiert der „Friedenswinter 2014 /2015“.

Einladung zur Pressekonferenz am 6.11.2014

Die Friedensbewegung mobilisiert

Friedenswinter 2014/2015 - Aktionen und Demonstrationen

Friedensfahnen und -symbole sollen den Friedenswinter 2014/2015 prägen. Foto: Archiv IPPNW

In Hannover hat sich Anfang Oktober ein breites Bündnis der Friedensbewegung gebildet, um gegen die weltweit zunehmenden Kriege und die weitere Aufrüstung gemeinsam aktiv zu werden. Unter den 100 TeilnehmerInnen waren neben VertreterInnen der traditionellen Friedensorganisationen auch RepräsentantInnen der "Montagsmahnwachen". Die Bundesregierung betreibt eine aktive Militarisierung deutscher Außenpolitik. Damit steht die Friedensbewegung vor der großen Herausforderung, sich den KriegsbefürworterInnen mit Engagement und gemeinsamen Aktivitäten entgegenzustellen. Auf der Pressekonferenz am 6. November 2014 in Berlin wollen wir die geplanten Aktionen und den Aufruf zum Friedenswinter 2014/2015 vorstellen.

Presseerklärung der Kooperation für den Frieden

Gemeinsam für Frieden: Nein zu Krieg und deutscher Beteiligung, ja zu Abrüstung, ziviler Konfliktbearbeitung und humanitärer Hilfe

Aktionskonferenz für den Frieden beschließt „Friedenswinter 2014/ 2015“

Auf der Aktionskonferenz der Friedensbewegung wandten sich die über 100 Teilnehmerinnen und Teilnehmern gegen Kriege und Aufrüstung. Foto: Lucas Wirl12.10.2014 

Auf der Aktionskonferenz der Friedensbewegung am 11. Oktober 2014 im DGB-Haus in Hannover wandten sich die über 100 Teilnehmerinnen und Teilnehmer an die Bürgerinnen und Bürger mit dem Appell: Unterstützt die Aktionen der Friedensbewegung gegen die Kriege und die weitere Aufrüstung. Kriege und Interventionen – sei es in der Ukraine, im Nahen Osten, in Syrien, im Irak und anderswo lösen keine Probleme. Sie fordern stattdessen immer mehr Opfer und sind keine Antwort auf die drängenden sozialen, ökonomischen und ökologischen Herausforderungen des 21. Jahrhunderts.

Nachruf

Manfred "Mani" Stenner ist tot

Mani Stenner, Foto: IPPNW21.07.2014 

Die Kooperation für den Frieden, ein Netzwerk aus über sechzig Friedensorganisationen, in dem auch die IPPNW engagiert ist, musste am Wochenende die traurige Nachricht vom Tod Mani Stenners verbreiten. Einige, wenn nicht sogar viele in der IPPNW werden ihn als Organisator, als Redner und als Ideengeber der Friedens- und politisch-sozialer Bewegung seit den frühen 1980er Jahren gekannt haben.

IPPNW-Pressemitteilung vom 1.7.2014

Internationale Ächtung bewaffneter Drohnen

IPPNW fordert: Keine Kampfdrohnen für die Bundeswehr

Medact-Studie "Drones - the physical and psychological implications of a global theatre of war"01.07.2014 

Anlässlich der aktuellen Beschaffungsdebatte fordert die IPPNW-Vorsitzende Susanne Grabenhorst, bewaffnete Drohnen völkerrechtlich zu ächten. Sie appelliert an die Bundesregierung, ein Signal für internationale Rüstungskontrolle und Abrüstung zu setzen und auf den Ankauf bewaffneter oder nachträglich zu bewaffnender Drohnen grundsätzlich zu verzichten. Laut einer Studie von Medact (Britische IPPNW-Sektion) wurden in Pakistan, Somalia und Jemen seit 2001 zwischen 3.000-4.500 Menschen durch US-Drohnen getötet, darunter viele Zivilisten.

IPPNW-Pressemitteilung vom 17.6.2014

IPPNW verlangt politischen Paradigmenwechsel: Konfliktbearbeitung und Kooperation statt Konfrontation

Bundespräsident Gauck fordert deutsches militärisches Engagement

Bundespräsident Gauck auf der 50. Münchener Sicherheitskonferenz, Foto:Tobias Kleinschmidt - www.securityconference.de17.06.2014 

Die Forderung des Bundespräsidenten nach einer größeren Bereitschaft Deutschlands zu Militäreinsätzen weist in die falsche Richtung, kritisiert die ärztliche Friedensorganisation IPPNW. Stattdessen sei ein politischer Paradigmenwechsel notwendig hin zu ziviler Konfliktbearbeitung. In einem Interview mit dem Deutschlandfunk vom Wochenende hatte Gauck militärische Interventionen damit gerechtfertigt, dass Deutschland an der Seite der Unterdrückten stehen und für Menschenrechte kämpfen müsse.

