ATOM-Energie-Newsletter Mai 2015

 

Sehr geehrte Damen und Herren,

hiermit senden wir Ihnen nun zum zweiten Mal unseren neuen "ATOM-Energie-Newsletter". Dieser Informationsdienst tritt die Nachfolge unseres langjährig bewährten Fukushima-Newsletter an, der vor fünf Jahren vom damaligen IPPNW-Vorstandsmitglied Reinhold Thiel auf den Weg gebracht wurde.
Die gesundheitlichen Folgen von Fukushima werden auch weiterhin einen Schwerpunkt des Newsletters bilden. In dieser Ausgabe setzen wir uns mit drei Argumenten der Atomlobby auseinander, die einen Kausalzusammenhang zwischen den gehäuften Schilddrüsenkrebsfällen in Fukushima und der Atomkatastrophe verneint.


Hier in Deutschland zeigt derweil die Atom-Finanzkommission der Bundesregierung, was vermutlich weltweit nach dem Ende der Atomenergienutzung zu erwarten ist: Entgegen aller Versprechungen werden wie selbstverständlich die Steuerzahlerinnen und Steuerzahler herangezogen, um den überwiegenden Teil der Entsorgungskosten zu übernehmen. Die Atomindustrie entzieht sich der jahrzehntelang versprochenen umfassenden Haftung für ihren Strahlenmüll.


Wir schließen ab mit einem Bericht von der Verleihung des Preises "Courage beim Atomausstieg" in Frankfurt, der dieses Jahr an den ehemaligen japanischen Premierminister Naoto Kan ging. Dieser erwächst zu einem der prominentesten Atomkraftgegner weltweit. Die Erfahrung, dass aufgrund des Super-GAU in Fukushima beinahe der Großraum Tokio hätte evakuiert werden müssen, änderte seine Einstellung zu dieser Technologie.


Wir hoffen, Sie weiterhin als Abonnenten jeden Monat informieren zu können und freuen uns wie immer über Ihr Feedback.

Mit freundlichen Grüßen

 

Henrik Paulitz und Dr. Alex Rosen

Aus dem ATOM-Energie-Newsletter Mai 2016

Schilddrüsenkrebs in Fukushima

Argumente der Atomlobby unter die Lupe genommen

In vergangenen Ausgaben unseres Newsletters berichteten wir bereits mehrfach über die Reihenuntersuchungen von Kindern in der Präfektur Fukushima und präsentierten die jeweils aktuellsten Zahlen. Bei der letzten Veröffentlichung der Fukushima Medical University im Februar 2016 war bei mittlerweile 116 Kindern Schilddrüsenkrebs diagnostiziert worden, bei weiteren 51 besteht der histologische Verdacht. Die einflussreiche japanische Atomlobby spricht weiterhin von einem „Screening-Effekt“ und negiert jeglichen Zusammenhang der drastisch gestiegenen Zahl an Schilddrüsenkrebsfällen und dem mehrfachen Super-GAU von Fukushima. Heute wollen wir drei Argumente der Atomlobby näher beleuchten und einer kritischen Überprüfung unterziehen.

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Atomfinanzkommission entlastet Atomindustrie

Der Umgang mit Deutschlands radioaktivem Erbe

Nach dem Atomausstieg steht in Deutschland der Umgang mit den nuklearen Hinterlassenschaften auf der Tagesordnung: Was passiert mit den stillgelegten Atomkraftwerken – und was passiert mit dem radioaktiven Atommüll, der auf Jahrzehnte in Zwischenlagern verbleiben wird und dann in einem Endlager eingelagert werden soll? Dabei stellt sich als erstes die Frage, wer all das finanzieren soll. Nicht nur der jahrzehntelangen Propaganda zufolge, sondern auch nach jahrzehntelang geltendem Recht müssen die Atomkonzerne alles bezahlen – eigentlich. Doch es kam, wie es kommen musste: sobald es konkret wird, möchte man die Atomindustrie großteils aus der Haftung nehmen und den Steuerzahlern den größten Teil der Lasten aufbürden.

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Courage beim Atomausstieg

Preis geht an japanischen Ex- Premierminister Kan

Am 30.4.2016 fand im Römer in Frankfurt die Verleihung des Preises „Courage beim Atomausstieg“ statt, der vom Ökostromunternehmen Elektrizitätswerke Schönau (EWS) gestiftet wurde. Dieses Jahr wurde der mit 10.000 € dotierte Preis an den Ex- Premierminister von Japan, Naoto Kan, vergeben. Der Preis wurde in Kooperation mit der Stadt Frankfurt, der Evangelischen Kirche Hessen- Nassau und der Vereinigung von Juristen gegen Atomwaffen (IALANA) verliehen und vom EWS Inhaber Sebastian Sladek überreicht.

 


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