Rüstungsexporte stoppen

Protestaktion gegen Strategiekonferenz der deutschen Rüstungslobby

Protestaktion gegen deutsche Rüstungslobby, Foto: Xanthe Hall, IPPNW24.06.2014 

Fast 100 Menschen nahmen am 24. Juni 2014 an einer Protestkundgebung auf dem Bebelplatz in Berlin gegen die sogenannte Strategiekonferenz des Bundesverbandes der Deutschen Sicherheits- und Verteidigungsindustrie e.V. (BDSV) teil. Veranstaltet wurde die Aktion von dem Berliner Aktionsbündnis „Legt den Leo an die Kette“.  Die Medizinstudentin Theresa Jakobs verlas als Vertreterin der IPPNW eine Geschichte über die Folgen einer Gewehrkugel im Kongo.

IPPNW-Pressemitteilung vom 23.5.2014

Dialog, Ausgleich und Abrüstung statt Aufrüstung

Ärztinnen und Ärzte fordern internationales Verbot bewaffneter Drohnen

Unbemanntes Flugzeug General Atomics MQ-9 Reaper, früher Predator B, Foto: US-Airforce, Paul Ridgeway23.05.2014 

Die Internationalen ÄrztInnen für die Verhütung des Atomkrieges (IPPNW) erneuern anlässlich der Internationalen Luft- und Raumfahrtausstellung Berlin (ILA) ihre Forderung nach einem internationalen Verbot bewaffneter Drohnen. Die IPPNW kritisiert vor allem die Nutzung bewaffneter Drohnen. Die steigende Zahl extra-legaler Tötungen mit Drohnen ist ein Vorgehen, das gegen internationales Recht verstößt. Bei der ILA, einer der weltgrößten Verkaufsmessen für militärische Fluggeräte, werden diverse unbemannte militärische Flugobjekte kritiklos beworben.

Nachruf

Die IPPNW trauert um Hans-Peter Dürr

Hans-Peter Dürr, Foto: Jens Jeske, 201126.05.2014 

"Ein Baum, der fällt, macht mehr Lärm, als ein Wald der wächst. Lass uns deshalb dem wachsenden Wald lauschen."

Diese tibetanische Weisheit wurde von Hans-Peter Dürr oft zitiert. Am 18. Mai 2014 ist er im Kreis seiner Familie aus dem Leben geschieden. Die Deutsche Sektion der IPPNW trauert um ihr Mitglied des wissenschaftlichen Beirates Prof. Dr. Dr. hc. Hans-Peter Dürr. Die IPPNW war geehrt und bereichert durch seine Mitarbeit. Seiner Frau Sue und seiner ganzen Familie gilt unsere tiefe Anteilnahme.

Ostermärsche 2014

Eine friedliche Welt ist möglich

Foto: aaa-West/PubliXviewinG

In zahlreichen deutschen Städten haben auch dieses Jahr Tausende Menschen an den traditionellen Ostermärschen der Friedensbewegung teilgenommen. Im westfälischen Gronau, an der einzigen deutschen Urananreicherungsanlage, mahnte IPPNW-Ärztin Dr. Angelika Claußen, dass zivile und militärische Nutzung der Atomtechnologie nur zwei Seiten der selben Medaille seien und forderte einen vollständigen Ausstieg aus der Atomtechnologie. Eine nachhaltige und dezentrale Energieversorgung durch erneuerbare Energien fördere den Frieden, der durch Auseinandersetzungen um knappe Ressourcen wie Uran oder Öl gefährdet sei. In Berlin erinnerte der stellvertretende Vorsitzende der IPPNW, Dr. Alex Rosen daran, dass in Deutschland noch immer US-Atomwaffen stationiert seien und dass weltweit noch ca. 17.000 existierten. Er machte aber auch Mut: Die Konferenzen zu den humanitären Folgen von Atomwaffen in Oslo und Mexiko hätten einen neuen Prozess angestoßen, 140 Staaten hätten bereits erklärt, dass Atomwaffen aufgrund ihrer humanitären Folgen inakzeptabel seien, der Druck auf die Atomwaffenstaaten wüchse. Das Ziel einer Welt ohne Atomwaffen sei wieder in greifbare Nähe gerückt.

IPPNW-Pressemitteilung vom 1.4.2014

Keine Instrumentalisierung für die Kriegsführung der Bundeswehr

Zusammenarbeit von Bundespsychotherapeutenkammer und Bundeswehr

2013 wurden in den Krankenhäusern der deutschen Streitkräfte 1.423 Soldaten wegen einer "Posttraumatischen Belastungsstörung" (PTBS) behandelt - 2004 waren es lediglich 100, Foto: Shutterstock01.04.2014 

Mitglieder der ärztlichen Friedensorganisation IPPNW haben sich in einem Offenen Brief an die Bundespsychotherapeutenkammer (BPtK) gewandt. Die  PsychotherapeutInnen kritisieren die Zusammenarbeit von BPtK und Bundeswehr. Laut einer Vereinbarung zwischen dem Bundesministerium der Verteidigung und der BPtK können sich SoldatInnen zukünftig auch von PsychotherapeutInnen in der Privatpraxis behandeln lassen, um Wartezeiten zu umgehen. Bundeswehr und BPtK sollen regelmäßig gemeinsame Fortbildungsveranstaltungen durchführen, „in denen Psychotherapeuten Bundeswehrspezifika und das Verfahren der Behandlung und Abrechnung vorgestellt werden“. In dem Brief der PsychotherapeutInnen heißt es: "Durch diese Kooperation wird der Eindruck erweckt, als seien die psychischen Störungen der SoldatInnen eine akzeptable Folge eines akzeptablen Einsatzes von vor allem jungen Menschen".

Pressemitteilung vom 26.2.2014

„Grenzen öffnen für Menschen. Grenzen schließen für Waffen.“

Protest mit Panzer, Chorgesang und Transparenten vor dem Reichstag

Aktionstag gegen Rüstungsexporte, 26.2.2014, Foto: Dominik Butzmann26.02.2014 

„Grenzen öffnen für Menschen. Grenzen schließen für Waffen.“:  Mit Panzerattrappen, Chorgesang und Transparenten demonstrierten Repräsentantinnen und Vertreter der Kampagne  „Aktion Aufschrei – Stoppt den Waffenhandel“ heute in Berlin vor dem Reichstag für die Forderung nach  einem grundsätzliches Verbot von Rüstungsexporten in Artikel 26,2 des Grundgesetzes.  95.000 Unterschriften für eine entsprechende Klarstellung im Grundgesetz wurden bereits am Vortag (25.02)  an Bundestagsvizepräsidentin Edelgard Bulmahn übergeben.

95.000 Unterschriften gegen Rüstungexporte

Kampagne "Aktion Aufschrei - Stoppt den Waffenhandel"

Die Kampagne "Aktion Aufschrei - Stoppt den Waffenhandel" übergibt 95.000 Unterschriften gegen Rüstungsexporte an Bundestagsvizepräsidentin Edelgard Bulmahn. Foto: IPPNW25.02.2014 

Vertreter der Kampagne „Aktion Aufschrei – Stoppt den Waffenhandel!“ haben heute 95.000 Unterschriften gegen Rüstungsexporte an Bundestagsvizepräsidentin Edelgard Bulmahn übergeben. Die Kampagne, zu deren Trägerorganisationen die IPPNW gehört, mobilisiert seit 2011 für den Stopp des Waffenhandels und sammelte Unterschriften für eine Klarstellung im Grundgesetz. In Artikel 26.2 GG soll explizit ein grundsätzliches Verbot von Rüstungsexporten benannt werden. Edelgard Bulmahn sagte den Friedensvertretern ihre Unterstützung für eine deutliche Reduzierung deutscher Rüstungsexporte zu. Allerdings glaube sie nicht, dass für dieses Ziel eine Grundgesetzänderung notwendig sei. Am 26. Februar 2014 um 11.30 Uhr erinnern FriedensaktivistInnen mit Panzerattrappen auf der Wiese vor dem Bundestag die Volksvertreter an ihre Verantwortung für die Folgen des Rüstungsexports aus Deutschland.

Pressemitteilung vom 16.2.2014

"We Come as Friends" gewinnt 29. Friedensfilmpreis

Foto: www.stephan-roehl.de16.02.2014 

Der 29. Friedensfilmpreis der Internationalen Filmfestspiele Berlin geht an "We Come as Friends" des österreichischen Regisseurs Hubert Sauper. Der österreichische Filmemacher Hubert Sauper fliegt mit einem selbstgebauten Kleinflugzeug nach Afrika, ins Epizentrum eines Konfliktes: in den Sudan. Bei jeder seiner vielen Landungen begegnet er Menschen, die Akteure in einer für den Kontinent exemplarischen Situation sind.

Die IPPNW ruft zum Protest gegen die Münchner Sicherheitskonferenz 2014 auf

Protest gegen Münchner Sicherheitskonferenz, Foto: Mediaparker, Flickr09.01.2014 

Die IPPNW ist Teil einer weltweiten Bewegung: für eine Zukunft ohne Rüstung und Krieg, ohne Ausbeutung von Menschen und Zerstörung der Natur. Ärztinnen und Ärzte der friedenspolitischen Organisation IPPNW wissen um die Zerstörung von Leben und Gesundheit, die mit jedem bewaffneten Konflikt und Krieg verbunden ist. Umwelt und Infrastruktur wie z.B. das Gesundheitssystem werden zerstört, Menschen müssen fliehen. Bereits das militärische Rüsten bedeutet, dass dringend benötigte Mittel bei Bildung, Gesundheit und Entwicklung fehlen. Wir fordern daher eine präventive Friedenspolitik.

IPPNW-Pressemitteilung vom 3.1.2014

Keine bewaffneten Drohnen für die Bundeswehr

Internationaler Bann gefordert

Protest gegen Drohnen bei der Inauguration von Obama am 21.1.2013, Foto: Deborah Sweet, Flickr03.01.2014 

Mit Besorgnis beobachtet die IPPNW die erneute Debatte um die Beschaffung von Kampfdrohnen für die Bundeswehr. Die Ärzteorganisation verurteilt den Einsatz bewaffneter Drohnen als ein weiteres Mittel, die Hemmschwelle militärischen Einsatzes  niedriger zu legen. Zudem lehnt sie extralegale Tötungen durch Kampfdrohnen ab. Die IPPNW unterstützt alle vernünftigen Stimmen, die den Beginn internationaler Verhandlungen fordern mit dem Ziel, diese Waffengattung und ihre drohende weitere Entwicklung zu autonomen Killermaschinen weltweit zu bannen.

IPPNW-Pressemitteilung vom 14.11.2013

Den Frieden lehren, nicht den Krieg

IPPNW gibt Schülerinformationsblatt zu Bundeswehreinsätzen heraus

Die New Yorker Fotografin Nina Berman hat für die Ausstellung "Purple Hearts" US-Soldaten fotografiert, die im Irak-Krieg schwer verletzt wurden.14.11.2013 

Die ärztliche Friedensorganisation IPPNW spricht sich anlässlich von zwölf Jahren deutscher Beteiligung am Afghanistankrieg für die ersatzlose Aufkündigung von Kooperationen zwischen Bundeswehr und Schulministerien aus. „Die Öffnung des Schulunterrichts für Programme der Bundeswehr ist mit einer Erziehung zu Frieden und Völkerverständigung nicht vereinbar“, erklärt die IPPNW-Vorsitzende Susanne Grabenhorst. Es stünde Deutschland knapp 100 Jahre nach Beginn des ersten Weltkrieges gut an, nicht den Krieg, sondern den Frieden zu lehren.

IPPNW stellt Wahlprüfsteine vor

IPPNW-Wahlprüfsteine 2013

Zur anstehenden Bundestagswahl regt die IPPNW ihre Mitglieder und Freundinnen und Freunde dazu an, Bundestags-KandidatInnen mit Anfragen zu Themen der IPPNW zu konfrontieren. Die „vorliegenden Fragen der IPPNW-Wahlprüfsteine“ sind eine Anregung, die IPPNW-Positionen zu Energiepolitik, Krieg und Frieden, Sozialer Verantwortung und Atomwaffen in das Bewusstsein der PolitikerInnen zu bringen. Nach der Wahl kann auf die Antworten Bezug genommen werden und die VolksvertreterInnen an ihre Versprechen erinnert werden

IPPNW-Pressemitteilung vom 31. Mai 2013

Frieden und Freiheit lassen sich nicht mit Waffen erzwingen

IPPNW-Kleinwaffenkongress „Zielscheibe Mensch“

IPPNW-Kongress „Zielscheibe Mensch“ zu den sozialen und gesundheitlichen Folgen des globalen Kleinwaffenhandels31.05.2013 

Mit dem IPPNW-Kongress „Zielscheibe Mensch“ zu den sozialen und gesundheitlichen Folgen des globalen Kleinwaffenhandels findet erstmals ein internationaler Kleinwaffenkongress in einer Region statt, in der die Waffen produziert werden. Aus Europa, Australien, Südostasien, dem Vorderer Orient bis hin zu Afrika, Nord- und Lateinamerika reisten etwa 300 TeilnehmerInnen aus 25 Ländern an. International anerkannte Experten referierten zu den globalen Folgen des Kleinwaffenhandels und den konkreten Auswirkungen für die betroffenen Menschen, vor allem im globalen Süden.

IPPNW-Pressemitteilung vom 27.5.2013

30 Mediziner aus aller Welt demonstrieren vor der Walther Waffenfabrik in Ulm

IPPNW-Fahrradtour gegen Kleinwaffenhandel27.05.2013 

Im Rahmen einer mehrtägigen Fahrradtour gegen den Kleinwaffenhandel, protestierten heute Vormittag 30 Mitglieder der Internationalen ÄrztInnen für Frieden und soziale Verantwortung (IPPNW) vor der Ulmer Waffenfabrik der Carl Walther GmbH. Deutsche Kleinwaffenexporte haben sich in diesem Jahr zum Vorjahr verdoppelt. Walther ist eine von Deutschlands wichtigsten Produzenten von Kleinwaffen, mit denen in Krisengebieten rund um den Globus Menschenrechtsverletzungen begangen und Zivilisten verwundet und getötet werden.

IPPNW-Pressemitteilung vom 24.3.2013

Waffenhandel fördert Krieg, Gewalt und Menschenrechtsverletzungen

Internationaler IPPNW-Kleinwaffen-Kongress „Zielscheibe Mensch“ im Mai 2013

Foto: Control Arms/ Creative Commons 2.024.03.2013 

Zur Zeit verhandeln die Staaten der UNO in New York über strikte Regeln zur Kontrolle des globalen Waffenhandels. Die deutsche Sektion der IPPNW sieht in einem Vertrag zur effektiven Regelung des unkontrollierten Waffenhandels allenfalls einen ersten Schritt. Von der Bundesregierung fordert sie, sich dafür einzusetzen, dass der Handel mit ausnahmslos sämtlichen Waffen- und Munitionstypen unterbunden wird. Gemeinsam mit zahlreichen anderen in der „Aktion Aufschrei – Stoppt den Waffenhandel!“ zusammengeschlossenen Organisation fordert die deutsche IPPNW, ein generelles Verbot von Rüstungsexporten im Grundgesetz zu verankern.

Mitteilung an die Medien vom 26.2.2013

Unsere Waffen töten

Kampagne gegen Rüstungsexporte stellt Pistolen-Skulptur mit entknotetem Lauf vor das Kanzleramt

Kunstaktion gegen Waffenhandel vor dem Bundeskanzleramt, 26.2.2013, Foto: Staudte, IPPNW26.02.2013 

Die Kampagne „Aktion Aufschrei - Stoppt den Waffenhandel!“ hat heute Morgen in Berlin der Bundesregierung für ihre zweifelhaften Verdienste im Rüstungsexport die Skulptur „Unsere Waffen töten“ verliehen. Sie stellt eine entknotete Replik des berühmten Friedenssymbols der verknoteten Pistole dar. 2005 hatte der schwedische Künstler Reuterswärd die „Non-Violence“ - Skulptur der Bundesregierung als Anerkennung für ihre Nichtbeteiligung am Irakkrieg geschenkt.
Fotos zum Download finden Sie auf unserer Flickr-Seite.

Der 28. Friedensfilmpreis geht an "A World Not Ours"

Friedensfilmpreis 2013

Produzent Patrick Campbell und Regisseur Mahdi Fleifel nehmen die Friedensfilmpreisauszeichnung entgegen. Foto: IPPNW15.02.2013 

Der Dokumentarfilm "A World Not Ours" von Mahdi Fleifel ist mit dem 28. Friedensfilmpreis der Internationalen Filmfestspiele Berlin ausgezeichnet worden. Der Preis ist weltweit der einzige Friedenspreis, der auf einem A-Filmfestival verliehen wird. Er steht unter Schirmherrschaft der IPPNW und wird getragen von der Friedensinitiative Zehlendorf, der Heinrich-Böll-Stiftung, dem Internationalen Auschwitz Komitee und der IPPNW.

IPPNW-Pressemitteilung vom 25.1.2013

IPPNW fordert Ächtung bewaffneter Drohnen

Bundesregierung will "Kampfdrohnen" anschaffen

IPPNW fordert Ächtung bewaffneter Drohnen, Foto: Medact-report25.01.2013 

Die ärztliche Friedensorganisation IPPNW kritisiert die von der Bundesregierung geplante Anschaffung bewaffneter Drohnen. Laut einer Antwort der Bundesregierung auf eine Kleine Anfrage der Linksfraktion, die Spiegel-online vorliegt, soll die Bundeswehr mit Kampfdrohnen vom Typ Predator ausgerüstet werden, die von den USA unter anderem zur gezielten Tötung von Terrorverdächtigen eingesetzt werden.

Pressemitteilung vom 27.11.2012

Die sozialen und gesundheitlichen Folgen des globalen Kleinwaffenhandels

Internationaler Kongress der IPPNW 2013 in Villingen-Schwenningen

Jede Minute stirbt ein Mensch durch Waffengewalt. Foto: Control Arms27.11.2012 

Jede Minute stirbt ein Mensch durch Waffengewalt. Mehr als 70 Prozent dieser Opfer werden durch Kleinwaffen getötet. Die sozialen und gesundheitlichen Folgen des globalen Kleinwaffenhandels rückt ein internationaler Kongress der IPPNW in Zusammenarbeit mit der Kampagne "Aktion Aufschrei – Stoppt den Waffenhandel" vom 30. Mai bis 2. Juni 2013 in Villingen-Schwenningen in den Fokus. "Wir werden auf unserem Kongress in der Neuen Tonhalle die sozialen, psychologischen und medizinischen Auswirkungen der Produktion und des Handels mit Kleinwaffen diskutieren. Gleichzeitig wollen wir dieses Forum nutzen, um unsere weiteren Aktivitäten zu koordinieren und Perspektiven zu entwickeln, um gegen die Produktion und Verbreitung dieser Waffen vorzugehen", sagt IPPNW-Vorstandsmitglied Dr. Helmut Lohrer.

Pressemitteilung der "Aktion Aufschrei"

Bundesregierung macht sich mitschuldig am Einsatz deutscher Waffen

Blendwerk auf Zeit: Jede exportierte Kriegswaffe bleibt eine zuviel

Auftaktpressekonferenz der Kampagne "Aktion Aufschrei"14.11.2012 

"Mit dem neuen Rüstungsexportbericht wird der falsche Eindruck erweckt, das Blatt wende sich zum Besseren. Trotz geringerer Kriegswaffenexporte bleibt jede Kriegswaffe, die geliefert wird, eine zuviel“, sagt Jürgen Grässlin, Sprecher der Aufschrei-Kampagne und der Deutschen Friedensgesellschaft – Vereinigte KriegsdienstgegnerInnen (DFG-VK). „Der schöne Schein trügt. Denn der letzte Rüstungsexportbericht vor der Bundestagswahl 2013 ist angesichts stark gestiegener Einzelausfuhrgenehmigungen, exorbitant hoher Kriegswaffenlieferungen an menschenrechtsverletzende Staaten und in Diktaturen sowie neuer milliardenschwerer Vertragsabschlüsse im Jahr 2012 allenfalls ein Blendwerk auf Zeit.“ Kampagnensprecher Grässlin verweist darauf, dass in diesem Jahr allein mit Algerien Vereinbarungen für neue Kriegswaffenlieferungen in Höhe von rund 10 Milliarden Euro getroffen worden sind.

"Kassel entrüsten"

Aktionswoche gegen Rüstungsindustrie eröffnet

Lebenslaute-Konzert in Kassel, Foto: Kurt Eisenberg17.06.2012 

Unter dem Transparent "Willkommen in der Rüstungsstadt Kassel" vor der documenta-Halle versammelten sich bei strahlendem Sonnenschein etwa 40 Chor- und Orchestermitglieder von "Lebenslaute". Adressat des unangemeldeten "Abschlusskonzerts" waren unter anderem die Kasseler Rüstungskonzerne Rheinmetall Defense, Krauss-Maffei Wegmann und Eurocopter.

Extralegale Hinrichtung

Kommentar von Matthias Jochheim, IPPNW-Vorsitzender

05.05.2011 

Fast zehn Jahre nach den Anschlägen auf die New Yorker „Twin Towers“ und das Pentagon soll nun laut US-Präsident der Hauptverantwortliche Osama Bin Laden seiner gerechten Strafe zugeführt worden sein. Bemerkenswerterweise ohne Gerichtsverfahren, bei einer überfallartigen Militäraktion in einem mit den USA verbündeten Land, dessen Regierung aber vorab nicht in Kenntnis gesetzt worden sei. Die Tötung Bin Ladens wurde offenbar von Anfang an zumindest billigend in Kauf genommen.

Friedensfilmpreis für "Morgen wird alles besser"

Polnische Regisseurin Dorota Kedzierzawska ausgezeichnet

20.02.2011 

Der Friedensfilmpreis geht in diesem Jahr an den Film "Jutro Bedzie Lepiej"/ "Morgen wird alles besser" aus der Sparte Generation Kplus. Die polnische Regisseurin Dorota Kedzierzawska erzählt ihren Film nach einer wahren Begebenheit. In ihrer Begründung schreibt die Jury: "Drei russische Straßenkinder machen sich auf den Weg: Sie verlassen die Bahnhofsbänke unter denen sie schlafen – hungrig, ungewaschen und immer umdrängt von den alltäglichen, beißenden Bedrohungen...

25 Jahre Friedensnobelpreis für die IPPNW

"Unser Engagement ist weiter notwendig"

IPPNW-Gründer Chasov und Lown10.12.2010 

Am 10. Dezember 1985 erhielten die Internationalen Ärzte für die Verhütung des Atomkrieges (IPPNW) den Friedensnobelpreis - für die Aufklärung der Öffentlichkeit über die Gefahren eines Atomkrieges für Leben und Gesundheit der Menschen. IPPNW-Ärzte aus Ost und West, aus Nord und Süd hatten wesentlich zur Entspannungspolitik und zur Abrüstung von Atomwaffen beigetragen. So erklärte der damalige sowjetische Präsident Michail Gorbatschow 1987 bei einem Treffen des internationalen IPPNW-Direktoriums in Moskau, dass die Aufklärungsarbeit der IPPNW sein Denken zur Notwendigkeit der Beendigung des Atomwaffenwettrüstens und – testens und zur Dringlichkeit kontinuierlicher Abrüstung ganz wesentlich beeinflusst habe.

IPPNW-Presseinfo vom 6. August 2010

IPPNW nennt "gezieltes Töten" in Afghanistan Mord

IPPNW-Deutschland wendet sich entschieden gegen die durch Bundesaußenminister und Vizekanzler Guido Westerwelle erfolgte Rechtfertigung des "gezielten Tötens" von Aufständischen durch die US- und ISAF-Truppen in Afghanistan.

IPPNW-Pressemitteilung vom 31.05.2010

Rücktritt darf Debatte um Afghanistan-Krieg nicht beenden!

IPPNW zum Rücktritt des Bundespräsidenten

31.05.2010 

Die kritische Debatte um die umstrittenen Äußerungen des Bundespräsidenten zum Krieg in Afghanistan haben zum Rücktritt des Bundespräsidenten Horst Köhler geführt. Dazu erklärt Christoph Krämer, Mitglied des Vorstandes der Deutschen Sektion der Internationalen Ärzte für die Verhütung des Atomkrieges / Ärzte in Sozialer Verantwortung (IPPNW):

IPPNW-Stellungnahme vom 11.12.2009

Die IPPNW widerspricht Obamas These:

"Ja, die Mittel des Krieges spielen eine Rolle in der Erhaltung des Friedens."

11.12.2009 

Die IPPNW setzt gegen die These des US-Präsidenten Obama auf die Kraft der Gewaltfreiheit. Sie steht zu dem Ziel der Charta der Vereinten Nationen, „künftige Geschlechter vor der Geißel des Krieges zu bewahren, die zweimal zu unseren Lebzeiten unsagbares Leid über die Menschheit gebracht hat“. Die IPPNW setzt sich mit anderen Organisationen der Friedensbewegung für eine Strategie des Friedens ein.

Die Marionette Obama – Der machtloseste Mann der Welt

Op-ed von Paul Craig Roberts

01.12.2009 

Im Folgenden veröffentlichen wir einen Text des US-Autoren Paul Craig Roberts  in deutscher Übersetzung, weil viele Aspekte seiner Kritik auch für unsere Einschätzungen der Politik Obamas von Interesse sind.  Paul Craig Roberts ist Wirtschaftswissenschaftler und hat kurzzeitig als Vizefinanzminister der USA während Präsident Reagans erster Amtsperiode gedient. Er gilt als ein "Vater der Reganomics", einer Wirtschaftspolitik deren Folgen er später kritisierte. Er ist zudem Mitherausgeber des "Wall Street Journal" und Kolumnist der Business Week gewesen und hat zahlreiche Posten als Akademiker bekleidet.

Zur Diskussion

Die IPPNW handelt verantwortlich

Die Ereignisse während der Demonstration aus Anlass des NATO-Gipfels im April dieses Jahres in Strasbourg erregten viele Gemüter in der IPPNW. Einige wenige Mitglieder hatten sie direkt miterlebt, andere aus den Medien davon erfahren. Die entstehende Diskussion um Fragen der politischen Gewalt im Vorstand der IPPNW wendete sich nicht der Aufarbeitung der konkreten Vorfälle in Strasbourg zu. „Strasbourg“ wurde vielmehr zum Anlass genommen, grundsätzlicher über das Verhältnis der IPPNW zu Fragen der Gewalt und Militanz nachzudenken. Die verabschiedete Stellungnahme möchte der Vorstand den Mitgliedern des Vereins auf diesem Weg zur Debatte vorstellen.
Ihre möglichen Anmerkungen und Einwürfe senden Sie bitte an Jens-Peter Steffen in der Geschäftsstelle der IPPNW.

IPPNW-Forum 119/09

Weniger als 1.000 Atomwaffen – das wäre ein Meilenstein

Interview mit Prof. Dr. Bernard Lown

01.10.2009 

Nach der Verleihung des Friedensnobelpreises an die IPPNW haben Sie eine hohe öffentliche Aufmerksamkeit für das Atomwaffenthema bekommen. Inzwischen haben die atomaren Bedrohungen wieder zugenommen, aber die Gefahr der Atomwaffen gerät immer weiter aus dem Blickfeld der Öffentlichkeit. Was meinen Sie, woran liegt das?

IPPNW-Forum 119/09

Peace through Health

How Health Professionals Can Work for a Less Violent World

01.10.2009 

Vor kurzem ist das Textbuch "Peace through Health" erschienen, herausgegeben von den kanadischen IPPNW-Kollegen Neil Arya und Joanna Santa Barbara. Mit dem Ziel, das Buch vorzustellen und Interesse für die Thematik zu wecken, hat Eva-Maria Schwienhorst für das Forum das Einführungskapitel des Lehrwerks übersetzt und zusammengefasst:

Für eine Welt ohne Atomwaffen

Ostermärsche der Friedensbewegung

14.04.2009 

Mit Kundgebungen in rund 20 Städten hat die Friedensbewegung die Ostermärsche 2009 beendet. Mehrere zehntausend Menschen beteiligten sich an Aktionen in bundesweit mehr als 70 Städten. Eine wichtige Rolle spielte bei den diesjährigen Demonstrationen die Initiative von US-Präsident Barack Obama zur atomaren Abrüstung. Auch gab es Kritik an der NATO-Strategie und dem Afghanistan-Einsatz.

IPPNW-Forum 115/09

Die Chance, für Frieden zu demonstrieren!

Interview mit Reiner Braun, IALANA

01.02.2009 

Anfang April werden Staatschefs, ihre Minister und hochrangige Gäste in Strasbourg und Baden-Baden das 60-jährige Bestehen der NATO begehen. Solche Veranstaltungen lassen staatstragenden Pomp, höchste Sicherheitsstufe und rigorose Abschottung erwarten. Doch weniger als den Aufwand eines solchen Gipfels kritisieren wir die Inhalte, für die die NATO steht. Dabei ist für uns die Androhung eines atomaren Erstschlages durch die NATO und die deutsche Beteiligung daran entscheidend. So setzen wir uns für den Abzug der US-Atomwaffen aus Deutschland ein, wie auch für die generelle Abschaffung dieser Massenvernichtungswaffen. Aber an der NATO gibt es viel mehr zu kritisieren.

Friedenspolitisches Landschaftskunstprojekt

IPPNW-Regionalgruppe Herford

11.11.2008 

Oben auf dem Homberg hat die Bildhauerein Anke Stratmann-Horn fünf Baumstämme beschnitzt mit friedenspolitischen Botschaften wie "Einsam fühle ich mich, wenn ich eine Hand suche und nur eine Faust finde" (Ralph Bunche, Wegbegleiter von Martin Luther King) oder "Wer will, dass die Welt so bleibt wie sie ist, will nicht, dass sie bleibt" (Erich Fried). Diese Botschaften sollen Alternativen sein zu den gemeißelten Helden-Verehrungen des Denkmals zu Ehren der Falkendieker, die im 1. Weltkrieg gefallen sind.

IPPNW-Kongress gibt Signale für eine solidarische Zukunft

Viele Themen, viele Impulse – aber auch Protest gegen Reiseverbote

Foto: Andreas Schoelzel14.09.2008 

"Die Heilung zum Frieden braucht Impulse von unten", sagte der Psychoanalytiker und Buchautor Horst-Eberhard Richter heute auf der Abschlussveranstaltung des Kongresses "Kultur des Friedens" in Berlin. Auf dem dreitägigen Kongress der friedenspolitischen Ärzte für die Verhütung des Atomkrieges (IPPNW) beschäftigten sich rund 700 Besucherinnen und Besucher und 50 ReferentInnen mit den globalen Bedrohungen der heutigen Zeit.

Erklärung des IPPNW-Vorstands

Die Ratifizierung des EU-Vertrags zurückweisen!

18.04.2008 

Der eingeschlagene Weg einer beschleunigten Ratifizierung des Vertragswerkes in den ein-zelnen Ländern umgeht die Auseinandersetzung der Bevölkerungen mit diesem »Reformvertrag«. Das hält die IPPNW für falsch, denn es widerspricht dem Ziel einer europäischen Verfassung: Die parlamentarisch-repräsentative Demokratie für ganz Europa auf eine Stufe zu stellen!

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